So kommt ihr während der U3-Sperrung trotzdem an den Hafenrand

Der U-Bahn-Haltestelle Landungsbrücken steht eine lange Zeit ohne Fahrgäste bevor. Für den barrierefreien Ausbau und die Sanierung der über 100 Jahre alten Haltestelle muss hier der Abschnitt zwischen St. Pauli und Baumwall gesperrt werden. Vom 20. Mai bis zum 8. September kommt ihr mit unserer U-Bahn also nicht an die Landungsbrücken.

Trotz der großen Einschränkung habt ihr ein paar gute Möglichkeiten, an die Landungsbrücken und den Hafenrand zu kommen. Hier für euch unsere Tipps nach Himmelsrichtungen sortiert.


Aus dem Norden:

Ihr kommt mit der U1 aus Norderstedt oder mit der U2 aus Niendorf und steigt normalerweise an der Kellinghusenstraße oder am Schlump in die U3, um von dort zum Hafen zu kommen? Während der Sperrung gibt es eine gute Alternative: Fahrt mit beiden Linien bis zum Jungfernstieg und wechselt hier erst in die U3. Das geht am einfachsten über die Verbindung zum Rathaus (Passage der Städtepartnerschaften).

Von hier kommt ihr mit der U3 quasi „anders herum“ zum Rödingsmarkt oder Baumwall. Wer zu den Landungsbrücken muss, der fährt einfach ab Jungfernstieg mit der S-Bahn. Zugegeben, nicht so bequem wie normalerweise, aber dafür ohne viel Zeitverlust.


Aus dem Osten:

Wenn ihr mit der U3 aus dem Osten Hamburgs kommt, dann kommt ihr ohne Probleme bis Baumwall. Von hier aus könnt ihr den 111er-Bus zu den Landungsbrücken nehmen. Alternativ steigt ihr wieder am Rathaus/Jungfernstieg oder schon am Hauptbahnhof in die S1, S2 oder S3 bis Landungsbrücken. Für alle, die mit der U2 oder U1 kommen, gilt das Gleiche: Wechselt am Hauptbahnhof oder Jungfernstieg in die S-Bahn zu den Landungsbrücken.


Aus dem Süden:

Für alle, die aus dem Süden Hamburgs kommen, gilt: bleibt in der S3 sitzen und fahrt so zu den Landungsbrücken. Für alle, denen es sonst egal ist: Achtung, die S31 fährt über Dammtor und nicht durch den Citytunnel zu den Landungsbrücken. Wer „nur“ zum Baumwall möchte, der steigt am Hauptbahnhof oder Jungfernstieg/Rathaus von der S-Bahn in die U3 um und kommt so wie sonst auch an den Hafenrand.


Aus dem Westen:

Je nachdem, wo genau ihr hinwollt, betrifft euch die Sperrung ggf. nur gering. Mit der S1, S2 oder S3 kommt ihr nach wie vor zu den Landungsbrücken. Wer hier aber normalerweise in die U3 umsteigt (um zum Baumwall oder Rödingsmarkt zu kommen), kann entweder den 111er Bus zum Baumwall nutzen oder bis zur Stadthausbrücke weiterfahren. Von hier ist es nur ein kleiner Fußweg zur U3-Haltestelle Rödingsmarkt. Wer das nicht möchte, kann wieder bis zum Jungfernstieg fahren und durch die Passage der Städtepartnerschaften zur U3 wechseln und vom Rathaus bis zum Baumwall regulär fahren.


Landungsbrücken Fahrempfehlungen


Durchfahrt Landungsbrücken bis 13. Oktober

Eine Besonderheit gibt es zum Ende der Sperrung: Die Haltestelle Landungsbrücken wird bis voraussichtlich 13. Oktober in beide Richtungen ohne Halt durchfahren. Für alle, die die Landungsbrücken nur passieren ist ab dann der Normalzustand wieder erreicht. Für alle anderen gelten dann noch die Fahrempfehlungen von oben.


