Titelbild Rolltreppen der HOCHBAHN

5 Fakten, die du über Rolltreppen der HOCHBAHN wissen musst

Fahrtreppen – oder wie sie im allgemeinen Sprachgebrauch eher genannt werden – Rolltreppen sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Vor 125 Jahren ging die weltweit erste Rolltreppe in Betrieb. Und hielt seitdem Einzug in Kaufhäuser, öffentliche Einrichtungen und eben auch unsere U-Bahn.

Zum Jubiläum ist es Zeit für eine Portion „unnützes Wissen“, mit der du beim nächsten Gespräch richtig punkten kannst.


Fakt #1: Die HOCHBAHN hatte die erste Fahrtreppe im öffentlichen Raum Hamburgs.

In New York ging am 16. Januar 1893 die weltweit erste Rolltreppe in Betrieb. Mittlerweile gibt es sie auf dem gesamten Globus. 35.600 Rolltreppen gibt es allein in Deutschland und immerhin 205 bei uns auf den U-Bahn-Haltestellen. Unsere allererste Rolltreppe wurde 1934 an der Haltestelle Jungfernstieg eingebaut – gleichzeitig die allererste Rolltreppe im öffentlichen Raum der Hansestadt.

U-Bahn Jungfernstieg erste Rolltreppe


Fakt #2: Die längste Rolltreppe ist an der Haltestelle Messehallen.

Am Ausgang zum Gericht an der U2-Haltestelle Messehallen könnt ihr auf unserer längsten Rolltreppe nach oben oder unten fahren. Hier ist die mit 43,7 Metern längste Rolltreppe in unserem Netz, die dabei eine Höhe von knapp 21 Metern überwindet. Zum Vergleich: die kürzeste Fahrtreppe an der U Klosterstern überwindet nur eine Höhe von 2,83 Metern.
Übrigens ist unsere Rolltreppe an den Messehallen im internationalen Vergleich weit abgeschlagen. In der St. Petersburger U-Bahn gibt es die längste Rolltreppe der Welt mit 137 Metern Länge, die in die 86 Meter tiefe Haltestelle Admiralteyskaya hinab führt und dabei eine Höhe von 68,5 Metern überwindet.

Rolltreppe U-Bahn Messehallen


Fakt #3: Die neuesten Rolltreppen der HOCHBAHN haben den besten Ausblick – den Hafen.

An den Elbbrücken sind gerade unsere jüngsten Fahrtreppen in die neue Haltestelle eingehoben worden. Hier werden sie künftig den Zugang zu den Bahnsteigen noch einfacher machen. Insgesamt gibt es dort dann zwei kleine (je 8 Meter) und zwei große (je ca. 12,5 Meter) Rolltreppen.

Rolltreppe U-Bahn Elbbrücken


Fakt #4: Unsere Rolltreppen fallen fast nie aus.

Letztes Jahr hatten unsere Fahrtreppen eine Verfügbarkeit von knapp 97%. Das heißt also, dass der Großteil ohne größere Probleme oder Störungen läuft. Das liegt auch daran, dass unsere mobilen Dienste jede Haltestelle zweimal täglich überprüfen und jede nicht-funktionierende Fahrtreppe melden. Das kannst du als Fahrgast übrigens auch – über unsere Infosäulen oder die Info-Hotline 19449.


Fakt #5: Für unsere Rolltreppen gibt es sogar Fernüberwachung.

An der niedrigen Ausfallquote hat aber auch noch etwas anderes Anteil. Unsere Fahrtreppen werden nämlich fernüberwacht und geben Betriebsmeldungen (z.B. Wechselbetrieb, Treppe läuft), Betriebsdaten (z.B. Anzahl Fahrten) und Störungen (z.B. Handlauf oder Fehlstufen) automatisch ab. So kann im akuten Fall schnell reagiert werden. Für alles andere gibt’s die Wartung, die ich euch hier in einem älteren Blogbeitrag ja schon mal erklärt habe .

 

 

 

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11 Kommentare zu: 5 Fakten, die du über Rolltreppen der HOCHBAHN wissen musst

  1. Das Schild „Nicht stehen bleiben!“ welches schon bei der ersten Rolltreppe in Hamburg am Jfs installiert war, sollte wieder flächendeckend installiert werden. Oder alternativ wären überall die „Rechts stehen, links gehen“ Aufkleber wünschenswert.
    Nicht umsonst heißen sie Roll-/FahrTREPPE.
    Auf diese Weise ließe sich vieles in Hamburg beschleunigen.

