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7 ungeschriebene Gesetze in Bus und (U-)Bahn, die jeder kennt

Wer, wie ich, jeden Tag mit Bus oder U-Bahn fährt, der kennt sie: diese Momente, die man nur dort erlebt. Mal haben sie mit den Fahrzeugen selbst zu tun, viel öfter aber mit „den anderen“, die mit ihnen fahren. Und irgendwie gibt es fürs Bus- und Bahnfahren ja scheinbar auch ein paar ungeschriebene Gesetze. An die man sich eben hält. Oder etwa nicht?

Hier meine ganz persönliche Hitliste dieser Momente. Und das offene Eingeständnis, dass ich dann doch auch mal „das Gesetz breche“.


1. Erst aussteigen lassen, dann selbst einsteigen.

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Eigentlich ist es ganz einfach und dennoch komplizierter als man denkt: Ein- und Aussteigen in Bus oder Bahn. Alle sind in Eile, jeder will schnell rein oder raus. Das Ergebnis: An U-Bahn- und Bustüren ergeben sich mitunter absurde Szenen. Denn die, die raus wollen, stehen vor denen, die rein wollen und schon geht nichts mehr. Kenne ich persönlich vor allem von Hamburg-Besuchern, die scheinbar glauben, dass dies die letzte, also wirklich aller, aller letzte Bahn ever ist. Dabei weiß doch schon jedes Kind: zuerst aussteigen lassen, bevor man selbst einsteigt.


2. Nach dem Einsteigen nicht direkt in der Tür stehen bleiben.

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Da hat man es ins Innere der Bahn oder des Busses geschafft und plötzlich bleibt die Person vor einem abrupt stehen. Zur Orientierung? Weil man näher am Ausgang bleiben will? Mir persönlich ist es ein Rätsel. Dabei ist es auch hier im Grunde ganz leicht: Weitergehen hilft. Und ja, auch aus der Mitte des Zuges oder von hinten im Bus kommst du an deiner Haltestelle raus. Versprochen, ich teste das jeden Tag erfolgreich 😉 Mal davon abgesehen ärgert es doch wirklich jeden von uns, wenn im Gang reichlich Platz ist, sich an den Türen aber alle so drängen, dass man von außen keine Chance mehr zum Einsteigen hat.


3. Auch mal aussteigen, wenn andere aussteigen wollen.

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Wenn du an den Türen stehst und es voll ist und dann jemand aussteigen will, hilft es niemandem, wenn du einfach regungslos stehen bleibst. Dabei ist es eigentlich auch hier so einfach: steig doch einfach kurz aus, lass die Leute von hinten vorbei und steig wieder ein. Erspart dir selbst, dass dich Leute unbequem aus dem Weg drängeln, und macht den anderen das Aussteigen leichter. Ich steige in diesen Fällen aus, stelle mich draußen neben die Tür, lasse aussteigen und steige dann selbst wieder ein. Zugegeben, manchmal bin ich dann die letzte, weil die draußen schon Wartenden vor mir in die Bahn rein stürmen. Aber was soll’s. Mach‘ ich es an der nächsten Station halt noch mal. Später ankommen werde ich deshalb ja nicht. Kommt dir bekannt vor? Willkommen im Pendleralltag ;-).


4. Auf Rolltreppen gilt: rechts stehen, links gehen.

Es gibt zahlreiche Studien darüber, was nun eigentlich schneller geht: auf ihnen stehen oder laufen. Egal, was nun stimmt, auf Rolltreppen gehen fühlt sich für mich schneller an – und darum geht es doch, oder? Dafür muss aber auch wirklich jeder verinnerlicht haben, was hierzulande eigentlich jeder weiß: Auf einer Rolltreppe wird rechts gestanden und links gegangen. Da gibt es keine Ausnahme, niemals. Weiß doch jeder 😉


5. Im Bus vorne einsteigen, aber nicht aussteigen.

Ja, ja, ja, ich weiß, der Einstieg vorn sorgt immer mal wieder für Diskussionen. Gerade auch, weil er keine eiserne Regel ist, sondern vor allem in Stoßzeiten und bei vielen Ein- und Aussteigern mal außer Kraft gesetzt wird oder einige Kollegen es (zu Recht) mal nicht so genau nehmen. Es geht also auch, dass man an den hinteren Türen einsteigt. Wer allerdings eine Fahrkarte kaufen will, muss vorne beim Fahrer einsteigen. Umso ärgerlicher ist das Kuddelmuddel hier, wenn gleichzeitig jemand vorne aussteigt. Dann stehen sich, wie oft auch in der U-Bahn, Ein- und Aussteigende gegenüber und quetschen sich meist genervt aneinander vorbei. Warum aber? Steig‘ doch einfach hinten aus, so lang ist so ein Bus ja nicht ;-).


