Feueralarm am Berliner Tor – Wie komm‘ ich nach Hause?

Die U-Bahn-Linien U2, U3 und U4 fahren bis voraussichtlich Betriebsschluss heute, am 10. Januar 2017, nicht mehr im Innenstadtbereich. Grund dafür ist ein Brand in einem Technikraum an der Haltestelle Berliner Tor. Der Brand ist mittlerweile gelöscht, allerdings bleibt der Betrieb der U-Bahn bis auf Weiteres eingestellt.

Wo fahren die U-Bahnen nicht?

U2: keine Bahnen zwischen Hammer Kirche und Messehallen
U3: keine Bahnen zwischen Mundsburg und Rathaus
U4: keine Bahnen zwischen Jungfernstieg und Hammer Kirche

Gibt es einen Ersatzverkehr?

Ersatzverkehr mit Bussen und Taxen auf allen Linien und die U4 fährt als Pendelzug zwischen Jungfernstieg und Hafen City.

Welche Alternativen habe ich neben dem Ersatzverkehr?

U3: Im Innenstadtbereich auf Busse und U1/S-Bahn ausweichen. Am Berliner Tor zu Fuß zur U1 Lohmühlenstraße und von dort mit der U1 Richtung Norden/Osten.

U2 Richtung Niendorf: Jungfernstieg mit der U1 bis Stephansplatz, dort Übergang zur S-Bahn Richtung Sternschanze, von dort U3 bis Schlump. Jungfernstieg U1 bis Kellinghusenstraße, dann U3 bis Schlump.

U2/U4 Richtung Billstedt/Mümmelmannsberg: Ersatzverkehr mit Bussen nutzen. Erschwerte Bedingungen durch Fliegerbombe im Bereich Hammerbrook. Busse werden umgeleitet. Hier setzen wir verstärkt Busse ein.



13 Kommentare zu “Feueralarm am Berliner Tor – Wie komm‘ ich nach Hause?

  1. Ihr hättet ja auch noch mit dazu sagen können das Hammerbrook gesperrt ist. Und ja ich weiß dass das die S Bahn ist. Aber wer jetzt von Hammerbrook zum Berliner Tor laufen wollte hat Pech gehabt? Zumindest hättet ihr erwähnen können ob bzw welche Busse z. B. im Heidenkampsweg halten. Das gehört doch wieder zur Hochbahn oder?

    • Bitte haben Sie Verständnis, dass wir uns nicht auf einzelne Haltestellen beziehen können. In einer Situation wie gestern, wo nicht nur bei uns ein Feueralarm die U-Bahn lahm legt, sondern auch noch der Busverkehr im Umfeld durch den Fund der Fliegerbombe beeinträchtigt ist, können wir nur versuchen, die besten Empfehlungen zu geben. Leider bedeutet das für unsere Fahrgäste auch Geduld, da Ersatzverkehre erst anlaufen müssen und gleichzeitig durch die Situation in Hammerbrook immens gestört werden. Aber ja, den Hinweis mit der S-Bahn hätten wir noch machen können. Im Normalfall gibt es ja Gott sei Dank nicht an vielen verschiedenen Ende Störungen. Wir hoffen, dass Sie trotzdem nach Hause gekommen sind.

      • „… können wir nur versuchen, die besten Empfehlungen zu geben. Leider bedeutet das für unsere Fahrgäste auch Geduld, da Ersatzverkehre erst anlaufen müssen …“ –

        Davon ist gestern nichts auch nur im Ansatz gelungen.

        Als ich in die Störung geriet, war diese schon etwa 3 Stunden in Gang. Wie lange braucht es, bis ein Ersatzverkehr anläuft? Wenn schon 3 Stunden nicht ausreichen, nach wieviel Stunden kann man mit einem leidlich funktionierenden Verkehr rechnen?

        An der Hammer Kirche habe ich in 25 Minuten genau einen einzigen (!) Ersatzbus gesehen, auch auf dem regulär verkehrenden 116er fuhren irgendwann einzelne völlig überfüllte Busse, so dass man auch dort von einem Verkehrszusammenbruch sprechen muss.

        Und die Empfehlung, die die Hochbahn gab, war der Ersatzverkehr, der von seiner Dimensionierung her nicht ansatzweise geeignet war, der Fahrgastmassen Herr zu werden. Wie lange hätte es gedauert, die Fahrgäste in die Innenstadt zu befördern mit diesem Angebot? Bis 4 Uhr morgens? Und Sie reden von „bestmöglichen Empfehlungen“? Zu Fuß geht schneller!

