Titelbild Diversity Woche

Diversity-Woche bei der HOCHBAHN: Wie bunt sind wir eigentlich?

Die HOCHBAHN ist ein ziemlich „bunter Haufen“: Hier arbeiten Menschen aus zahlreichen Kulturen, unterschiedlichen Glaubensrichtungen und Altersklassen, mit verschiedenen Geschlechtern und sexuellen Orientierungen, mit Behinderungen oder ohne. Alle zusammen.

Ein klares Bekenntnis zu Vielfalt (englisch: Diversity) am Arbeitsplatz! Im Rahmen einer Aktionswoche, die heute beginnt und bis zum Diversity-Tag am 28. Mai dauert, wollen wir auf die Bedeutung von Diversity aufmerksam machen. Und uns dabei auch selbst fragen (lassen): Wie ist es eigentlich um die Verwirklichung der guten Absichten bestellt? Anders gefragt, wie vielfältig ist die HOCHBAHN denn tatsächlich?

Sechs Kolleginnen*, die jede für sich einen bestimmten Aspekt von Diversity verkörpern, geben dazu Einblicke in ihre eigenen Erfahrungen – in fünf sehr persönlichen Porträts (eines davon ein Doppelporträt).

Lest hier ihre Geschichten.


Martin: Vom Polizisten zur U-Bahn

Zugfahrer Martin Diversity-Woche bei der HOCHBAHN

Gelegentlich werde ich gefragt, warum ich mich nach 38 Jahren im Dienst bei der Polizei nicht zur Ruhe setze, die Beine hochlege oder mich meinen Hobbies widme. Die Antwort hat etwas mit meiner Vorliebe für die Bahn zu tun. Wenn ich schon mit 60 Jahren pensioniert werde – wie bei Polizei- und Feuerwehr in Hamburg üblich – dann könnte ich mir doch im Anschluss einen Job suchen, der mich wieder „auf die Schiene bringt“, so wie damals Anfang der 70er Jahre, als ich mir mein Schülertaschengeld damit aufbesserte, dass ich als Liegewagenbetreuer auf Sonderzügen nach Österreich und Italien arbeitete.

Die Liegewagenzüge sind längst abgeschafft, aber warum nicht eine neue Ausbildung machen und selbst einen Zug fahren? Schon viele Jahre vor meiner Pensionierung machte ich mir diese Gedanken und rief bei der HOCHBAHN an, ob sie mich mit 60 Jahren noch zum Zugfahrer ausbilden würden. Über die Antwort war ich überrascht und erfreut: Wenn ich gesundheitlich fit sei, könnte ich noch bis 67 bei der HOCHBAHN arbeiten!

Als es dann vor genau drei Jahren soweit war, gab es bei mir einen „fliegenden Wechsel“: Am Freitag Verabschiedung bei meinen Kolleginnen am Meßberg (Verkehrsunfallermittlung), am Montag „drei Häuserecken weiter“ mit neuer Dienstkleidung Begrüßung im Hochbahnhaus.

Die Atmosphäre bei der HOCHBAHN war mir von Anfang an nicht fremd. Wie bei der Polizei, wo ich immer ein sehr kollegiales Miteinander erlebt hatte, erfuhr ich hier, dass sich unsere Ausbilderinnen mit großem Engagement um unsere kleine Ausbildungsgruppe kümmerten. Wir hatten das gute Gefühl, dass jeder von uns die Prüfungen schaffen sollte. Doch meine Ausbildung und mein Studium bei der Polizei lagen schon Jahrzehnte zurück. Also musste ich das Lernen noch einmal neu lernen.

Die Ausbildung war anspruchsvoll, vor allem war eine Fülle von Wissensstoff auf 4 1/2 Monate komprimiert; eine wahre „Druckbetankung“. Dazu kamen viele Tage für das Fahrtraining. Als Zugfahrerin muss man in jeder Situation die Ruhe bewahren und die richtigen Entscheidungen treffen. Das kam mir aus meinem alten Beruf schon bekannt vor.

In der Ausbildung war mein Alter übrigens nie ein Thema; für das Ausbildungsteam zählte nur der abschließende Erfolg.

