Temperatur in Bus und U-Bahn: Die Sache mit der (Wohlfühl-)Temperatur

Wo es jetzt draußen immer kälter und ungemütlicher wird, kennt wohl jeder das wohlige Gefühl, wenn man in den warmen Bus oder die geheizte U-Bahn einsteigt. Manchmal passiert es aber, dass es drinnen gar nicht mal so viel wärmer ist als draußen.
Was ich mich schon oft gefragt habe (und viele unserer Twitter-User auch): Wie kommt es eigentlich, dass es in manchen Bussen und U-Bahnen lauschig warm, manchmal sogar zu warm und in anderen total kalt ist? Kann der Fahrer die Heizung nicht einfach selbst an- oder ausstellen?

Die EINE Wohlfühltemperatur für alle gibt’s ja leider nicht. Was für den einen warm und genau richtig ist, ist für den anderen viel zu heiß oder gar noch zu kalt. Für unsere Busse und U-Bahnen eine Temperatur zu finden, die für den Großteil aller Fahrgäste angenehm ist, ist also eine echt verzwickte Angelegenheit.

Deswegen orientiert sich die HOCHBAHN bei den Temperaturen für ihre Busse und U-Bahnen an der Durchschnittstemperatur, die auch für die meisten Einkaufszentren, Krankenhäuser oder Klassenzimmer als Norm gilt.
Um diese dann in allen Fahrzeugen gleich zu halten, kann der Fahrer oder die Fahrerin weder beim Bus noch bei der U-Bahn die Heizungen selbst steuern. Stattdessen wird die Temperatur voreingestellt.

Beim Bus

In allen unseren Bussen versuchen wir, immer eine Temperatur von 22° zu halten. Das heißt, dass die Klimaanlage im Sommer auf eben diese Temperatur kühlt und im Winter die Heizung das Fahrzeug entsprechend aufheizt. Da kommt es aber natürlich auch vor, dass einem die 22° „drinnen“ viel viel wärmer (im Winter) oder aber kälter (im Sommer) vorkommen, als „draußen“.
Die mitunter starken Temperaturunterschiede von „drinnen“ und „draußen“ sind ein wichtiges Thema, an dem unsere Kollegen gerade arbeiten. In der Regel ist es nämlich so, dass nur 3°- 4° Unterschied zur Außentemperatur ausreichen, damit es schon als angenehm wärmer oder kühler empfunden wird. Damit die Unterschiede also zukünftig nicht mehr so stark ausfallen, testen wir gerade eine Regulierung, die von der tatsächlichen Außentemperatur abhängig ist.
Natürlich nimmt auch das häufige Öffnen der Türen seinen Einfluss auf die Temperatur im Bus. Da lässt es sich leider nicht vermeiden, dass es an kalten Tagen auch im Bus mal kühler wird.

Bei der U-Bahn

Bei den U-Bahnen ist es im Vergleich zu den Bussen ein wenig komplizierter. Hier ist die Regulierung der Temperatur vor allem vom Fahrzeugtyp abhängig.
Die Heizung der älteren U-Bahnen (DT2 und DT3) wird ganz einfach einmal im Herbst ein- und erst im Frühjahr wieder ausgeschaltet. Interessant ist vor allem, dass die Heizung über die Bremsen gespeist wird. Die beim Bremsen entstandene Energie wird also u.a. zum Heizen genutzt. U-Bahnen sind also auch schon seit 50 Jahren sehr umweltbewusst.
Die neueren U-Bahnen (DT4 und DT5) werden dagegen ganz automatisch geregelt. Beim DT4 macht das ein Thermostat und beim DT5 gibt es Klimageräte, die die anfallende Wärme der Antriebsmotoren nutzen. Nur wenn diese Energie nicht ausreicht, wird eine elektrische Zusatzheizung eingeschaltet.
Natürlich kann es auch hier, vor allem an den oberirdischen Haltestellen, durch offene Türen dazu kommen, dass sich ein Wagen abkühlt. Also auch hier am Besten die Türen von Hand schließen. Das geht ganz leicht, durch den Knopf neben der Tür.   

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Warum kommt es mir trotzdem immer so warm/kalt vor? 

Gerade im Winter ist man mit Jacke, Pullover, Schal und Mütze ganz besonders dick eingepackt. Entsprechend warm wird es dann natürlich in voller Montur in einer warmen U-Bahn oder im warmen Bus. Vor allem aber geben wir Menschen von selbst schon so viel Wärme ab, dass auch das die Temperatur tatsächlich merklich erhöhen kann. In einer leeren U-Bahn ist es dagegen wieder viel kühler, weil die Menschen als „Heizfaktor“ fehlen.

