Fotostory 2.0 auf der U3-Baustelle in der Innenstadt

Ab heute wird der Busverkehr in Hamburgs Innenstadt aufgeteilt. Ein Teil der Linien verbleibt in der Steinstraße, ein anderer Teil fährt nun wieder durch die Mönckebergstraße. Das ist möglich, weil die Bauarbeiten für den barrierefreien Ausbau der U-Bahn-Haltestelle Mönckebergstraße deutlich vorangeschritten sind und die Baufläche dadurch verkleinert werden kann. Es ist also keine Vollsperrung der Mönckebergstraße mehr nötig.

Das habe ich mir einmal zum Anlass genommen, um zu schauen, wie der aktuelle Stand ist und was sich seit Sommer auf der Baustelle so getan hat (hier geht es zur letzten Bildgalerie von). Natürlich nicht nur an der Haltestelle Mönckebergstraße, sondern wieder auf dem gesamten U3-Abschnitt inklusive der Haltestelle Rathaus, der Tunnelstrecke und dem Trog im Mönkedammfleet bis hin zur Haltestelle Rödingsmarkt 😊 Hier nun also eine Bildgalerie 2.0.


Haltestelle Mönckebergstraße


Haltestelle Rathaus


Oberirdische Tunnelarbeiten

Die Tunneldecke rund um das Rathaus wird saniert. Dafür ist sie während der Arbeiten zum Schutz vor Witterung eingehaust. Auf dem Bild ist die Original-Tunneldecke von vor über 100 Jahren zu sehen. Zur Wiederherstellung einer ebenen Oberfläche wird in einem nächsten Schritt Beton aufgefüllt, die Decke abgedichtet und im Anschluss der Straßenbelag darüber gebaut

 

Wieder leere Fläche am Adolphsplatz: Aufgrund des Baufortschritts konnte bereits die erste Baustelleneinrichtungsfläche zur Lagerung von Bauteilen- und geräten zurückgebaut werden

Tunnelstrecke


Trog


Viaduktstrecke bis Rödingsmarkt

Man sieht, die Arbeiten zur Grundsanierung und dem barrierefreien Ausbau der U3 in der Innenstadt laufen auf Hochtouren. Trotz einiger Herausforderungen, die sich insbesondere durch die Vielfalt verschiedenster Maßnahmen ergeben, liegt das Gesamtprojekt im Zeitplan. Heißt also: Ab dem 27. März können wir für mindestens die nächsten 100 Jahre wieder auf dem ältesten Streckenabschnitt in Hamburgs U-Bahn-Netz unterwegs sein. Und rund zwei Monate später dann auch mit Halt an der Mönckebergstraße, da bis dahin noch Restarbeiten erledigt werden müssen. In diesem Sinne wünsche ich den Kolleginnen und Kollegen weiterhin viel Erfolg bei ihrer Arbeit!

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15 Kommentare zu: Fotostory 2.0 auf der U3-Baustelle in der Innenstadt

  1. Moin,

    Wie hoch sind eigentlich derzeit die Fahrgastzahlen beim HVV im Vergleich zum Vorkrisenniveau, vor allem nach Einführung der 3G-Regel?

    Viele Grüße

    1. Die Fahrgastzahlen sind derzeit auf dem Niveau von 70-75 Prozent des Vergleichszeitraums von 2019. Da die 3G-Regel erst kürzlich eingeführt wurde, kann man diesbezüglich noch nichts sagen.

  2. Vielen Dank für die tollen Bilder von der Baustelle der U3 in der Innenstadt. Sie geben mir einen guten Einblick in die dortigen umfangreichen Bauarbeiten.
    Ist eigentlich auch noch ein Artikel zu der fertigen und sich im Betrieb befindlichen „Reparaturwerkstatt und U-Bahnwaschanlage“ zwischen Billstedt und Legienstrasse geplant?

    1. Freut uns, dass der Beitrag gefällt 😉 Zur U-Bahn-Werkstatt Billstedt haben wir gerade nichts konkret geplant. Ich nehme das aber mal mit in unsere Themenplanung auf.