  2. „Unsere Fahrtreppen werden nämlich fernüberwacht und geben […] Störungen (z.B. Handlauf oder Fehlstufen) automatisch ab.“

    Wie oft kommt es denn so vor, das plötzlich Stufen in der Fahrtreppe fehlen? Und wo sind sie dann hin?
    Wäre diese Art der Fernüberwachung nicht auch bei festen Treppen sinnvoll? Ich meine sicher ist sicher 🤭

    1. Für bestimmte Arbeiten müssen Stufen ausgebaut und getauscht werden und bei einem längeren Stufenband kann man schon einmal den Überblick verlieren, insbesondere wenn die Fehlstufe sich gerade im Rücklauf (unten) befindet. Bevor dieses „Loch“ in den Fahrgastbereich käme, springt die Sicherheitseinrichtung an. Heißt: eine fehlende Stufe kommt überhaupt nicht auf die Fahrgastseite. Durch Überlastung gibt es z.B. auch die Möglichkeit eines Stufen- oder Achsbruchs. Damit hier keine Personen- oder Technikfolgeschäden auftreten, gibt es weitere Sicherheitseinrichtungen wie z.B. den Stufenabsenkschalter.

      1. Danke für die Erklärung, doch bezweifle ich sehr stark, dass eine Checkliste von dem jeweiligen Handwerker nicht vorsieht die Stufen „einmal Rum zu fahren“.
        Und solch eine Stufe sollte man eigentlich auch bemerken, falls sie neben der Fahrtreppe rumliegt weil man sie vergessen hat einzubauen.
        Das wäre als ob ein Auto ein Sicherungsystem hat das feststellt, dass ein Rad fehlt, weil es sonst noch niemanden aufgefallen ist.

  3. Warum wird der Wechselbetrieb der Rolltreppen an den Stationen immer wieder mal ein- und dann wieder tagelang ausgeschaltet? So z.B. Hagenbecks Tierpark und Niendorf Markt. Auch fehlt die Angabe “Warten“ wie z.B. in Köln, wenn die Rolltreppe noch in die andere Richtung läuft. Da sieht man dann immer Fahrgäste, die auf die Leuchtsymbole drücken oder hauen, weil sie glauben, dies sei ein Schalter.

    1. Der Wechselbetrieb kann mit einem Schaltprogramm versehen werden, damit sich die Fahrtreppe entsprechend der Hauptfahrgastströme bewegt (z.B. morgens abwärts, mittags Wechselbetrieb, nachmittags aufwärts und den Rest wieder Wechselbetrieb. Bei einer technischen Störung der Überwachungseinrichtung ist es möglich, die Fahrtreppe in Dauerbetrieb (in eine Richtung) zu schalten, um bis zur Reparatur wenigstens diese Richtung bedienen zu können.
      Wir vertrauen da auch auf unserer Fahrgäste, die das auch an anderen Stellen sehr schnell gelernt haben, dass man gelegentlich warten muss bis die Fahrtreppe leer ist und dann durch die Lichtschranke zur Fahrtrichtungsumkehr gehen. Die ganz Eiligen gibt es natürlich immer aber das „drücken und hauen“ hilft ja nicht.

  4. 1. Für die Aufzüge gibt es auf der HVV-Homepage eine aktuelle Verfügbarkeitsübersicht (toller Service!). Wäre das auch für die Rolltreppen möglich? Das ist insbesondere für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste interessant, wenn zeitgleich der Aufzug nicht funktioniert.

    2. Bei Erneuerungen von Rolltreppen werden diese ggf. neu mit Wechselbetrieb ausgestattet. Wird das dann im Haltestellenplan auf der Webseite geändert? Für Niendorf Markt (Ausgang Nord) erscheint beim Piktogramm z. B. unverändert nur der Pfeil nach oben. Für Lattenkamp ist das korrekte Symbol dargestellt, allerdings weiß ich nicht, ob der Wechselbetrieb neu ist.

  5. Guten Morgen,

    Ist nicht die längste Fahrtreppe an der Haltestelle Überseequartier? Ausgang Unileverpark. Die müsste etwas länger sein, als die Fahrtreppe an der Haltestelle Messehallen. Die müsste etwa 0,5 M länger sein. Das hat mir Herr Kreienbohm vor langer Zeit gesagt.

    Ich kann mich aber auch Irren.

    Schönen Tag euch allen !!

  6. Gerade die Rolltreppe Messehallen hoch zum Sievekingplatz ist gern mal gestört. Wäre schön wenn man im Falle eines Stillstandes der einen Aufwärtstreppe die andere „feste Treppe“ zur Aufwärtsfahrt startet. Nicht jeder Otto-Normal-Rolltreppennutzer schafft es morgens um halb 7 die Stufen problemlos zu erklimmen.

    Zudem wird diese Rolltreppe auch gern von Rauchern mitbraucht. Von der Bahn auf die Rolltreppe, da erstmal eine Zigarette anstecken. Obwohl bis zur Oberfläche Nichtraucherzone. Solltet da öfter man eine Zugangskontrolle durchführen und dabei auch die Raucher abzetteln

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