Achtung, zeitgleich Arbeiten an den Aufzügen der S-Bahn am Hauptbahnhof

Für alle, die die S-Bahnen nutzen und auf die Aufzüge angewiesen sind: Ab 20. Mai erneuert die S-Bahn ihre Aufzüge auf den Gleisen 3/4 und 1/2 am Hauptbahnhof. Alle Infos dazu (und zu deren Empfehlungen zum barrierefreien Ausstieg) findet ihr hier im Magazin.

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22 Kommentare zu: So kommt ihr während der U3-Sperrung trotzdem an den Hafenrand

  1. Hallo,
    Also da wo ich frueher 15mn mit der Bahn U3 (Landungsbruecken bis Eppendorfer Baum) gebraucht hatte, brauche ich jetzt ueber das dreifacher !! Und von wegen kleiner fuss weg. Machen Sie das mit n Koffer und gehproblem und das bis September und dann geht es weiter mit den Landungsbruecken!!! Unverschämt. Kein Busersatz! Und warum denn nicht? Die Landungsbruecken sind schon eine riesen Baustelle. Die alternativ Bus 112 von St Pauli bis Landungsbruecken 20.mn warte Zeit, dann landen sie am A… Der Welt und muessen sie sich ein fuss Weg noch dazu legen bis sie an den Landungsbruecken ankommen. Fazit heute :50 mn statt 15 mn um nach Hause zu fahren. Es ist kein Kundenservice und ist meine Abonnement bei der HHH nicht gerecht. Ich war nicht die einzige Kundin, die sauer war…

    1. Die Bauarbeiten an den Landungsbrücken sind eine wirklich große Herausforderung. Wie Sie selbst schreiben, ist es schon für die Linienbusse schwer, durch die engen Straßen, die nun noch durch die Baustelle zusätzlich verengt werden, durchzukommen. Der Ersatzverkehr würde dort auch mittendrin stehen. Es war deshalb ein hartes Ringen, sich dagegen zu entscheiden – gerade auch, weil es mit der S-Bahn eine gute Möglichkeit gibt, trotzdem an die Landungsbrücken zu kommen. Ich verstehe, dass Ihnen das wenig hilft, weil Sie nun genau dorthin müssen. Ich kann Ihnen nur empfehlen, die Fahralternativen mit der S-Bahn auszuprobieren, wenn die Alternative mit dem 112er für Sie nicht in Frage kommt. Mit dem Bus könnten Sie dann zunächst zum Klosterstern fahren, von hier mit der U1 zum Jungfernstieg und von dort mit der S-Bahn zu den Landungsbrücken.

  2. Hallo, ich wurde über den Ticker über die Sperrung zwar informiert, hab sie aber nicht richtig verstanden. Für mich klang das so, als wenn Landungsbrücken zwar gesperrt ist, die Bahn aber durch fährt. Mir wurde freundlich weiter geholfen, aber vielleicht bin ich nicht der einzige, der die Ankündigung falsch verstanden hat – sie ist ein wenig doppeldeutig – und ihr wollt vielleicht noch eine Klärung hinterher schicken. Beste Grüße

  3. Ich kann Euch gar nicht sagen wie ich mich schon auf den Schlagermove freue. Hier zeigt sich die Hochbahn schon unter normalen Verhältnissen vollkommen überfordert:
    https://www.youtube.com/watch?v=fXk57jBo2WU
    Ich sehr es schon geistig vor mir, wie der HVV den Bahnersatzverkehr mit Bussen um zwei gecharterte Reisebusse aufstockt, um dann 300000 Leute durch einen chaotischen Stau nach ST Pauli zu manövrieren. Hossa, das wird ein Spass.

      1. Vielen Dank für die Antwort. Das Problem wird nicht die Erreichbarkeit sondern die Kapazität sein. Beim Schlagermove ist es bisher, unter Auferbringung aller Kapazitäten und Sonderzügen, so gerade eben gelungen die Situation zu meistern. Wenn jetzt eine ganze Linie wegfällt werden die verbleibenden Züge das nicht schaffen. Davor graut mir ehrlich gesagt etwas.