  3. Hallo Pia & Team dies ist wieder eine interessante Bildergalerie

    Leider ist euch im Bild 3 der Tunnelstreckenbilder ein Fehler unterlaufen, es wird die Kabelabdeckung des Bahnhofs Mönckebergstraße und nicht des Bahnhofs Rathaus gezeigt wie man an dem alten Haltestellenschild und Fliesen sehen kann.

  4. Sehr schöner Bericht, vielen Dank Frau Steinat!

    Dass es nun einen Ostausgang an der Mönckebergstraße geben wird, ist eine tolle Verbesserung: Zum Bahnhof kann man dann aus Richtung Westen einen kurzen Weg nehmen und muss nicht erst zum überlasteten Schnellbahnknoten Hbf Süd fahren. Und man ist nicht mehr gezwungen, am „Mö Grill“ mit seiner erheblichen Geruchsbelastung vorbei zu müssen. Schade nur, dass mit dieser Baumaßnahme noch nicht die Bahnsteigverlängerung auf 120 m umgesetzt wird und somit eine nochmalige Sperrung notwendig wird.

    Müsste nicht unter dem dritten Bild bei „Tunnelstrecke“ auch „Mönckebergstraße“ stehen? Das ist doch eindeutig dort und nicht am Rathaus.

    Und noch eine Frage: Früher hatte die HOCHBAHN alte Viadukte durch Neubauten ersetzt (Barmbeker Markt, Rödingsmarkt-Baumwall). Jetzt ist sie wohl von dieser Vorgehensweise abgekommen und setzt dafür auf Sanierung? Oder müssen z.B. Baumwall-Landungsbrücken und die Rödingsmarkt-Rampe später auch noch durch Neubauten ersetzt werden?

    1. Richtig gesehen – in der Bildunterschrift hatte sich tatsächlich ein Fehler eingeschlichen, den ich bereits korrigiert habe. Es handelt sich natürlich um die Haltestelle Mönckebergstraße 🙂
      Zu Ihrer Frage: Bei den Viadukten zwischen Rödingsmarkt und Mönkedammfleet handelt es sich um Baudenkmäler. In Abstimmung mit dem Denkmalschutzamt führt die HOCHBAHN hier eine Sanierung der Bausubstanz durch. Damit sind sie für einige Jahrzehnte wieder fit gemacht. Aufgrund der Materialermüdung ist die Restlebensdauer der alten Stahlbrücken aber begrenzt – sie müssen also zu einem bestimmten Zeitpunkt erneuert werden.

  5. Das sieht ja wirklich super aus!
    Wird ein Teil der alten Originalfliesen am Bahnsteig Mönckebergstraße erhalten? (Letztes Bild der ersten Galerie)

    Und könntet ihr solch einen Überblick über den aktuellen Bauzustand auch für den Bau der U4 Ost (und künftig U5) machen? Ich finde das kommt im Moment etwas zu kurz im Blog.

    1. Für die U4 ist kommende Woche was in der Mache 😉 Bei der U5 müssen wir uns alle noch ein wenig gedulden, kommt dann aber natürlich auch. Zu den Fliesen an der Mö: Kann ich Ihnen gerade gar nicht beantworten. An anderen Haltestellen wurden allerdings auch schon „Erinnerungsstücke“ erhalten.

      1. Vielleicht können Sie ja in dem Zuge doch einen kleinen Ausblick auf die U5-Arbeiten geben? Welche bauvorbereitenden Maßnahmen wurden denn bisher ergriffen? Und welche Auswirkungen haben die nachträglichen Klagen auf das Projekt?

      2. Wir werden demnächst wieder etwas zur U5 machen. Bisher sind Bäume gefällt worden und der Baugrund wird sondiert. Die Leitungsverlegungen (Strom, Wasser etc.) beginnen dann im kommenden Jahr. Die Klagefrist gegen den Planfeststellungsbeschluss läuft noch bis Mitte Dezember.

  6. Moin,

    an dieser Stelle mal ein ganz dickes „Dankeschön“ für die laufende (und wohltuend sachliche) Berichterstattung – und natürlich auch an die Planer* und die Ausführenden* sämtlicher Gewerke, das scheint ja wirklich „Hand*-und-Fuß*“ zu haben und „Hand-in Hand“ zu gehen.
    ___
    *(m/w/d)

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