Sie sehen also, das mit der Temperatur in der U-Bahn ist eine ganz schön schwierige Angelegenheit. Manchmal geht eine Heizung kaputt, manchmal funktioniert sie nicht ganz richtig. Unsere Kolleginnen und Kollegen tun aber immer ihr Möglichstes, um es so angenehm wie möglich zu temperieren. Und natürlich hat auch einer davon selbst schon mal in der U-Bahn gestanden und ziemlich dolle geschwitzt oder gefroren.

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26 Kommentare zu: Temperatur in Bus und U-Bahn: Die Sache mit der (Wohlfühl-)Temperatur

  1. Liebe Hochbahn,

    gerade bin ich auf diesen Blog gestoßen, da ich am vergangenen Samstag (04.08.2018) eine längere Strecke mit Bus und Bahn zurück legen musste und mich seit heute, 06.08.2018, mit fiesen Halsschmerzen und laufender Nase rumquäle.

    Ich habe gelesen, dass Sie versuchen, die Temperaturen auf jeweils 22 Grad im Sommer sowie Winter zu halten. Meiner Meinung nach klappt das zumindest im Sommer größtenteils mal gar nicht.
    Vor ein paar Tagen waren für den Tag 34 Grad angesagt, morgens um kurz vor 7 waren es bereits 19 Grad draußen und die Buslinie 118, mit der ich nach Poppenbüttel fahre, war DEUTLICH kälter… richtig unangenehm. Für mich waren es schätzungsweise 15 Grad in diesem Bus, wenn überhaupt. So auch am besagten 04.08.2018.

    Meine Wenigkeit und bestimmt viele andere Fahrgäste fänden es ganz toll, wenn WIRKLICH nur bis zu 6/7 Grad weniger als Außentemperatur wie gesundheitlich empfohlen eingestellt sein würden.

    Im Winter stört es mich persönlich weniger, wenn mal nicht ganz so doll geheizt ist, aber dieses eiskalte Gebläse durch die Klimaanlagen im Sommer ist wirklich furchtbar. Ich nutze hauptsächlich mein Fahrrad um zur Arbeit zu gelangen und die Male, die ich Bus oder Bahn fahren muss, wären so toll, wenn dann nicht die viel zu kalt eingestellten Klimaanlagen wären….

  2. Zuerst ein Lob für den Blog. Danke!

    Ich trage im Sommer eher leichte Kleidung und im Winter eher wärmere Kleidung. Da mir das verdammt viele Menschen nachmachen möchte ich anregen von der konstanten Temperatur abzuweichen und im Sommer höhere Temperaturen zulassen und im Winter niedrigere. #energiesparen

  3. Vielen Dank für die Informationen! In dem Zusammenhang würde mich auch interessieren, wie eigentlich die bspw. U-Bahn-Stationen mit Wärme versorgt werden? Wenn man aus der Kälte zum Bahnsteig hinunter geht, ist ja meist muggelig warm (bzw. im Vergleich: im Sommer freut man sich darüber, dass es „unten“ so schön kühl ist). Das kann doch nicht nur Menschen-gemachte Wärme sein, oder?

    1. Das täuscht in der Tat. Die Wärme entsteht wirklich nur durch Menschen, Beleuchtung und natürlich durch die Wärme, die von den Fahrzeugen abstrahlt. Anders herum ist es im Sommer scheinbar kühler. Gleiches Prinzip wie in nem Tunnel, der ja auch durchgängig schattig ist. Hinzu kommt in der U-Bahn dann ja auch noch der im Sommer sehr angenehme „Fahrtwind“, bevor die U-Bahnen einfahren 😉 Kurzum: Auf den Bahnsteigen heizen oder kühlen wir gar nicht gesondert.

  4. Wir Menschen „ticken“ alle verschieden, deshalb kann keiner allen was „recht machen“. Ich persönlich empfinde es bei heißen Sommertemperaturen als sehr angenehm, wenn ich in einen klimatisierten und „kühlen“ Bus komme und eine kurze Zeit mal „durchatmen“ kann. Dadurch habe ich zumindest auch noch nie eine Erkältung bekommen! Anders ist es, wenn ich im Winter mit der Bekleidung für die Außentemperaturen in einen dafür viel zu warmen Bus (oder U-Bahn) einsteige, da nützt auch kein Jacke-Öffnen, ich schwitze dann einfach, und nach dem Aussteigen empfinde ich es als „doppelt kalt“, in den Bussen habe ich schon Fahrer im Polo-Shirt gesehen, während die Fahrgäste in die Winterjacken gehüllt sind, das kann so ja nicht richtig sein und ist eine echte Gefahr, sich Erkältungen einzufangen. Aber Sie schreiben ja, dass der Temperaturausgleich „in Arbeit“ ist, das lässt ja hoffen! Ich denke, der Fahrer kann auch eine Jacke überziehen und die Fahrgäste müssen nicht mehr ganz so doll schwitzen, wäre doch ein guter Kompromiss, mit dem auch die Fahrer gut leben können, ohne selbst zu frieren! 😉