Die HOCHBAHN nehme ich generell als ein Unternehmen wahr, das sich darum bemüht, ihren Beschäftigten unabhängig von ihrem Alter, ihrer sozialen oder nationalen Herkunft einen sicheren Arbeitsplatz zu bieten.

So war ich dann wirklich stolz, als ich an einem heißen Septembertag 2016 den noch heißeren Fahrerraum eines DT3 betrat. Keiner meiner Fahrgäste wusste, dass dies meine allererste Fahrt mit Publikum war. Vor Aufregung schwitzte ich noch ein kleines bisschen mehr.

Jetzt fahre ich schon seit 2 ½ Jahren und habe den Schritt noch kein einziges Mal bereut. Mit mir hat sich die HOCHBAHN eine Nachteule eingefangen. Ich fahre nur Spätdienste und bei Bedarf auch freitags und samstags die Nachtschichten – mittlerweile in Teilzeit. Für meinen Diensteinteiler bin ich oft die letzte Option, wenn mal wieder eine andere Kollegin am Wochenende eine Freischicht braucht. Ich bin mir aber bewusst, dass Zugfahrerinnen in Vollzeit und noch mit zusätzlichen Schichten ein härteres Brot haben, als ich mit meinen 24 Wochenstunden.

Übrigens habe ich großen Respekt vor unseren Kolleginnen im Busfahrdienst. Auch wenn ich früher oft mit Blaulicht durch unsere Stadt gefahren bin, habe ich doch heute vom Straßenverkehr so die Nase voll, dass ich nach meiner Pause in der Bergstraße immer wieder gerne die Treppen in unsere Unterwelt hinabsteige, bis ich schon den ersten Zug hören kann.


Stephan: Ein Zugfahrer im Rock

Stephan Diversity-Woche bei der HOCHBAHN

 

Ich bin transgender, das heißt: Biologisch bin ich ein Mann, sozio-emotional eine Frau. Eine Geschlechtsumwandlung ist für mich kein Thema. Ich fühle mich genau richtig so, wie ich bin. Schon als Kind wusste ich, dass ich mich anders anziehen möchte, dass ich in bestimmte Klischees nicht reinpasse. Lange habe ich das verborgen. Meine Mutter sagte mal über Leute wie mich: „Das sind ganz arme Menschen, die haben es sehr schwer.“ Das ermutigte mich nicht gerade, offen zu sein. Vor mir selbst konnte ich meine Identität aber nicht verbergen.

Es war aber ein weiter Weg, bis ich als mein wahres Ich, also in Frauenkleidern, auftreten konnte. Ich hatte dann eine Freundin, die etwas verrückt war und die ich dann gefragt habe, ob ich einen ihrer Röcke anziehen könnte. Tatsächlich bin ich dann zum ersten Mal mit Rock in die Schule gegangen, da war ich 19. Trotz der negativen und anstrengenden Reaktionen war das eine Befreiung für mich.

Am Anfang habe ich nur einzelne weibliche Kleidungsstücke getragen, dann immer mehr. Das war ein Prozess, und natürlich gab es auch Rückschläge auf dem Weg. Je selbstbewusster ich aber auftrat, desto weniger negative Kommentare bekam ich. Seit zehn Jahren kann ich sagen: Ich bin in mir selbst angekommen und mit mir versöhnt.

Als ich 2003 zur HOCHBAHN kam, war ich zunächst froh, einen Job zu haben.

Ich wollte meine neue Arbeitgeberin nicht gleich mit Forderungen nach einem Dienstrock konfrontieren.

Der Dienstrock damals war außerdem wirklich hässlich. Und ich war zu der Zeit noch sehr mit mir selbst beschäftigt. Die normale „Männer-Dienstkleidung“ war da wie eine Schutzhülle.

Mit der Zeit habe ich aber gemerkt, dass ich nicht komplett bin, wenn ich zwei unterschiedliche Leben lebe. Vor drei Jahren bin ich das Thema dann angegangen. Niemand wusste genau, wie das gehen soll. Ich sollte einen Antrag stellen und bräuchte eine Genehmigung.

