Titelbild_Wanderbaustelle U1

Wanderbaustelle auf der U1 – Wie es vor Ort aussieht

Seit dieser Woche heißt es für mich: endlich wieder U-Bahn fahren. Denn nach knapp 3 Wochen kann ich nun endlich wieder mit der U1 von Wartenau in die Innenstadt fahren. Damit ist der erste Abschnitt auf der sogenannten Wanderbaustelle zwischen Hauptbahnhof und Wandsbek-Gartenstadt geschafft.

Wo ich die letzten Wochen mein Fahrrad oder den Ersatzverkehr mit Bussen genutzt habe, haben die Kollegen aus der Bauabteilung dagegen kräftig angepackt. Und zwar mit all dem, was nicht im laufenden Betrieb gemacht werden konnte.

Für Euch war ich Anfang der Woche vor Ort und habe auch ein paar Live-Bilder aus der Zeit der Sperrung für Euch. Da wird schnell klar, dass wir Fahrgäste nur im Weg gewesen wären.


Lohmühlenstraße und Lübecker Straße: Was ist genau passiert?

An der Lohmühlenstraße und der Lübecker Straße (U1) wurde einmal komplett der gesamte Bahnsteigbelag ausgetauscht, die Bahnsteige teilerhöht und ein Blindenleitsystem eingebaut.

Damit die Aufzüge eingebaut werden können, mussten an beiden Haltestellen die Tunneldecken verstärkt werden, um tragfähig zu bleiben. Dazu stützen Stahlbetonbalken unter dem Bahnsteig die Tunnelsohlen im Bereich der Aufzugschächte. Zu sehen ist davon für uns Fahrgäste jetzt noch nicht viel, denn die Schächte wurden nun erst einmal wieder eingehaust, damit im laufenden Betrieb weitergearbeitet werden kann. Dahinter sieht es z.B. dann so aus:

Lübecker Straße Aufzug

Aufzug Lübecker Straße

An der Lübecker Straße sind die Arbeiten besonders großflächig, da hier ein komplett neuer  Verbindungsgang zwischen der U1 und U3 entsteht.  Was heute noch so aussieht:

Lübecker Straße Brücke

Wird jetzt nach und nach hierzu umgebaut:

Lübecker Straße Aufzug auf Schalterhalle

Damit kommt man künftig auch mit dem Aufzug von der U1 auf die Ebene darüber, auf der die U3 Richtung Innenstadt fährt oder aber von dort mit dem nächsten Aufzug an die Oberfläche.

An diesen beiden Haltestellen wird jetzt noch bis Anfang 2019 gebaut. Tagsüber hinter den Kulissen und nachts in den Betriebspausen. Dann sind beide Haltestellen barrierefrei und sehen so aus.


Die Baustelle ist weiter gewandert: Wie geht es weiter?

Aktuell ist bis zum 2.8. der Abschnitt zwischen Wartenau und Wandsbek Markt gesperrt. Hier sind jetzt die Haltestellen Ritterstraße und Wandsbeker Chaussee dran.

Dort sah es heute Morgen so aus:

Im August geht es dann an den letzten Teil dieser Baustelle, wenn die Straßburger Straße und Alter Teichweg dran kommen.


Ersatzverkehr mit Bussen und eine Sonderlösung

Für alle Betroffenen gibt es einen Ersatzverkehr mit Bussen auf dem jeweils gesperrten Abschnitt. Für den letzten Teil der Sperrung gibt es dazu noch ein gute Nachricht, weil Besonderheit. Denn für den Zeitraum 2.8.-18.8. fährt die U1 ab Wandsbek-Gartenstadt weiter auf der U3 bis Barmbek. Hier können all jene, die in die Innenstadt wollen, dann auf der U3 regulär weiter fahren und ersparen sich so den Ersatzverkehr und zwei Mal Umsteigen.

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14 Kommentare zu: Wanderbaustelle auf der U1 – Wie es vor Ort aussieht

  1. Ich hab was zu Eurer Website, genauer: dem Teil zu Baustellen:
    https://www.hochbahn.de/hochbahn/hamburg/de/Home/Einsteigen/Fahrplan_und_Fahrplanaenderungen/Aktuelle_Fahrplanaenderungen

    1. Wenn man nach Linie sortieren möchte, geht ein riesig langes Auswahlmenü auf. Die U-Bahn kommt ganz unten. Wäre es nicht eine gute Idee gewesen, die U-Bahn-Linien ganz oben einzufügen. Ich hätte vermutet, dass die U1 viel mehr Fahrgäste hat als die Linie… 392 oder so.

    2. Auf den U-Bahn-Haltestellen hängen Zettel über die nächsten U1-Sperrungen ab nächste Woche. Online tauchen die gar nicht auf. Wann kommt eure Bildschirmtext-Abteilung aus dem Urlaub und trägt das nach?