  5. mit den erklärungen der heizleistung bei den dt4 und dt5 bin ich so weit zufrieden . bei den dt2 und dt3 muss man noch dazu sagen , das wenn die züge vorallem in den nachtstunden , längere standzeiten haben gerade in den wintermonaten auskühlen . wenn die züge dann wieder in den einsatzgehn dann dauert das ne weile bis durch die bremsleistung die heizung die fahrzeuge wieder aufgewärmt hat . auch muss erwähnt werden das ein grosser teil der bremsleistung durch die fahrmotoren erzielt werden . ich weiss jetzt nur nicht ob die motoren einer wasserkühlung haben oder mit luft gekühlt werden . bei den dt4 und dt5 besteht die möglichkeit die fahrzeuge auch im stand elektrisch zu beheizen , bei den dt2 und dt3 geht das leider nicht .darum kommt es immer wieder vor das fahrzeuge die in betrieb gehn völlig ausgekühlt sind und das auch ne weile dauert bis die heizung die fahrzeuge aufwärmt. von meinem standpunkt aus der einzige schwachpunkt der typen dt2 und dt3 , ansonsten sind das sehr robuste und zuverlässige fahrzeuge , vielleicht sogar zuverlässiger als die neueren dt4 und dt5

  6. Ich finde es unnötig, dass die Stadtbusse eine Klimaanlage haben.
    Klimaanlagen machen krank.
    Angenommen, es ist an einem heißem Sommertag +40°C warm und man steigt in einen Bus, der auf einmal „nur noch“ 22°C warm sein soll, erweckt dies das Gefühl, man sitzt in einer Kühltruhe.
    Außerdem sind Klimaanlagen alles andere als „Klimafreundlich“. Höherer Verbrauch, mehr CO2 Emissionen und eben der Fakt, dass der Gestank im Bus nicht entweichen kann.
    Die VHH beschafft seit einiger Zeit Busse mit sehr vielen Klappfenstern. E gibt sogar auch ein paar Solobusse, die 7 Schiebefenster aufweisen. Diese Art der Belüftung ist gesünder, klimafreundlicher und günstiger zugleich.

    1. Genau aus diesen und weiteren Gründen testen die Kollegen gerade ein System, das sich an der Außentemperatur orientiert. Das könnte künftig zu einem geringeren Temperaturunterschied zwischen drinnen und draußen führen. Klimaanlagen sind inzwischen fast in allen Bussen Standard und auch unsere Fahrgastbefragungen zeigen, dass der Großteil der Fahrgäste diese wünscht. Fenster sind da dann streng genommen aber eigentlich total schlecht für die Klimaanlage. Gegen die warmen oder auch kalten Luftströme, die über die Fenster kommen, muss die Klimaanlage nämlich quasi „ankämpfen“. Das wendet dann auch viel unnötige Energie auf. Wobei ich verstehen kann, dass die frische Luft das Gefühl im Bus erheblich verbessert.

      1. Hier wird so oft der Heizkörper Mensch hervorgebracht: Die Busse und Bahnen verfügen doch sicherlich über eine Methode, das Ladegewicht zu überprüfen.(Schließlich muss die Bremskraft ja angepasst werden und zumindest beim beim Bus die Stoßdämpfer entsprechend reguliert werden.)
        Anhand der (Menschen-)Masse kann doch dann auch die menschliche Heizkraft berechnet und die Heizungen entsprechend weniger/stärker heizen.

      2. Eine Einstellung je nach Anzahl der Personen, die gerade mitfahren, gibt es nicht. Und von einer Berechnung der menschlichen Wärmeleistung und einer entsprechenden Anpassung der Umgebungstemperatur habe ich auch noch nie etwas gehört.

      3. Naja, es gibt zumindest ein paar Ansätze dazu die Wärmestrahlung des menschlichen Körpers zu berechnen: https://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4rmestrahlung#W.C3.A4rmestrahlung_des_Menschen

        Und zum Thema Anpassung der Temperatur abhängig der Personenzahl:
        Nichts anderes machst du doch auch bei einer Party in der Wohnung. Je länger die Leute im Wohnzimmer sitzen, je wärmer wird es. Also Fenster auf, um die Temperatur anzupassen.