Bis 2018 hat es dann gedauert, unsere Diversity Managerin hat das für und mit mir durchgefochten. Als ich den Rock das erste Mal anzog, wusste ich: Das war die richtige Entscheidung, das Bild ist komplett. Natürlich haben mich dann viele Kolleginnen direkt angesprochen und gefragt, warum ich jetzt einen Dienstrock trage. Das finde ich gut, auch wenn die Fragen im Laufe der Jahre immer die gleichen sind. Ich habe es noch nicht erlebt, dass jemand despektierlich war. Einzelne sind schlicht überfordert, das verletzt mich jedoch nicht.

Einen Rock zu tragen ist für mich ein wichtiger Teil meiner Identität. Schön, dass die HOCHBAHN dafür inzwischen offen ist und sich dem Thema Diversity schrittweise nähert.


Ekrem: Die Sorge vor Vorurteilen 

Ekrem Diversity-Woche bei der HOCHBAHN

Als ich 2010 nach meiner Ausbildung zum Büro- und Außenhandelskaufmann zur HOCHBAHN kam, war es offensichtlich, dass ich Muslim bin. Meine Arbeitskolleginnen wussten, dass ich kein Schweinefleisch esse und auch keinen Alkohol trinke. Sie wussten jedoch nicht, dass ich fünfmal am Tag bete. Als praktizierender Muslim ist es mir sehr wichtig, mein Gebet auch während der Arbeitszeit zu verrichten. Ich bin damit jedoch nicht offen umgegangen, sondern habe heimlich gebetet.

Meine Sorge war, dann in eine Schublade gesteckt zu werden: „Aha, er ist sehr gläubig, also ein potenzieller Fanatiker oder gar Terrorist.“ In bin zwar in Hamburg geboren, begegne im privaten Alltag aber ständig solchen Vorurteilen. Das hatte mich sehr vorsichtig werden lassen. Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass auch Menschen, die einen nicht sofort in eine Schublade stecken, manchmal überfordert sind, wenn es um den Islam geht.

Ich bete fünf Mal am Tag, bis zu zwei Mal während der Arbeitszeit. Ein Gebet dauert ca. fünf Minuten. Aus dem Gebet ziehe ich unheimlich viel Kraft und Energie.

Am Anfang – ich war zunächst Haltestellenüberwacher und dann Zugfahrer – habe ich mir immer heimlich einen Raum gesucht, wo ich beten konnte. In Barmbek gab es damals zwar einen Ruheraum, der wurde von den Kolleginnen aber wie ein zweiter Pausenraum genutzt, zum Beispiel zum Essen oder Rauchen. Das war von der Atmosphäre her nicht passend, da bin ich dann woanders hingegangen, denn ich wollte ja nicht durch meinen Glauben auffallen oder gar Forderungen stellen.

Auch als ich später vertretungsweise im Bereich Vertrieb gearbeitet habe, bin ich zunächst nicht offen mit meinem Glauben umgegangen. Zum Beten bin ich in den Pausenraum an der Haltestelle Steinstraße gegangen. Wenn ich mal ein paar Minuten später wiedergekommen bin, habe ich die Zeit an meine Arbeitszeit dran gehängt.

Erst später, als ich eine befristete Stelle bei der Abo-Hotline bekommen hatte, habe ich mich dann irgendwann getraut und mit meinen Vorgesetzten über meinen Glauben gesprochen. Das war dann völlig unkompliziert, und es wurde mir angeboten, meine Pausenzeiten so zu legen, dass ich am Freitagsgebet teilnehmen kann. Da habe ich langsam gemerkt, dass ich als Muslim bei der HOCHBAHN ganz offen meinen Glauben praktizieren kann. Das hat mein Selbstbewusstsein gestärkt und war eine echte Erleichterung, denn auf Dauer tut es nicht gut, einen wichtigen Teil von sich zu verbergen.