6. Man kann bei der U-Bahn wirklich ALLE Türen benutzen.

Ja, ich möchte beim Aussteigen auch gerne nah am Ausgang sein. Insbesondere dann, wenn ich einen Anschlussbus kriegen muss und es durchaus um wenige Sekunden (und Meter) geht, die darüber entscheiden, ob ich den Umstieg noch schaffe. Aber: Wenn das nicht so ist, warum drängen sich alle immer nur vorne und hinten in die Bahn? Und warum drängen sich Gruppe immer in eine einzige Tür? Man kann sie doch durchaus alle benutzen. Noch dazu findet sich in der Mitte meist sogar noch ein Sitzplatz. Und schneller weg kommen wir am Ende alle, weil auch das Einsteigen deutlich schneller geht. Im durchgängigen DT5 ist es inzwischen ja ohnehin ganz egal. Hier kann ich ja im Zweifel sogar im Fahrzeug noch während der Fahrt in die Richtung gehen, in der sich beim Aussteigen mein Ausgang befinden wird.


7. Gepäck kann auf den Sitz, wenn keiner deshalb stehen muss.

Schön, dass es die Tasche auf dem Sitz gemütlich hat. Und ja, natürlich stelle auch ich manchmal meine Handtasche oder Einkaufstüte neben mich auf den Sitz. Allerdings immer nur dann, wenn dafür nicht jemand anderes stehen bleiben muss. Ich finde, das gehört sich so. Gleiches gilt übrigens auch für meinen Koffer auf dem Weg vom Flughafen. Denn nichts ist schlimmer als eine Stolperfalle mitten im Weg.

Ganz generell finde ich auch, dass die öffentlichen Verkehrsmittel eben für uns alle sind. Also sind wir auch alle angehalten, Rücksicht aufeinander zu nehmen. Und natürlich „bricht“ man auch mal das eine oder andere „ungeschriebene Gesetz“. Trotzdem ist es doch gut, sich immer mal wieder in Erinnerung zu rufen, dass da mit einem selbst auch noch viele andere Leute unterwegs sind.  Die alle das Gleiche wollen, alle im selben Boot sitzen. Jeder ist mal gernervt, jeder war mal Verursacher, jeder mal Leidtragender. Und vielleicht kann ich genau daran denken, wenn ich mal wieder über eine dieser Situationen ärgere und auf Bus und Bahn schimpfe. Denn eigentlich können die dann ja gar nichts für meinen Ärger, oder?


Jetzt frage ich Euch: Kennt ihr noch mehr dieser ungeschriebenen Gesetze?

 

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47 Kommentare zu: 7 ungeschriebene Gesetze in Bus und (U-)Bahn, die jeder kennt

  1. Eines der ungeschriebenen Gesetze ist auch, dem Kontrolleur einfach mal ein „Schönen Tag noch“ mitzugeben. Die habens schließlich auch nicht immer leicht.

  2. Ich finde es auch wichtig, an einer Bushaltestelle Abstand zur Straße zu halten.
    So ein Busspiegel kann sehr weh tun und der Bus natürlich auch. Wenn der Spiegel bricht war es das mit der Fahrt. Nur so kann der Bus dann auch optimal an jede Haltestelle fahren, wenn sie von Autofahrern & Co. auch freigehalten wird.

  3. Ja. Gesetz Nr. 1 ist: ALTEN Leutchen einen SITZPLATZ anbieten!!!!!! Genauso schwangeren Damen. Die danken es einem! 😉

    1. Einen Sitzplatz sollte man jedem anbieten, der ihn nötiger hat als man selbst. Und man sollte demjenigen den Sitzplatz auch lassen. Nur weil man graues Haar hat, hat man kein Recht mit Verweis auf die eigene Lebensleistung Kinder von einem Sitzplatz zu vertreiben. Kleinere Kinder erreichen nicht immer die Haltegriffe und haben oft nicht die ausreichende Kraft in anfahrenden und bremsenden Fahrzeugen sicher zu stehen.