        Ich habe mich lediglich gewundert, warum solche triviale Umgebungsvariablen nicht einbezogen werden, obwohl sie großen Einfluss auf die Temperatur in Bus und Bahn haben.

  7. Hallo,
    interessanter Blog, vielen Dank! Folgende Dinge mochte ich in dem Zusammenhang anmerken:
    – Busverkehr: Im Sommerhalbjahr läuft in den Bussen selbst bei Außentemperaturen von 20° häufig die Klimaanlage auf Hochtouren und führt zu Unterkühlung. (Umgekehrt scheint an heißen Tagen die Klimaanlage häufig nicht zu funktionieren, aber das ist ein anderes Thema.) Hier würde ich mir generell einen sparsameren Gebrauch der Klimaanlage wünschen, da man ja in der Regel auch sommerlich-gering bekleidet unterwegs ist.
    – Bei der U1 stehen die in Farmsen eingesetzten Verstärkerzüge auch an kalten Tagen oft recht lange vor Abfahrt bereits mit vom Fahrer sämtlich geöffneten Türen am Bahnsteig herum. Das muss m.E. nicht sein.

    1. Gerade beim Bus ist die Klimaregulierung eine echt verzwickte Angelegenheit. Durch geöffnete Türen und Fenster strömt natürlich immer auch die warme/kalte Luft von außen nach innen. Zusätzlich noch die „Heizkörper“ Mensch. Wir können natürlich auch nicht ausschließen, dass mal eine Klimaanlage/Heizung nicht funktioniert oder defekt ist. Für die bessere Auslotung der Temperaturen im Bus arbeiten unsere Kollegen gerade auch an einer Lösung, die sich an der tatsächlichen Außentemperatur orientiert.
      Was die U1 in Farmsen betrifft, habe ich mal für Sie nachgefragt. Wenn an der Endhaltestelle alle Fahrgäste aussteigen und die Türen natürlich nicht hinter sich schließen (warum auch?!), bleiben diese offen. Dadurch kühlt das Fahrzeug dann eben auch aus. In den Wintermonaten sollen unsere Fahrerinnen und Fahrer die Türen generell schließen, wenn der Zug länger steht. Wenn das mal nicht passieren sollten, empfehlen wir, die Türen „von Hand“ zu schließen.

      1. Bzgl. der Bereitstellung von U1-Verstärkerzügen geht es mir um folgende Situation: Die Bahn kommt ca. 10 Minuten vor Abfahrt vom Betriebsgleis mit geschlossenen Türen eingefahren. Sie bleibt stehen, und alle Türen werden nicht nur entriegelt, sondern (das ist meine Kritik) auch geöffnet. Und zwar ohne dass bereits ein Fahrgast eingegriffen hat, also offenbar zentral vom Lokführer veranlasst.
        Die Bahn wartet nun mit geöffneten Türen (auch bei Eiseskälte) auf ihren Einsatz, während gleichzeitig die Heizung läuft. Und das muss m.E. nicht sein.

      2. Das soll natürlich wirklich nicht sein. Ich werde das noch mal weitergeben, damit die Kollegen für dieses Thema besonders sensibilisiert werden. Wird ja jetzt schließlich schon knackig kalt.

  8. Viel wichtiger als die Temperatur ist das Raumklima. Sauerstoff, Luftfeuchtigkeit, Gerüche. Es regnet, im proppevollen Bus sind die Scheiben beschlagen und Aftershave, Döner und Weichspüler liegen in der Luft. Da merkt man: Das ist Europas modernstes Bussystem!

    1. Gegen Gerüche sind selbst die modernsten Busse nicht gefeit.
      Je mehr Fahrgäste in einem Bus fahren, desto mehr beeinflussen sie natürlich auch das Raumklima im Bus. Aftershave und Weichspüler sind ja aber generell ein Zeichen von Pflege und Sauberkeit. Besonders zu dieser Jahreszeit ist das Klima in unseren Bussen eine Herausforderung, nach Essen riechen soll es aber nun wirklich nicht. Das ist in unseren Bussen eigentlich sowieso verboten. Hier hoffen wir aber natürlich auch auf gegenseitige Rücksichtnahme unserer Fahrgäste.

  9. Moin Hochbahn,

    im DT3-Zug ziehe ich im Winter die Türen hinter mir zu. Im DT4 muss man den Knopf so lange gedrückt halten bis die Tür komplett geschloßen ist (10 Sekunden?). Das macht fast niemand, weil dann die Bahn meist schon weiterfährt. Könnte man die Türen im DT5 nicht so umprogrammieren, dass ein Knopfdruck reicht um die Türen zu schließen? Dann würden sicherlich viel mehr Fahrgäste die Funktion nutzen.