Nicht nur meine Vorgesetzten, auch die Kolleginnen, denen ich längst erklärt habe, dass ich zwischendurch beten gehe, haben das gleich akzeptiert und sich auch interessiert gezeigt. Inzwischen gehe ich auch nicht mehr zur Haltestelle, sondern nutze entweder unseren Schulungs- oder einen Lagerraum zum Beten. Im Nachhinein muss ich sagen, ich habe ich mir umsonst Sorgen gemacht, aber es brauchte halt etwas Zeit, Vertrauen zu fassen und sich zu öffnen.

So gesehen, bin ich mit der Unterstützung, die ich bekomme, um meinen Glauben ausüben zu können, sehr glücklich. Aber natürlich bin ich als Büromitarbeiter auch in einer besseren Lage als zum Beispiel die Kolleginnen im Fahrdienst. Es wäre schön, wenn die HOCHBAHN mehr Ruheräume anbieten könnte – nicht nur für Muslime, sondern auch für Gläubige anderer Religionen, oder auch schlicht zum Meditieren oder für Yogaübungen.


Ronald: Aufhören kommt nicht in Frage

Ronald Diversity-Woche bei der HOCHBAHN

Bei der HOCHBAHN bin ich seit über 20 Jahren gut gefahren: Im U-Bahn-Betrieb als Zugfahrer, Haltestellenüberwacher, Stellwerksaufseher und Diensteinteiler. Das lief immer, bis auf ein bisschen Hinken hat man mir auch lange nicht viel angesehen.

Denn ich habe von Geburt an Behinderungen: Eine linksseitige Teillähmung, Beinverkürzung, Hüftdysplasien. Daraus haben sich dann wiederum weitere und „Neben-Erkrankungen“ ergeben und mittlerweile zu zwei Hüftprothesen geführt.

Nach einem Autounfall 2008 hat sich mein Zustand leider nochmal verschlechtert. Mir war klar: Bald würde mir der Betriebsarzt die rote Karte für der U-Bahn-Betrieb zeigen. Da habe ich damals meine Karten lieber selbst nochmal neu gemischt und nach einem anderen Job bei der HOCHBAHN gesucht.

In die Abo-Abteilung zu wechseln war eine Vernunft-Entscheidung, mein Herz hing schon sehr an der U-Bahn. Aber man muss im Leben eben immer Kompromisse eingehen und gucken, was langfristig das Richtige ist. Frühzeitig in Rente zu gehen, was theoretisch jetzt möglich wäre, ist für mich definitiv das Falsche.

Ich bin schon froh, dass die HOCHBAHN es mir ermöglicht hat, mit Schwerbehindertenstatus einen Job zu machen, den ich jetzt wahrscheinlich bis zum tatsächlichen Rentenalter ausüben kann.

Klar, es gibt immer mal Phasen, wo man niedergeschlagen ist. Ich bin aber ein positiver Mensch und versuche die Dinge, die ich nicht ändern kann, möglichst gelassen zu nehmen.

Die HOCHBAHN und die Schwerbehindertenvertretung haben mich dabei echt gut unterstützt. Man muss halt auch selbst aktiv werden und nicht darauf warten, dass einem Dinge einfach so gegeben werden. Dinge, die mir den Arbeitsalltag erleichtern, z.B. ein höhenverstellbarer Schreibtisch oder ähnliches, sind mittlerweile ja zum Glück möglich.

Mit dem Fachbereich, der Personalabteilung, dem Betriebsrat und der Schwerbehindertenvertretung wurden zudem glücklicherweise Lösungen geschaffen, die es mir auch ohne Gleitzeit möglich machen die notwendigen Arzt und Reha-Termine, regelmäßig in Anspruch zu nehmen 

Für die Zukunft wäre Home Office als Option für mich toll, denn es gibt Tage, da wollen die Knochen nicht, aber geistig bin ich voll arbeitsfähig. Dann möchte ich nicht, dass die Kolleginnen meinen Job mitmachen müssen. Hier gibt es wohl noch einige technische Hürden mit der Telefonanlage, die hoffentlich bald gelöst werden können.


