Titelbild Oldenfelde Sperrung März 2018

U1 Oldenfelde und Barrierefreiheit: Warum die U1 zwei Wochen gesperrt war

Aufatmen auf der U1. Ab nächsten Montag (19.3.) fährt die U1 auch wieder zwischen Farmsen und Volksdorf. Dann gehen zwei Wochen zu Ende, in denen Fahrgäste statt der U-Bahn den Ersatzverkehr mit Bussen nutzen mussten. Denn die U-Bahn konnte ihren gewohnten Weg nicht fahren. Und das aus gutem Grund (bzw. sogar aus mehreren guten Gründen).


Eine neue Haltestelle wird gebaut: U1 Oldenfelde

Einen Monat ist der Spatenstich für die neue Haltestelle  nun her. Ein Monat, in dem schon wirklich viel passiert ist. Die Baustelle wurde eingerichtet, dafür wurden ca. 600 m² Gleise aus- und wieder eingebaut, rund 300 m³ Schotter getauscht, der Bahndamm für den Rohbau der Haltestelle mit Hilfe von Stahlträgern vorbereitet und das gesamte Areal von immerhin 2000 m² Gleisanlage auf Kampfmittel sondiert.

Und auch wenn der Großteil der Bauarbeiten jetzt und auch künftig bei laufendem Betrieb erfolgen kann, so ist der Bau einer neuen Haltestelle auf einer bestehenden Strecke  keine Leichtigkeit. Denn wo sonst die U1 normal durch fährt, entsteht bis 2019 ein komplett neuer Bahnsteig.  Da wo heute „nur“ Gleise, Schwellen und Schotter sind, wird künftig ein Gebäude stehen, die U1 halten und Fahrgäste ein- und aussteigen können. Mehr sogar noch: Der Haltestellenzugang wird eine Unterführung unter den Gleisen hindurch werden. So kann künftig ganz einfach auch von einer Seite der U-Bahn auf die andere gewechselt werden.

Dafür laufen die Arbeiten auf Hochtouren. Und während viele Fahrgäste im Urlaub waren oder den Ersatzverkehr nutzen mussten, haben meine Kollegen der Bauabteilung hart geackert. Aber seht hier einfach mal selbst:

Ende April bzw. Anfang Mai startet dann auch schon der Rohbau der neuen Haltestelle. Ende 2019 wird die neue Haltestelle dann fertig sein und so aussehen:

Neben dem Neubau von Oldenfelde gibt’s auf dem Abschnitt der U1 aber auch noch eine zweite Baustelle, bei der einiges passiert. Denn weil wir den gesamten Abschnitt zwischen Farmsen und Volksdorf sowieso sperren mussten, haben wir gleich auch noch für den barrierefreien Ausbau an einer anderen Haltestelle auf der U1 all jene Bauarbeiten gemacht, die bei laufendem Betrieb nicht möglich sind. Wie ihr es von uns nämlich gewohnt seid, bündeln wir auch in dieser Sperrung wieder mehrere Maßnahmen und legen sie in die Ferienzeit , in der erfahrungsgemäß weniger Leute unterwegs sind.


Die Haltestelle Meiendorfer Weg wird barrierefrei

Die Haltestelle Meiendorfer Weg wird schon seit Herbst 2017 nach und nach barrierefrei ausgebaut. Konkret heißt das, dass hier der Bahnsteig komplett neu gebaut wird und vollerhöht wird, ein Blindenleitsystem und ein Aufzug eingebaut werden. In den letzten zwei Wochen wurde dafür der Bahnsteig komplett abgerissen und neu aufgebaut. Das geht natürlich nicht, wenn Fahrgäste den Bahnsteig nutzen und musste genau deshalb bis jetzt warten.

Zwischenzeitlich sah es auf dieser Haltestelle dann so aus:

Für die Arbeiten am Meiendorfer Weg benötigen meine Kollegen jetzt noch ein paar Tage mehr Zeit. Deshalb fährt die U1 bis zum 25.März in beiden Richtungen ohne Halt durch die Haltestelle durch. Doch dann, ganz bald, sind die Arbeiten auch hier fertig und die Haltestelle ab Herbst 2018 barrierefrei zugänglich.

Visualisierung Meiendorfer Weg

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6 Kommentare zu: U1 Oldenfelde und Barrierefreiheit: Warum die U1 zwei Wochen gesperrt war

    1. Wir haben angefangen, die Haltestelle Ritterstraße barrierefrei auszubauen. Der Großteil der Arbeiten kann bei laufendem Betrieb erfolgen. Eine kurze Sperrung von zwei Wochen wird es in den Sommerferien geben. Vom 16.7. bis 1.8. wird dafür der Abschnitt der U1 zwischen Wartenau und Wandsbek-Markt gesperrt. Davon ist dann also auch die Ritterstraße betroffen.

  1. Sehr geehrte Frau Gängrich,

    es ist immer schön, zu erfahren, warum man Behinderungen in Kauf nehmen muss. Noch schöner wäre es, wenn der Schienenersatzverkehr besser funktionieren würde. Aus Richtung Volksdorf könnte man deutlich schneller an den U-Bahnhof Farmsen kommen, wenn die Busse in Farmsen auf der nördlichen Busbucht aussteigen könnten und die Fahrzeuge erst anschließend wenden würden, um die Fahrgäste in Richtung Volksdorf an der südlichen Seite wieder einsteigen zu lassen. Der zeitraubende Umweg der Fahrzeuge über Neusurenland würde entfallen und auch die Fahrgastsröme in die Innenstadt und in Richtung Volksdorf müssten nicht beide die enge südliche Treppe nehmen.
    Am U-Bahnohof Meiendorfer Weg liegt die Haltestelle in Richtung Norden über 100 m von der Haltestelle des 24-Busses in Richtung Rahlstedt entfernt, so dass man ihn regelmäßig knapp nicht erreicht.

    1. Moin Herr Veeser, Ersatzverkehr ist natürlich nie ein Vergleich zum eigentlichen Zustand. Laufen soll er aber natürlich. Ihre Hinweise zum konkreten Fall gebe ich an den Betrieb weiter. Die können am Besten beurteilen, ob das so funktioniert, wie Sie es geschildert haben. Vielleicht kann da was optimiert werden.

  2. Vielen Dank für den Bericht über den Fortgang der Bauarbeiten,
    wozu ich noch eine Rückfrage hätte.

    Wie auf den Bildern zu den Bauarbeiten für die neue U-Bahnhaltestelle ersichtlich ist, wurde das stadtauswärtige Gleis vom nahezu Schluß der Kehranlage Farmsen bis zum eigentlichen Haltebereich „abgetragen“. Wurde/Wird in der jetzigen Bauzeit-/phase der Schwenk nach „außen“ des Stadtauswärtsgleises gen Berne, die Haltstelle erhält ja m.W. einen Mittelbahnsteig (an jener Stelle wo heute noch dasselbe Gleis verläuft) , mitberücksichtigt bzw. baulich verrichtet oder erfolgt das erst ein „anderes“ Mal?

    1. Das Verschwenken der Gleise erfolgt erst in der Sperrung im Herbst 2018. Der Bahndamm wird bis Mitte Mai erweitert, dann darauf das neue Gleis 1 verlegt. Während der Sperrung im Herbst wird dann das neue Gleis 1 angeschlossen, so dass nach der Sperrung darauf gefahren wird. In der gerade zu Ende gegangen Sperrung wurde der Verbau für die Baugrube vorgerichtet. So kann nun in der Zwischenzeit entlang der U1 gebaut werden, auch wenn diese regulär fährt.

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