  4. Wenn man an einer Haltestelle aussteigen möchte, darf man beim Anhalten gern schon am Ausgang stehen und zügig den Wagen verlassen. Man muss sich nicht erst erheben und auf den Weg machen, wenn der Zug angehalten hat und die ersten schon einsteigen. Dies scheint m.E. eine Unsitte zu sein, die besonders coole Neuhamburger mitgebracht haben, die die Haltestellenaufenthalte unnötig verlängern und am Ende zu Verspätungen führen.

    1. Sicherheit sollte Vorrang haben. Ich habe gelernt, dass man beim Stehen und Gehen immer auf einen sicheren Halt achten sollte. Ich möchte aber nicht von „Frühaufstehern“ gezwungen werden in einer Kurve im Bus die Haltestange loslassen zu müssen.

  5. Es kommt immer wieder vor, dass Blindenleitsysteme betreten werden d. h. auf ihnen entlang gelaufen wird und auch Gepäckstücke, Fahrräder und Kinderwagen auf Blindenleitsystemen gestellt werden. Es ist verboten, auf den Blindenleitstreifen entlang zu laufen und Gepäckstücke, Kinderwagen und Fahrräder zu stellen. Leider gibt es immer wieder einige Fahrgäste, die aus falschem Stolz, Sturheit und Egoismus diese ungeschriebene Vorschrift nicht befolgen. Ebenso dürfen Fahrstuhltüren nicht blockiert d. h. dürfen nicht mit Fahrrädern, Kinderwagen und Gepäckstücken zugestellt werden.

    Selbst der BSVH bittet die Fahrgäste, die Blindenleitstreifen immer freizuhalten, wenn man selber nicht blind bzw. sehbehindert ist.

    Und bitte auch nicht zwischen dem inneren Rand des Blindenleitstreifens (bitte auch nicht auf dem Blindenleitstreifen entlang gehen!) und der Bahnsteigkante gehen. Wer zu dicht an der Bahnsteigkante geht, handelt leichtsinnig, der Luftdruck des einfahrenden Zugs kann ihn umstoßen. Daher nicht ohne Grund die gelben dreieckigen Warnschilder auf S-Bahnhöfen. Dieses Problem wird es bei der U5 nicht mehr geben, da Bahnsteigtüren gebaut werden sollen, Bahnsteigtüren wird es nur auf neuen U-Bahnlinien, ab U5, auch auf der U6 könnte es Bahnsteigtüren geben, auch wenn es zur Zeit noch keine Planungen für eine U6 in Hamburg gibt. Auf ausländischen U-Bahnhöfen markieren gelbe Streifen auf den Bahnsteigen den Abstand zur Bahnsteigkante, der einzuhalten ist, um nicht in die Gefahr zu kommen, diese Funktion übernehmen die Blindenleitstreifen in Hamburg. Auch an den Bahnsteigtüren dürfen keine Gepäckstücke, Fahrräder und Kinderwagen abgestellt werden, sie dürfen auf keinem Fall blockiert werden.

    Vollständige Barrierefreiheit entsteht nicht durch die Einrichtungen der Haltestellen allein, sondern auch in den Köpfen der Fahrgäste! D. h. die Fahrgäste sind verpflichtet, sich gegenüber Behinderten und Senioren barrierefrei zu verhalten, d. h. Blindenleitstreifen und Fahrstuhltüren (auf der U5 ab Eröffnung voraussichtlich 2026 oder 2027 auch die Bahnsteigtüren) freizuhalten und Sitzplätze im Bereich der Fahrgastfernsehschirme auf Bitte der Behinderten bzw. Senioren zu räumen.

    Gruß
    Joachim

    1. Hallo Joachim,

      die Blindenleitstreifen gar nicht zu betreten halte ich für etwas übertrieben. Man muss diese ja bei Betreten und Verlassen der Bahn überschreiten.
      Entlang gegangen bin ich die Blindenleitstreifen auch schon einige Male. Man kann die Markierung auch nutzen, wenn man keine Einschränkungen hat, um in die richtige Richtung zu gehen, wenn man währenddessen beispielsweise außerplanmäßig eine Anschlussverbindung mit dem Smartphone verifizieren muss. Bei der Vollbahn ertappe ich mich auch dabei, dann die Fahrzeuganschriften zu lesen.
      Ich sehe da kein Problem, da ich für Fahrgäste, die auf den Streifen angewiesen sind, schon aus einiger Entfernung Platz mache. Dass Gepäck dort nichts zu suchen hat, ist natürlich eine Selbstverständlichkeit.