Marlies und Alexandra: Ein echtes HOCHBAHN-Paar

Marlies und Alexandra Diversity-Woche bei der HOCHBAHN

Seit letztem Herbst sind wir beide Zugfahrerinnen. Wir haben gemeinsam den Lehrgang gemacht und uns dort kennen (und genau genommen auch lieben) gelernt. Alexandra war vorher schon als Busfahrerin für die HOCHBAHN unterwegs und ich wollte zunächst eigentlich auch in den Busbetrieb. Zu meinem vorigen Job im Einzelhandel bin ich immer mit dem Bus gefahren. Da hat mich eines Tages eine Zugfahrerin angesprochen. Sie war es eigentlich, die mich überzeugte, zur HOCHBAHN zu gehen. “Zugfahren ist viel eher was für dich, nicht so stressig, wie der Busfahrer-Job!”, sagte sie damals. Aus dem gleichen Grund hat auch Alexandra vom Bus zur U-Bahn gewechselt. Doppeltes Glück für uns, dass uns das Schicksal auf diese Weise zusammengeführt hat.

Durch den Lehrgang haben wir dann viel Zeit mit einander verbracht, gemeinsam gelernt, uns immer besser kennen gelernt. Daraus ist dann mit der Zeit mehr geworden. Dass wir uns verliebt haben, war und ist für unsere Kolleginnen oder auch Vorgesetzte kein Thema. Über sexuelle Orientierung spricht man, wenn überhaupt, ohnehin ja nur im persönlichen Gespräch mit denjenigen, die einem sympathisch sind. Eigentlich spricht man dann aber eben auch nur über seine Freizeit, Hobbies oder das nächste Urlaubsziel – ganz normal halt.

Als wir das erste Mal zusammen in den Urlaub gefahren sind, haben viele gedacht, dass wir einfach nur gute Freundinnen sind. Das passiert häufiger. Es wird nicht automatisch darauf geschlossen, dass wir ein Paar sein könnten, vielleicht gibt es deshalb auch weniger Irritationen. Die Wahrnehmung von homosexuellen Männern ist da oft eine andere.

Wir finden, dass es keinen Stempel für uns und unsere Beziehung braucht. Das Label “Lesbe” ist so überflüssig wie sonst was, genau wie “Schwuchtel” oder „die Schwulen”. Das ist alles irgendwie negativ besetzt, für manche sogar als Beleidung im Sprachgebrauch. Das geht nicht, Sprache macht was mit einem.

Generell nehmen wir die Menschen in Hamburg aber als sehr weltoffen wahr, da ist Homosexualität kein großes Ding. Nur ein einziges Mal gab es in unserem Job einen Vorfall, wo jemand Homosexualität im Allgemeinen als “Krankheit” bezeichnet hat. Da mussten wir schon schlucken, tief durchatmen, denn natürlich sind solche Aussagen sehr verletzend. Wir versuchen aber auch dann, denjenigen zu verstehen. In besagtem Fall hatte derjenige einen anderen kulturellen Hintergrund, einen, in dem Homosexualität eben nicht als normal angesehen wird.

Für uns zeigt das, wie wichtig es nach wie vor ist, über Homosexualität zu reden und aufzuklären, auch wenn es für viele heutzutage ganz selbstverständlich ist. Und trotzdem gibt es natürlich auch Momente, wo es tierisch nervt, dass über Homosexualität so anders gesprochen wird als über Heterosexualität.

Letztlich geht es doch immer um die Liebe, welche Rolle spielt da am Ende das Geschlecht?!

Dass sich die HOCHBAHN da klar positioniert, niemanden wegen seiner Sexualität benachteiligt und auch Zeichen setzt, wie z.B. die Regenbogenflagge auf dem Dach des Hochbahn-Hauses, ist ein wichtiges Signal. Unser Traum wäre, wenn es eines Tages noch einen eigenen Truck der HOCHBAHN beim Christopher Street Day gibt! Ein klares Bekenntnis zur LGTBQ-Community.

Wir sind jetzt das erste Mal beim internen LGTBQ-Stammtisch dabei, den es hier bei der HOCHBAHN gibt. Wir sind gespannt, wen wir da kennen lernen und welche Erfahrungen die Kolleginnen dort gemacht haben.