        Und die Durchsagen, die offenkundig im ganzen Netz zu hören waren (nur nicht, bevor ich einstieg), meldeten nur die Sperrung der U-Bahn, dass die S-Bahn auch nicht verkehrte, insbesondere nicht zwischen Berliner Tor und Hauptbahnhof, das hat man nicht vermeldet. Gut, dass ich nicht nach Hasselbrook gelaufen bin, um mit der S-Bahn zum Hauptbahnhof zu kommen, dann wäre ich am Berliner Tor erneut gestrandet.

        Dass die Situation schwierig war, ist klar. Aber dass die Kunden nicht, unvollständig oder falsch informiert werden, das ist völlig unakzeptabel. Warum bekommt man es bei irgendeiner eher kleinen Störung hin, auf den Zugzielanzeigern die Infotexte wie „U1 zwischen Farmsen und Volksdorf gesperrt – Ersatzverkehr mit Taxen und Bussen“ anzuzeigen oder vermeldet gar die Ergebnisse von Fußball-Länderspielen, aber bei einer so großen Störung ist die Information gleich Null?

      • Die Info zum eingestellten Verkehr auf den drei U-Bahn-Linien haben wir nahezu unmittelbar nach Kenntnis darüber über unseren HOCHBAHN-Twitter-Kanal raus gegeben. Ein Update der Lage erfolgte zu dem Zeitpunkt, als wir wussten, dass der Verkehr bis Betriebsschluss nicht wieder aufgenommen werden kann. Gestern Abend hatten wir eine besondere Situation, oder kurz gesagt: „Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß.“ Neben dem Brand in einem Technikraum an der U-Bahn-Haltestelle Berliner Tor wurde im Bereich „Hammerbrook Süd“ eine Fliegerbombe gefunden. Das hieß: Streckenweise Unterbrechung der U-Bahn-Linien #U2 #U3 #U4 sowie Busumleitungen wegen polizeilichen Straßensperrungen. Ergo: Der Ersatzverkehr mit Taxen und später auch mit Bussen hatte gut zu tun, im Feierabendverkehr durchzukommen. Zusätzlich wurden einige unserer Busse zur Evakuierung der Sperrzone bereitgestellt. Darüber haben wir auch hier im Blog informiert. Ihre Info zu den Zugzielanzeigern lasse ich prüfen.

      • Wenn ich am Berliner Tor gestrandet bin und zum Hauptbahnhof möchte, gehe ich doch einfach 1 Kilometer die Straße lang? Das sind nur 200m weiter als erst nach Hammerbrook zu gehen und da eine S-Bahn zu nehmen, dürfte also nicht mal länger dauern.

      • Auch gestern (Sperrung U1 Lübecker Straße – Jungfernstieg über eine Stunde im Berufsverkehr wegen Feuerwehreinsatz) gab es leider keine Information zur Sperrung auf den Anzeigern entlang der U1. Es gab Durchsagen. Die liefen aber nur alle etwa paar Minuten und waren wegen eines leise eingestellten Lautsprechers kaum verständlich; für Hörbehinderte gar nicht. Das geht besser.

      • Die U2 fuhr ab Hammer Kirche nicht mehr. Von dort ist man zu Fuß in etwa 15 Minuten an der S-Bahn Hasselbrook. Das heißt, man ist mit der S1 (7 Min. Fahrtzeit) nach insgesamt etwa 20-25 Minuten am Hauptbahnhof und kurz darauf am Jungfernstieg. Das wäre für die meisten Menschen von der U2-Ost der schnellste Weg in die Innenstadt gewesen. Der SEV war ja überlastet, fuhr unregelmäßig und stand absehbar einfach mit im Stau. Wie der Fahrgast oben schrieb, gab es aber dann auch noch eine (sich Stunden zuvor abzeichnende!) Sperrung der S1 zwischen Berliner Tor und Hauptbahnhof wegen der Bombenentschärfung.

        Hätte man davon rechtzeitig gewusst, wäre man nicht nach Hasselbrook gelaufen.

        Solche Situationen sollte man in der Fahrgastinfo berücksichtigen.

      • Absolut richtig. Beim nächsten Mal (hoffentlich nicht allzu bald) werden wir das berücksichtigen.

  2. Das Zusammentreffen zweier Ereignisse – Brand Berliner Tor und Bombenfund Hammerbrook – mit großflächiger Straßenperrung hat zwangsläufig die Störung des SEV zur Folge. Das kann man der Hochbahn nicht vorwerfen. Dass aber die Hochbahn nur über Einschränkungen der U-Bahn berichtet und die S-Bahn überhaupt nicht erwähnt, ist inakzeptabel. Wozu gibt es den HVV? Hier herrscht dringender Handlungsbedarf.
    Übrigens ist Ihre Ausdrucksweise aus dem Fäkalbereich, Frau Gängrich, niveau- und respektlos.