  4. Die Sperrungen sind doch rechtzeitig angekündigt. Jeder kann sich auf die nun entstehenden Umbequemlichkeiten (mehr ist es nicht!!!!) einstellen. Eine funktionierende Infrastruktur muss auf dem Stand gehalten werden und barrierefreier Zugang ist in Zeiten einer älter werdenden Gesellschaft unabdingbar. Punkt.
    Ja, ich bin auch betroffen, von mo-fr. Was soll´s. Spätestens in 2020 ist wieder alles frisch und neu. Danke Hochbahn, dass ihr eure Anlagen weitgehend in Schuß haltet.
    …und Pia, danke für ihre Geduld mit den Meckerbüddels!

    1. Hallo Wandsbek81,

      ich dachte erst, dass das ein cooler Beitrag von Ihnen ist. Dann las ich „Punkt“. Das ist keine Einladung zu einem Austausch. Sorry!

      Beste Grüße dennoch und mehr denn je!

    1. Nehmen Sie dafür am Besten die S-Bahn bis Reeperbahn. Von da ist es noch ein kleines Stück zu Fuß. Oder Sie nehmen den Bus Nummer 17. Der fährt von Hbf/Mönckebergstraße bis U3 St.Pauli.

  5. Sehr geehrte Damen und Herren von der Hochbahn,
    liebe Pia Gängrich,

    ich habe gerade den aktuellen Newsletter des HVV gelesen. Da steht, dass die ÖPNV-Kunden auch während der U3-Sperrung „bequem und schnell“ an Ihr Ziel kommen. Das finde ich eine interessante Formulierung. Denn wie ist es, wenn keine Sperrung ist? „Mega bequem und hyper schnell“? Mit Verlaub: Die gleichzeitigen Arbeiten auf den Linien U1 und U3 über einen sehr langen Zeitraum führen zu einer ganz erheblichen Einschränkung der Mobilität Hundertausender Menschen. Ich verstehe, dass Haltestellen barrierefrei umgebaut werden müssen. Und ich verstehe auch, dass das lange dauert. Mit Ihrer Alles-gar-nicht-so-schlimm-klappt-schon-Rhetorik, die Sie gerade multichannel-mäßig verbreiten, auch hier in diesem Blog, sorgen Sie bei mir als zahlendem Kunden jedoch für großen Verdruss. Ich fühle mich von Ihnen nicht ernst genommen.

    Mit freundlichen Grüßen

    1. Danke für das offene Feedback. Dass Sie sich von uns nicht ernst genommen fühlen, ist nicht unsere Absicht (auch nicht meine hier im Blog). Ich nehme den Hinweis aber mal mit und diskutiere mit den Kollegen, ob wir an den Formulierungen arbeiten können. Die Intention dahinter ist eigentlich grundsätzlich diese: Wir wissen, dass diese Baustellen Ihnen als Fahrgästen ordentlich Umstände machen. Wir wollen Ihnen aber aufzeigen, wie Sie mit möglichst wenig Verzögerung und Umständen trotzdem an Ihr Ziel kommen. Dafür die Empfehlungen. Ich bin aber bei Ihnen, dass eine Formulierung dabei durchaus einen falschen Effekt erzielen kann. Nehme ich mit!

  6. Tolle Idee, besonders weil die U1 zwischen Langenhorn Markt und Ohlsdorf auch für mehrere Wochen gesperrt ist! U3 ohne Bus -Ersatzverkehr ist ja wohl auch ein Witz, wie sollen denn ganze U-Bahn Ladungen von Menschen mit dem normalen Linienverkehr weiterkommen?

  7. Hallo zusammen,

    vielen Dank für die Tipps. Die U1 aus dem Norden ist auch bald gesperrt, zwischen Langenhorn Markt und Ohlsdorf, für viele Wochen. Insofern ist der Hinweis nur mit sehr starken Einschränkungen gültig.

    Gute Fahrt!

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