    Viele Grüße
    Karl-Heinz

    1. Die Türen im DT5 schließen tatsächlich automatisch, sobald niemand mehr ein- oder aussteigt. Da muss also nicht mal mehr ein Knopf gedrückt werden. Für die anderen Fahrzeuge können wir nur darauf hinweisen, dass die Türen von unseren Fahrgästen selbst geschlossen werden können. Das macht nämlich (vor allem an oberirdischen Haltestellen) wirklich einen großen (Temperatur-) Unterschied.

  10. Meines Wissens ist der Grund für die im Vergleich zu anderen Fahrzeugtypen häufigen Extremtemperaturen im DT3 auch ein Thermostat, der die Heizung entweder abschaltet oder im Dauerlauf lässt. Es muss einen Thermostat pro Wagen geben, denn wenn man einen „Saunawagen“ erwischt hat, braucht man in der Regel nur einen Wagen weiter zu gehen.

    Bei Bussen gibt es eine Zusatzheizung die mit Heizöl funktioniert. An den Einsetzhaltestellen ist der Geruch durchaus wahrnehmbar.

    1. Die DT3-Züge haben natürlich keine Heizung, die ständig heizt oder sich einfach abschalten lässt. Sie funktioniert im Grunde sogar ganz clever. Beim Bremsen entsteht Wärme, die über die Heizung in die Waggons geleitet wird. Dadurch kann es dann vorkommen, dass eine „Wärmewelle“ zu spüren ist, wenn der Zug stark bremst. Im Gegenzug kann es auch passieren, dass es kühler ist, wenn weniger gebremst wird oder der Zug steht. Das liegt ganz einfach am Vorgang des Heizens. Das System in diesen alten Zügen ist eben auch schon mehr als 40 Jahre alt. Deswegen werden diese auch nach und nach gegen die neuen, moderneren DT5-Züge ausgetauscht. Das braucht aber natürlich seine Zeit, weil diese Fahrzeuge extra für Hamburg angefertigt werden, es sie also nicht „von der Stange“ zu kaufen gibt.

  11. Nun, nicht ganz von der Hand zu weisen sollte sein, dass manche Fahrzeuge der Hochbahn erstaunlich oft rollende Saunen sind. Ich denke gerade spontan an die DT3-LZB. Wenn im tiefsten Winter bei Schnee und Eis im Wagen alle Fenster weit aufgerissen wurden, dann ist die Regelung defekt. Die LZB sind, das weiß sicher die Hochbahn auch, erste Kandidaten für solche Situationen.

  12. Hallo,

    Nett dass Sie probieren konstant 22 Grad zu halten aber in vollem Bus in Gegenteil zu der meisten Einkaufszentren, Krankenhäuser oder Klassenzimmer hat man Jacke, Mantel oder was auch immer an! Sprich Sie können gerne locker 3 Grad weniger heizen!
    Umgekehrt das bedeutet wir zahlen fast jedes Jahr mehr für die Karten, damit ihr das verheizt und wir krank werden!

    1. Wie gesagt, es ist wirklich sehr schwer, eine Temperatur zu finden, die für den Großteil angenehm ist. Wenn wir einfach weniger heizen würden, würde es bestimmt auch Fahrgäste geben, denen das dann zu kalt ist. Bei längeren Fahrten mit dem Bus kann es helfen, wenn man die Jacke öffnet und den Schal abnimmt. Das ist sicher nicht bequem, aber mit eiskalten Bussen wollen wir den ganzen Winter über ja auch nicht fahren. Wir testen außerdem gerade auch ein System, das sich an der Außentemperatur orientiert, damit der Unterschied zwischen drinnen und draußen nicht mehr so extrem ist. Das kostet aber alles nicht so viel, dass deswegen die Fahrkarten teurer werden.

  13. Na wenn die Heizung im DT3 im Herbst eingeschaltet und im Frühling wieder ausgeschaltet wird gibts aber bei gefühlt 90% der Wagen Probleme mit der Heizleistung. In die meisten DT3 steigt man ein und fühlt sich wie in einem Eisschrank, wo wirklich Null geheizt wurde. Und irgendwann springt die Heizung dann plötzlich an und macht den Wagen innerhalb einer Minute zur Sauna. Es gibt keine gleichbleibende Wärmeabgabe, sondern nur mal eben nen gewaltigen Wärmeschub, der sich dann langsam wieder in Eiszeit wandelt

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