  2. Ich pendle täglich von Heimfeld nach Alter Teichweg. Die Hochbahn baut seit Monaten an der Strecke und seit Juni geht es nur noch mit Ersatzverkehr in die Innenstadt. Gestern fing die neunte Woche mit Ersatzverkehren an. Zufällig war ich an dem Wochenende mit Durchfahrt an der Ritterstraße in der Stadt und wunderte mich sehr, dass die Baustelle komplett leer war. Das erklärte, warum man für eine Teilerhöhung vom Bahnsteig, einen Aufzug und etwas Renovierung pro Station 9 Wochen braucht.

    Vorige Woche fing dazu die S-Bahn mit dem Ersatzverkehr an. Zur Arbeit von Hamburg nach Hamburg brauche ich diese Woche mit dem HVV einfache Strecke 2 Stunden und muss mir eine abenteuerliche Fehlplanung antun. Am Freitag und auch gestern stand die Bundespolizei im Hauptbahnhof und sperrte wegen völliger Überfüllung den Metronom Bahnsteig ab. Der ganze Bahnhof war ein einziger Menschenstau. Die Metronome sind überfüllte Saunen und notorisch zu spät. Ich stand bis zu 30 Minuten auf RICHTIG vollen Bahnsteigen.

    Wenn Ihr Chef weiter überlegt, wie er Menschen vom Auto in den ÖPNV holen kann: mieten Sie ihm ein Büro in Barmbek und eine Wohnung in Harburg und lassen Sie ihn einen Sommer so ein Konzept genießen, wie es Hochbahn und S-Bahn hier fabriziert haben. Er sollte nicht zuviel zu tun haben: ich habe mitgezählt und durch die Ersatzverkehre seit Mai bis heute fast 35 Stunden Zeit verloren. Der Großteil davon geht auf die Kappe der Hochbahn. Es ist Sommer und bei den Temperaturen wäre ich gern draußen, statt auf Ersatzbusse zu warten, umzusteigen oder in Menschenmassen zu warten.

    Was da läuft ist eine Zumutung. Warum veröffentlichen Sie die Bauplanung nicht so rechtzeitig, dass man sie für die Jahresurlaubsplanung berücksichtigen kann? Warum wird nicht rund um die Uhr durchgearbeitet?

    1. Ich verstehe Ihren Ärger, gerade, weil Sie im Moment von beiden Maßnahmen betroffen sind. Eine Koordination der Baumaßnahmen findet statt, allerdings nutzt eben auch die S-Bahn (wie wir ja auch), die verkehrsärmeren Sommerferien für Bauarbeiten. Diese Maßnahmen werden dann so aufeinander abgestimmt, dass z.B. nicht alle gleichzeitig am Hauptbahnhof bauen. So verringert sich die Zahl der Betroffenen natürlich. Ich weiß, dass Ihnen das im Moment herzlich wenig hilft, aber glauben Sie mir, wir bauen kontinuierlich auf den gesperrten Haltestellen. Dabei sind es viele verschiedene Einzelmaßnahmen, die zum Teil auch aufeinander warten müssen. Die Durchfahrt an der Ritterstraße war zur Erleichterung an einem Event-Wochenende und natürlich konnte dann auf dem Bahnsteig nicht im gleichen Maß gebaut werden. Ihren Punkt zur Frühzeitigkeit der Veröffentlichung nehme ich mit und gebe ihn an den Betrieb weiter. Hier kann man ggf. noch verbessern.

  3. Hallo Frau Gängrich,
    hier ein kurzer Kommentar zu Ihrer „guten Nachricht“, weil Besonderheit.

    Heute Morgen fuhr die U1 ab Wndsbek-Gartenstadt weiter bis Barmbek und dort war Endhaltestelle – so weit, so gut.
    Doch als der Zug in Barmbek einfuhr, fuhr der (fast leere) Zug vom gegenüberliegenden Gleis Richtung Innenstadt ab, so dass eine 5-minütige Wartezeit auf dem Bahnsteig die Folge war :(.
    Wäre die U1 lediglich bis Wandsbek-Gartenstadt gefahren, hätte es diese zusätzliche Wartezeit nicht gegeben…
    Liebe Hochbahn: DAS KÖNNT IHR BESSER!!!

    Weil: ansonsten bin ich mit eurem Service mega zufrieden!

    In der Hoffnung, dass ich morgen früh eine bessere Erfahrung mache…

    Gruß

    1. Das ist tatsächlich eine Sondersituation mit zusätzlichen Zügen für Barmbek. Die normalen Abfahrtzeiten für diese kurze Zeit auf die Züge anzupassen ist sehr aufwendig, bringt im Zweifel den Folgeablauf durcheinander (dann passen z.B. Berliner Tor, Schlump oder Kelle die Anschlüsse nicht mehr) und stehen in keinem Verhältnis dazu, dass wir hier ja einen echt dichten Takt fahren. Auch wenn ich den Ärger natürlich trotzdem verstehen kann. Halten Sie durch! Die Sperrung ist bald überstanden.