    • Den Hinweis zur S-Bahn sehe ich ein, da hätten wir einen zusätzlichen Tipp geben können – fürs nächste Mal wissen wir es besser.
      Ich war gerade etwas irritiert, was Sie als niveau- und respektlos vorwerfen, diente das Zitat (eines Fußballers übrigens) doch lediglich als saloppe Kurzformulierung der Lage von vorgestern. Im Internet-Sprech kann man da doch sicherlich mal ein Auge zu drücken und es nicht ganz so wörtlich nehmen, oder?! Damit sollte wirklich niemandem auf die Füße getreten werden.

  3. Hier mal einige allgemeine Anregung/Verbesserungsvorschläge, die nicht bis morgen umgesetzt, aber sicherlich mal auf die Agenda genommen werden könnten:

    1. Schnellere Anzeige der Störungen in der HVV-App, dauert oft sehr lange bis Hinweise dort erscheinen – oft steckt man dann schon mitten drin im Schlamassel
    2. Deutlichere(!) Kennzeichnung von kritischen/aktuellen Störungen (nicht mit Infos über bevorstehende Baustellen-Sperrungen in zwei Wochen verwurschteln) in der Fahrplanauskunft und ggf. alternative Routen (so wie das mit Verspätungen ja schon ganz gut funktioniert *lob*)
    3. Push-Benachrichtigung bei Auftreten einer kurzfristigen Störung, sofern man einen Alarm für eine Verbindung in der HVV-App gesetzt hat ODER (optional) sämtliche kurzfristigen Störungen bei U-/S-Bahnen
    4. Wie in den Kommentaren angemerkt: Hinweise auch zu S-Bahn Störungen GENERELL mitteilen (auch umgekehrt den Kollegen von der S-Bahn mal auf die Füße treten – dort kommen auch keine Infos wenn´s bei der U-Bahn mal nicht rund läuft!)

    Ansonsten muss ich aber wirklich sagen: Ich fahre auch oft in anderen Städten mit dem ÖPNV. Manches läuft dort zwar mal besser als in Hamburg, OFTMALS weiß ich aber eher den Komfort des HVV zu schätzen!

  4. Am Dienstag (18.04.) waren wieder alle U-Bahnlinien in der Innenstadt gesperrt. Warum und weshalb – es gab keinerlei Ansagen in Hauptbahnhof-Nord. Nur auf der Anzeigentafel stand etwas Sperrung und Ersatzverkehr (davon war draußen nichts zu sehen). Meine Frage, warum wird bei einem Ereignis z.B. am Bf. Jungfernstieg die gesamte Strecke zwischen Hammer Kirche und Messehallen stillgelegt? Auch wenn an diesen Stationen nur die Zügen wenden können wäre ein eingleisiger Pendelverkehr von Hammer Kirche bis Hbf-Nord bzw, Messehallen bis Stephansplatz doch möglich und schneller einzurichten, als ein Ersatzverkehr über die gesamte Strecke!

    • An dem Tag lag eine Meldung vor, dass eine Person irgendwo im Bereich Berliner Tor – Hauptbahnhof sein soll. Keiner wusste genau wo. Daher wurde der Betrieb großräumig eingestellt und die Anlage überprüft. Deshalb verbietet sich ein Pendelbetrieb ohnehin. Pendelbetriebe richten wir bei Betriebsstörungen üblicherweise auch nicht ein, da wir keinen Gleiswechselbetrieb in der Zugsicherung haben. Fahrten in der „falschen“ Richtung erfolgen also ohne Zugsicherung. Um einen Pendelzug einzurichten, sind erhebliche Sicherungsmaßnahmen erforderlich, die einen Konflikt mit anderen Zügen ausschließen. In dem Zusammenhang ist in einem Abschnitt auch nur ein einziger Zug möglich, um gegenseitige Kollisionen sicher auszuschließen. Je länger der Abschnitt, desto unattraktiver wird also ein Pendelzug, weil die mögliche Taktung sinkt.
      Deshalb gibt es meist Ersatzverkehr mit Bussen und Taxen. Ersatzverkehr mit Taxen läuft in der Regel binnen 5 Minuten an. Der mit Bussen benötigt im Schnitt 20 Minuten, kann dafür aber die erforderlichen Kapazitäten zur Verfügung stellen. In solch einem zentralen Szenario (große Haltestellen, langer Abschnitt, viele Fahrgäste) ist es nicht ganz einfach, einen Ersatzverkehr schnell aufzubauen. In der Innenstadt gibt es zumeist außerdem mehrere Alternativen, wie die S-Bahn oder reguläre Buslinien, auf die – wo möglich und sinnvoll – auch hingewiesen wird.
      Warum es keine akustische Info gab, kann ich nicht mehr nachvollziehen. Üblicherweise wird optisch und akustisch informiert.

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