Aprilscherz: Mehr Schutz vor Schmutz: Testlauf für mehr Sauberkeit in U-Bahnen

Einige haben es längst geahnt: Mit diesem Thema haben wir uns mit euch einen kleinen Spaß erlaubt 😉

Unser gestern veröffentlichter Beitrag war nur ein Aprilscherz. Das Thema Sauberkeit nehmen wir aber natürlich sehr ernst und stellen dafür – auch ohne Überzieher – einiges auf die Beine!


Erinnert ihr euch noch an die Platzampel? Die Idee einer Farbanzeige, mit der man erkennen kann, wie voll eine U-Bahn ist und die wir nach einem Live-Test schließlich doch verworfen haben?

Prototyping nannte sich dieses Vorgehen (habe ich euch hier auch schon einmal erklärt), bei dem wir Ideen für neue Services mit Hilfe von euch Fahrgästen frühzeitig live testen, um zu schauen, ob eine praktische Umsetzung sinnvoll ist.

Das Team von damals hat nun eine neue Idee. Dieses Mal geht es ums Thema Sauberkeit in unseren U-Bahnen.


Worum es geht 

Unsere U-Bahnen sind sicherlich auch heute schon relativ sauber. Aber natürlich geht alles immer noch besser, denn schmutzig wird es trotzdem mal. Vor allem bei schlechtem Wetter (wer kennt es in Hamburg nicht) oder im Winter ist es in den Zügen immer viel schmutziger als z.B. im Sommer. Das ist nicht nur für uns Fahrgäste ärgerlich, sondern bedeutet natürlich auch, dass wir mehr Aufwand beim Reinigen der Züge brauchen – logisch.

Und genau diesen Umstand hat sich eines unsere agilen Teams jetzt angesehen und sich an die Suche nach einer Lösung gemacht, wie man die Sauberkeit in unseren Zügen noch weiter erhöhen kann und gleichzeitig den Aufwand der Reinigung verringert.


Die erste Idee

Wichtig beim Prototyping ist ja, dass wir schnell Ideen generieren, schnell testen und dann entscheiden, ob das eine Lösung ist, oder man diese Idee verwerfen sollte. Die erste Idee ist deshalb auf den ersten Blick vielleicht auch gar nicht so besonders. Überziehschuhe, wie man sie aus dem Krankenhaus oder aus manchen Museen kennt, sollen die Lösung bringen. Denn: vor allem mit unseren Schuhen tragen wir den Schmutz in die U-Bahnen. Es liegt also nahe, diese „Schmutzquelle“ anzupacken.

Deshalb testen wir jetzt an einigen Haltestellen in der Innenstadt diese blauen Überzieher, die ihr euch an Spendern auf den Haltestellen kostenlos holen könnt. Die sind aus kompostierbarem Plastik und somit recycelbar, was uns besonders wichtig ist.


Handwerker Überziehschuhe U-Bahn


Nun gilt es aber vor allem auch zu schauen, wie praktikabel das Ganze ist:

  • Wie belastbar ist das Material?
  • Wie viele Überzieher braucht es pro Haltestelle?
  • Lassen sich Fahrgäste überhaupt darauf ein?
  • Und brauchen wir vielleicht jeweils ein anderes Modell für Abonnenten und Gelegenheitsfahrer?

Um diese Fragen zu beantworten, läuft jetzt zwei Wochen lang der Test. Kollegen begleiten diesen, machen Beobachtungen und befragen auch Fahrgäste.

Mitte April werden wir also ein erstes Ergebnis haben und entscheiden können, wie es bei diesem Thema weiter geht.


Was meint ihr? Hat die Idee Potenzial? Oder fallen euch selbst andere Lösungen ein, um unsere U-Bahnen sauberer zu machen?

 

 

 

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7 Kommentare zu: Aprilscherz: Mehr Schutz vor Schmutz: Testlauf für mehr Sauberkeit in U-Bahnen

  1. Einwegüberzieher bei der Hochbahn

    Wenn jetzt überall das genutzt wird dann haben wir davon aber Übelst viel an neuer Müll Produktion, aus was werden hergestellt recht sich das überhaubt (vergesst nicht die Umwelt) nicht alle mitmachen und Grade die richtig dreckigen Schuhe werden auf Sitze gelegt

    Es würde mehr was bringen wenn es automatische reinigungsstationen bei jedem Eingang gibt das da jeder durch muss bahn und Haltestelle sauber Grade wegen überall Pfitzen / Schnee, oder nur Sandwege gibt wodurch dann zu Verunreinigungen kommt
    Und positiver neben Effekt man freut sich das denn sauber sind und vielleicht nicht wieder so dreckig sind bis man den Fußweg nach hause bzw. BUS ! zurück gelegt hat.