*Die HOCHBAHN wird in den kommenden Tagen in der schriftlichen Kommunikation das generische Femininum verwenden (ihr habt es vielleicht gemerkt, auch hier in den Porträts).Das heißt, wann immer gleichzeitig sowohl männliche als auch weibliche Personen gemeint sind oder das Geschlecht unspezifisch ist, kommt die weibliche Form zur Anwendung. Also „die Kundin“ statt „der Kunde“ oder die „Kolleginnen“ statt die „Kollegen (und Kolleginnen)“. Natürlich sind dabei Vertreterinnen aller Geschlechter mitgemeint 😉.

 

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12 Kommentare zu: Diversity-Woche bei der HOCHBAHN: Wie bunt sind wir eigentlich?

  1. Ein tolles Projekt der Hochbahn. Gratulation hierzu. und super fas die Mitarbeiter so offen sind.
    Ich wünscheweiterhin gutes Gelingen und dass Andere sich ein Beispiel daran nehmen.

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  3. Ein klares Zeichen für Dekadenz im Endstadium. Es wird weder verstanden, dass das generische Maskulinum kein biologisches Geschlecht ist, sondern als grammatikalisches Geschlecht, als Gattungbegriff, respektive Art des Genussystems zu sehen ist. Noch seid ihr Sprachpanscher eurer eigenen Logik nach konsequent. Wenn niemand diskriminiert werden darf, warum dann nicht zurück zum Wortstamm und Präfixe, Suffixe, Artikel oder Adjektive ganz streichen? Eine Persiflage der sich sprachlich präzise und diffenrenziert vermögend ausrückenden deutschen Völker, geeint in einer über tausendjährigen Hochkultur.

    1. Wir sind uns glaube ich einig: An Diskriminierung ist gar nichts gut. Und niemand spricht hier vom biologische Geschlecht, sondern davon, was Sprache mit uns macht. Wir haben den sprachlichen Stolperstein diese Woche eingebaut, um bewusst zu machen, wie es normalerweise umgekehrt läuft. Manchmal werden die Dinge erst sichtbar, wenn man sie aber auf den Kopf stellt. Häufig benutzen wir in der Sprache die männliche Form, wenn gemischte Gruppen beschrieben werden oder das Geschlecht unspezifisch ist. Damit bleibt das weibliche Geschlecht in sehr vielen Situationen unsichtbar. Vielen fällt das gar nicht auf. Die nachteiligen Auswirkungen sind aber in allen Teilen unseres Lebens erheblich. Nach der Diversity-Woche bei der HOCHBAHN sind diejenigen, die es möchten, sensibilisiert für das Thema. Das wäre doch schön.

      1. Ganz richtig, Pia. Das hat nichts mit Dekadenz zu tun, Stephan, sondern ist eher ein sehr gelungener Kunstgriff. Kunst hat immer die Funktion zu unterhalten, wachzurütteln und zu beschäftigen und das ist hier wunderbar gelungen – aber wie man weiß, liegt sie auch immer im Auge des Betrachters 😉

  4. Schade, dass manche Unternehmen heute nur noch durch ihre vermeintlich hippe „political correctness“ punkten wollen anstatt sich auf ihre ursprüngliche Kernkompetenz zu focussieren. Was war noch gleich die eigentliche Aufgabe dieses Unternehmens…?
    Ihr gähnt uns an.

    1. Wie Sie täglich (auch in diesem Blog) sehen, beherrschen wir unser Kerngeschäft m.E.n. sehr gut – was übrigens auch ein Ergebnis unserer Vielfalt ist, auf die wir in dieser EINEN Themenwoche mal hinweisen wollen. Zum Lesen wird niemand gezwungen.

    2. Die Kernkompetenz der Hochbahn besteht sicherlich in der Erbringung von Beförderungsleistungen, nicht in der Einhaltung von „political correctness“. Diese Leistungen werden jedoch von MENSCHEN erbracht, die alle unterschiedlich sind. Ein respektvoller Umgang des Unternehmens mit ihren Mitarbeitern und deren Unterschiedlichkeiten und ein kollegiales Miteinander sorgen dafür, dass wir, die Kunden, gut von A nach B kommen. Ich habe mich über diesen Beitrag der Hochbahn sehr gefreut….

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