Gewonnen: Das sind die Sieger von „Deine Idee für die HOCHBAHN!“

Seit letzter Woche stehen sie fest: die drei Gewinner-Ideen unseres Co-Creation-Projektes mit PHANTOMINDS. Gemeinsam hatten wir gefragt, was Ihr euch für Extra-Services für vor, während und nach der Fahrt mit der HOCHBAHN wünscht. 137 Ideen sind zusammen gekommen, eine stattliche Anzahl. Hier und heute will ich mir mal die ersten drei Plätze ansehen und ganz subjektiv „meinen Senf dazu abgeben“.

1. Mein BUTLER App – Eine App, die alles kann.

Ideengeber Christoph hat Hamburg schon als Kind mit Bus und Bahn erkundet. Auch heute ist er viel mit den Öffis unterwegs. Seine App zeigt, dass er sich vor allem einen Zeitvertreib mit Mehrwert für die Fahrt mit Bussen und Bahnen wünscht.  Christoph Mein BUTLER
Die Idee ist denkbar simpel – auf der Fahrt durch die Stadt die verschiedensten Informationen und Unterhaltungsangebote vereint in einer App. Das sind dann Tipps zum  Leben in der Stadt, Vorschläge für Ausflüge oder auch Historisches zu Gebäuden an der Strecke, auf der man fährt. Genauso könnte alles Wichtige und Wissenswerte zur HOCHBAHN über die App abgerufen werden. Von den Fahrplandaten, über Echtzeitinformationen hin zur Funktionstüchtigkeit von Fahrstühlen – alles nur einen Klick entfernt. Das Angebot der kostenlosen App ist zahlreich, aber jeder Fahrgast kann sich entsprechend seines Interesses für Inhalte entscheiden.

So finde ich die Idee: Für lange Strecken oder neu zugezogene Hamburger ist so eine App sicher eine schöne Idee. Schließlich bekomme ich Tipps und Tricks ganz bequem vom „BUTLER“ serviert (übrigens eine schöne Namensidee!). Die Schwierigkeit sehe ich in der Auswahl der notwendigen Information. Wichtig wäre ja ein gutes Gleichgewicht zwischen Information und Entertainment. Wenn ich durch eine kluge Filter-Funktion aber das für mich persönlich Spannende quasi abonnieren kann, wäre das super. Eine Fokussierung auf bestimmte Inhalte würde aber sicher unerlässlich sein.

2. Textil-Reinigungsservice – Zwei Fliegen mit einer Klappe.

Wer kennt sie nicht, die Schlange vor der Reinigung, wenn Hemden, Anzüge und Kostüme für die Arbeitswoche abgegeben oder abgeholt werden. Steffen ReinigungsserviceUnd dann fahren eben alle mit dem Auto, weil die Wäscheberge so bequemer zu transportieren sind. Gar nicht schlecht ist da die Idee von Steffen, der eine Art Service-Station für die Reinigung von Textilien vorschlägt. Auf den Haltestellen könnte eine Art Pack-Station eingebaut werden, in die man morgens auf dem Weg zur Arbeit seine dreckige Wäsche packt und sie abends auf dem Rückweg sauber wieder mitnimmt. Dafür würde die HOCHBAHN eine Kooperation mit einem Reinigungsservice schließen, deren Mitarbeiter die Wäsche regelmäßig aus den Fächern entnehmen bzw. gereinigt wieder hinein legen. Per SMS bekommt der Nutzer das jeweilige Fach zugesandt und kann die Wäsche bequem abholen.

Wie ich die Idee finde: Den Ansatz, eine Dienstleistung in die Haltestellen der HOCHBAHN zu integrieren, finde ich sehr gut. Unsere Kooperation mit Hermes folgt ja auch heute schon diesem Ansatz. Man müsste natürlich schauen, wo dafür überhaupt Platz wäre und vorher sicherlich abklären, ob der Bedarf bei unseren Fahrgästen tatsächlich besteht. Für mich, die ich in der Innenstadt arbeite, sind Reinigungen sehr gut und einfach zu erreichen. Ich erledige so etwas immer in der Mittagspause. Fernab von der City kann so ein Service aber eine echte Erleichterung sein. Die Idee mit den Automaten hat mich an eine Reinigung erinnert, die ich aus Hamburg kenne. Die haben schon heute Automaten, in die ich meine Wäsche auch außerhalb der Öffnungszeiten werfen kann:

 

3. Lebensmittel-Packstation – Einkaufen liegt auf dem Weg

Alex‘ Idee folgt dem gleichen Prinzip wie die Reinigungsidee von Steffen. An stark genutzten Haltestellen werden Packstationen aufgestellt, in die man sich Lebensmittel liefern lassen kann. Dafür müsste mit Lieferdiensten von z.B. Supermärkten kooperiert werden. Nach dem Aussteigen könnte so der Einkauf eingetütet werden, ohne dass man noch mal in den Supermarkt gehen muss. Alex Lebensmittel PackstationSo spart man sich die Nerven im vollen Supermarkt nach Feierabend. Der Kunde bestellt online und gibt den Liefertermin an. Porto und Mindestbestellwert sollen bei dieser Bestellform entfallen, wenn sie z.B. exklusiv den Abo-Kunden des HVV angeboten werden. Die Bestellung erfolgt über eine eigens entwickelte App. Für Kunden von HVV und Packstation könnte eine Art Bonusprogramm ins Leben gerufen werden, um einen zusätzlichen Mehrwert zu schaffen. Dass so etwas geht, zeigt ein Beispiel aus Fürstenfeldbruck in der Nähe von München. Da testet eine Supermarktkette die Abholung über eine solche Packstation.

So finde ich die Idee: Für Einkaufsmuffel wohl die perfekte Lösung. Wenn allerdings der ganz allgemeine Lieferdienst für Lebensmittel sowieso auf dem Vormarsch ist, würde ich es mir dann sogar noch einfach machen und mir die Bestellung direkt nach Hause liefern lassen. Für diejenigen, die aber z.B. nie zuhause sind, wenn der Paketdienst kommt, ist eine Lebensmittel-Packstation gar nicht so verkehrt. Mir stellt sich da nur noch die Frage danach, wie sichergestellt wird, dass alles frisch bleibt. Sind das dann isolierte Stationen? Und was passiert, wenn jemand seine Einkäufe nicht abholt und etwas anfängt zu faulen? Unlösbar sind diese Punkte aber sicher nicht. Auch finde ich interessant, welche Kooperationspartner man für so etwa gewinnen könnte. Dass es daran aber Interesse gibt, zeigen ja auch Beispiele wie die Kochtüte an der Haltestelle Hoheluftbrücke. Hier kann man sich schon jetzt Lebensmittel mit dem passenden Rezept direkt an der U-Bahn kaufen.

Und was nun? Ist ja schön, dass wir die Gewinner-Ideen hier jetzt vorgestellt haben, denkt vermutlich manch einer. Hinter den Kulissen geht es nun aber mit den Ideen (übrigens allen 137 eingereichten Vorschlägen) weiter. Hier gucken sich die Kollegen aus dem Projekt alle Ideen genau an. Es wird also geguckt, welche man komplett, welche vielleicht teilweise und welche man in abgewandelter Form umsetzen kann. Erst dann kann es überhaupt an die technischen Details gehen. Und wer weiß, vielleicht gibt es dann bald eine HOCHBAHN-App oder aber eine Reinigungs- bzw. Lebensmittelpackstation in unseren Haltestellen.



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