    Mit freundlichen grüßen
    D44 Meyn

  2. Bei den Mülleimern im Zug hat es bekanntlich gut geklappt: Einfach Mülleimer ersatzlos entfernen, dann ist die Schmutzquelle weg und alles viel sauberer.

    Unsere Idee:

    Wir denken den Erfolg der Mülleimerentfernung im DT4 konsequent weiter. Durch Entfernen von Sitzen und Fußböden aus den Zügen kann die Hochbahn ihre größten Verschmutzungsmagneten loswerden. Damit sinkt der Reinigungsaufwand enorm. Wir konzentrieren stattdessen Sitze und Fußböden an die Haltestellen, wo eine viel effizientere, kostengünstigere und schnellere Reinigung möglich ist. So helfen wir der Hochbahn, durch innovatives Handeln bei geringeren Kosten eine höheren Zufriedenheitswert unter relevanten Stakeholdern zu erreichen. Weiterhin ermöglicht das am Bahnsteig vorhandene kostenlose WLAN im ASAP durchgeführten nächsten Schritt eine Digitalisierung der Reinigung mit Blockchain-Technologie in der Cloud. Die Hochverfügbarkeitslösung „clean2.0“ entfernt Verschmutzung, bevor sie entsteht. Eine Vollbit-Verschlüsselung garantiert dabei DSGVO-konformen Datenschutz auch bei grobem Schmutz und damit die Einhaltung aller relevanten Compliance-Regelungen.

    Bei Fragen stehen wir gern jederzeit per Fax zu Ihrer Verfügung.

  3. Hallo Ihr lieben,
    ich hätte noch einen dringenden Verbesserungsvorschlag. Nur blaue Schuhe ist gendermäßig nicht korrekt. Überall gibt es m/w/d-Versionen. Ich möchte mein persönliches Schuhexemplar unbedingt in rosa mit glitzereffekt. (reicht auch nothalls im nächsten Jahr). d könnte vielleicht in lila, grau, schwarz oder weiß sein?
    Aber ansonsten bin ich über den Vorschlag begeistert. Er hat mit ein schönes breites Grinsen in der morgentlichen U-Bahn in´s Gesicht gemalt.

    Ich freue mich schon auf das nächste Jahr.

  4. Das Ganze hat meiner Meinung nach mehrere Haken:
    1. Kann nur funktionieren, wenn fast alle mitmachen. Wenn nicht, dann sind die Wagen vielleicht nicht ganz so schmutzig, aber trotzdem nicht sauber. Müssen also trotzdem gereinigt werden.
    2. Wenn das Wetter schlecht ist, dann hole ich mir die Überzieher an der Station, an der ich einsteige. Das können je nach Station mal 10000 Stück/Tag sein.
    3. Wo schweißen die Fahrgäste denn die gebrauchten Überzieher hin ? Genau – in wahrscheinlich aufzustellende Müllbehälter an den Stationsausgängen.
    Oder auf den Bahnsteig oder auf den Gehweg in der Nähe der Ausgänge.
    4. Das TOTSCHLAGARGUMENT DAGEGEN: Plastiktüten werden NICHT kompostiert. Es gab gerade vor ein paar Tagen einen Bericht über die Kompostierungsanlage der Stadtreinigung im NDR. Da diese logischerweise nicht zwischen kompostierbarem und normalem Plastik unterscheiden kann, wird alles, was wie Plastik aussieht, auch aussortiert.

    Insgesamt ein Klassebeitrag zur Müllvermeidung !

    1. Für genau diese Punkte gibt es unseren Testlauf. Da schauen sich die Kolleginnen und Kollegen nun gemeinsam mit Fahrgästen an, was praktikabel ist und was nicht. Was geht besser? Gibt es vielleicht sogar noch bessere Lösungen für das Ursprungsproblem als Überzieher. Wir bleiben dran und berichten von den Ergebnissen!

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