      Auch den Bereich zwischen Blindenleitstreifen und Bahnsteigkante immer freizuhalten, halte ich für praxisfremd. Viele Bahnsteige sind so voll, dass dies gar nicht geht. Ich halte diese nur frei, wenn ein Zug einfährt oder einfahren kann, ansonsten wird dieser Bereich mitbenutzt.

      Viele Grüße

  6. Allgemein möchte ich mal sagen, dass es – jedenfalls bei der U-Bahn und den Bussen meistens ordentlich klappt. Und – man mag es kaum glauben – gerade Jugendliche stehen oft für Ältere und Gebrechlich auf, ich erlebe es immer wieder. Sollte keiner aufstehen, empfehle ich den Älteren, freundlich zu fragen, es steht bestimmt immer einer auf – erlebe ich auch immer wieder. Wenn natürlich der halbe Wagen leer ist und diese dann unbedingt auf einem Sitzplatz für Schwerbehinderte sitzen müssen und das pampig und rüpelig einfordern, dürfen diese sich auch nicht wundern …

  7. Ich informiere mich vor der Fahrt wo ich hin möchte, mit welcher Linie ich fahren muss und welchen Fahrschein ich benötige sowie wo ich aussteigen muss.

    Ich halte nicht urplötzlich mitten im Menschenfluss auf dem Bahnsteig (Südsteg HBF bestes Bsp.) an, starre auf die Verbindungsinformation und mal Trippelschritte nach links und ohne Vorwarnung wieder nach rechts, vor und zurück, gucke nach links und gehe nach rechts usw., sondern gehe an den Rand und orientiere mich dann.

  8. Es gibt noch zwei ungeschriebene Gesetze:

    1. ich nehme keine Bluetooth-Lautsprecher mit in Bus und Bahn. Musik über Kopfhörer stelle ich nur so laut, dass sich die anderen Fahrgäste nicht belästigt fühlen.

    2. Ich nehme keinen Döner oder Pommes mit in Bus und Bahn. Das stinkt so gut wie immer und selten schafft es jemand damit nicht zu kleckern. Kommt mir persönlich leider immer noch viel zu oft vor. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind kein Imbiss!

    1. zu 1) Ich spiele generell keine Musik, Filme o.Ä. über Lautsprecher ab, nicht jeder Mitfahrende hat den gleichen Geschmack oder den Nerv, um diese zusätzlichen Geräusche zu verarbeiten.

      zu ) Das gilt auch für Cola und andere (klebrige) Getränke, „es sei denn, dass die Rutschfestigkeit des Bodens verbessert werden müsste.“

  9. Man nutzt auch die Treppen so, dass die Leute in einer Richtung runter und in der anderen raufgehen können.
    Und man bleibt auch nicht direkt danach einfach stehen (es sei denn man ist aus gesundheitlichen oder altersbedingten Gründen dazu gezwungen)

  10. Kopfhörer in der U-Bahn ist ein Verstoß gegen ein ungeschriebenes Gesetz, in der Bremer Tram ist das Musik hören mit Kopfhörer verboten. Man muss immer die Ohren frei haben, um eventuelle wichtige Durchsagen vom Fahrer bzw. vom Personal der Hochbahn über zum Beispiel Betriebsstörungen (Verspätungen, Stecken bleiben auf der freien Strecke, Unfälle, Feuer etc.) hören zu können und rechtzeitig darauf reagieren zu können.

    1. Und Busfahrer seit freundlich zum Fahrgast, der auch nur zu seiner Arbeit und zurück möchte und nichts für den miesen Fahrgast auf der letzten Fahrt kann!

  11. Nr 4 wird so gut wie nie in Hamburg befolgt. Gerade am Hbf könnten Hinweisschilder erheblich den Durchsatz beschleunigen. Warum gibt es diese Schilder (rechts stehen, links gehen) nirgendwo im HVV?

  12. Kippen kann man auch rauchen, wenn man ein paar Meter von anderen Wartenden weg steht oder – beim verlassen der U-Bahn-Station – nicht mehr (links) auf der Rolltreppe steht. Auch der letzte Zug in der Bustür und fröhliches Ausamten im Bus betört die anderen Fahrgäste gewaltig…

  13. und warum werden in Hamburg nicht endlich solche Schilder an Rolltreppen angebracht?
    die meisten Leute raffen es einfach nicht. Daher würden Hinweise helfen 😉

    1. Es gibt zumindest Hinweise auf dem Boden direkt am Ende der Rolltreppe. Mit dem Hinweis genau da nicht stehen zu bleiben. Erschreckend, dass sowas nötig ist. Gesunder Menschenverstand reicht normalerweise aus…