  4. Hallo Pia, morgens wenn ich von Farmsen zum Berliner Tor fahre gibt es ab und an eine U1 die ohne Umstieg in Wandsbek Gartenstadt durchfährt. Inzwischen ist mir aufgefallen, dass es regelmäßig dieselben Abfahrten sind. Im Fahrplan konnte ich die aber bisher nicht entdecken. Könnte man sowas mit in der App aufnehmen, damit man als Fahrgast das auch sieht? Ich würde morgens meine Abfahrten dann auch gerne speziell mit solchen Verbindungen einplanen. Danke.

    1. Ab Fahrplanwechsel im Dezember werden auch diese Fahrten im Fahrplan ersichtlich sein. Fahren übrigens auf Minute „3“ ab Farmsen im 10 Minuten Takt ab 6:53 Uhr (glaube ich ;-)) bis wann kann ich leider nicht sagen.

  5. Feedback zu Eurem Ersatzverkehr:

    – Der SEV hat überwiegend genug Platz. Manchmal fahren selbst im Berufsverkehr praktisch leere Busse durch die Gegend. Die Kapazität passt also. Danke!
    – Informationsmitarbeiter sind immer genug da und freundlich. Super!
    – Die SEV-Strecke führt durch mehrere Straßenbaustellen der Stadt und ist deshalb trotz Sommerferien stauanfällig. Die Koordination eurer U-Bahn-Baustelle mit der Stadt scheint nicht gut funktioniert zu haben.
    – Die SEV-Haltestellen liegen – vielleicht wegen der städtischen Baustelle – oft sehr ungünstig. Die Busse fahren an den Eingängen der Bahnhöfe vorbei, halten erst hunderte Meter entfernt an der nächsten oder übernächsten Kreuzung.
    – Es wäre ein toller Service, wenn ihr die genauen Haltestellen des Ersatzverkehr online veröffentlicht.
    – Viele Fahrgäste weichen auf andere Linien aus, gerade die U3, die Schnellbusse (35/36) und die S1. Die sind deshalb zu bestimmten Zeiten sehr voll. Es wäre eine gute Sache gewesen, sich darum zu kümmern. Bei der S-Bahn rollen wie gewohnt um 8.50 Uhr die Berufsverkehrs-Züge aufs Abstellgleis. Um 9 Uhr führt das zu richtig vollen S-Bahnen. Einmal konnten Wandsbeker Chaussee nicht alle Fahrgäste am Bahnsteig mitfahren. Selbst wenn die S1 rechnerisch Platz hat: das ist die Flughafen-Linie. Da sind viele Fluggäste unterwegs. In den Sommerferien fliegen viele Hamburger in den Urlaub und fahren mit der Bahn zum Airport. Ihre großen Koffer sind im Gang oder sogar in den Sitzgruppen, weil die S-Bahn keine Gepäckablagen hat. Wo Gepäck steht, könnt ihr keine Fahrgäste mitnehmen. Dazu kommen Fahrräder. Sie nehmen knappen Platz für vier stehende Fahrgäste ein, dürfen aber laut eurer Regelung in diesen überfüllten Zügen mitfahren. Warum sperrt ihr nicht absehbar stark ausgelastete Ersatzlinien für die Radmitnahme?

    1. Zur Lage der SEV-Haltestellen gibt es eine enge Abstimmung zwischen HOCHBAHN und Stadt. Denn für die Planung sind natürlich Baustellen von großer Bedeutung, genauso wie genug Platz zum Anhalten, Abfahren und Wenden. Das muss alles genauestens geplant werden, damit es dann im Ablauf keine Schwierigkeiten gibt. Und bedeutet dann leider manchmal auch, dass es nicht direkt „vor der Tür“ zur U-Bahn ist, das stimmt. Die Idee mit dem Online-Service finde ich gar nicht schlecht und habe sie direkt mal an den Kollegen für die Fahrgastinfo weitergegeben. Da könnte man sicherlich mal drüber nachdenken.
      Zu Ihrem Punkt der Abstimmung mit anderen Verkehrsmitteln. Bei unserer U3 gibt es tatsächlich sogar Anpassungen (z.B. dass die U1 während der dritten Sperrung „zur U3 wird“ und ab Wandsbek-Gartenstadt Richtung Barmbek weiter fährt. Aber natürlich wird die U3 durch die Sperrung trotzdem voller.
      Zur S-Bahn kann ich nur sagen, dass auch die über unsere Sperrung Bescheid weiß. Anpassungen in deren Angebot können wir aber natürlich nicht einfach „bestellen“. Hierzu braucht es auch extra Züge und Kollegen, die diese fahren. Weshalb es hier keine Anpassungen gegeben hat, kann Ihnen nur die S-Bahn Hamburg beantworten. Im Austausch sind wir jedenfalls (gilt natürlich auch anders herum).

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