    2. Das ist halt in Hamburg so.
      Da halten die Leute auf den Fahrtreppen ein Schwätzchen, oder stehen ganz einfach links, egal, ob auf dieser Seite jemand vorbei möchte.
      Da bleiben die Leute wie Trauben in den Schnellbahnen in den Eingangsbereichen stehen, sodass kaum jemand einsteigen kann und obwohl sogar nicht nur der Gang frei ist, sondern auch noch Plätze. (Gut zu beobachten früh auf der U3 in Lastrichtung.) Wenn man zu einen dieser freien Sitzplätze gelangen will, wird man dann noch angeranzt.
      Auch wird der Sinn von Wagendurchgängen in den DT5, Redesign-474 und 490 nicht begriffen. (Manchmal frage ich mich, ob man sich diese Durchgänge nicht hätte sparen können, da sie sowieso kaum angenommen werden.)
      Die Liste dieser „Hamburgensien“ könnte man noch weiter fortsetzen.
      Da es mit dem Mitdenken offenbar nicht so weit her ist, sollten Hochbahn, S-Bahn u.a. mal über den HVV eine „Erkläroffensive“ initiieren, damit es vielleicht einmal paar mehr Leute begreifen.

  14. Naja, das mit dem hinten aussteigen ist so eine Sache – wenn der Bus so voll ist, dass ich dort kaum hinkomme, kann es vorn einfach auch schneller gehen. Für Fahrer: nicht wie eine gesengte Wilds…. fahren….

  15. Ich nehme Fahrrad nicht (geschriebener Maßen) während der Spitzenzeiten mit in die Bahn und spare im übrigen den vorwurfsvollen Blick wenn wegen Überfüllung keine Mitnahme möglich ist…

  16. Sich keine Zigarette anzünden wenn sich bei Regen alle in das Häuschen der Bushaltestelle quetschen!

    Da sollte mal über ein generelles Rauchverbot nachgedacht werden. Hab es eben gerade erst wieder erlebt.

  17. Ich kenne noch ein ungeschriebenes Gesetz:
    Man steht für Alte oder Behinderte auf!
    Wird leider oft ignoriert in letzter Zeit. Echt traurig.
    Und noch eins:
    Man macht den Behinderten/Rollstuhlplatz frei wenn er gebraucht wird. Ich musste leider die Erfahrung machen, das viele Fahrgäste da eher frech uns ignorant sind

    1. Mobilitätseingeschränke Personen dürfen gern höflich um einen Platz bitten, das sollte eigentlich ebenfalls nicht schwerfallen. Auch hier gibt es häufig negative Beispiele, die einen Platz in einem sehr anmaßenden Ton einfordern. Generell hat nämlich kein (!)Fahrgast einen Anspruch auf einen Sitzplatz, es handelt sich immer um eine Gefälligkeit und hier sollte ebenso ein verständnisvolles Geben und Nehmen sein.

      1. Ich stehe gerne für ältere Menschen auf. Muss aber gestehen, dass ich nicht immer sehe, dass eine ältere Person einsteigt der ich gerne meinen Sitzplatz anbieten würde. In diesem Fall darf man gerne darauf aufmerksam machen. Allerdings passiert das oft(nicht immer) in einem ziemlich rauen Ton oder nur mit einem bösen Blick. In diesen Fällen neige ich eher dazu nicht aufzustehen. Denn gegenseitiger Respekt unabhängig vom Alter ist auch angebracht.

      2. Dann lese nochmal die Beförderungsbedingungen des HVV die Du mit Kauf der Fahrkarte akzeptiert hast. Schwerbehinderte Fahrgäste haben ein Anspruch auf einen Sitzplatz. Vielen sieht man ihre Schwerbehinderung nicht an. Schwerbehinderung heisst nicht automatisch gehbehindert oder ähnliches.

      3. Um mal den § 5 (2) im Wortlaut zu zitieren: „Das Betriebspersonal ist berechtigt, Fahrgästen Plätze zuzuweisen; Anspruch auf einen Sitzplatz besteht nicht. Sitzplätze sind für Schwerbehinderte, in der Gehfähigkeit Beeinträchtigte, ältere oder gebrechliche Personen, werdende Mütter und für Fahrgäste mit kleinen Kindern freizugeben.“

  18. Ich bin schwerbehindert, was man mir jedoch nicht ansieht. Wenn ich Fahrgäste auf einen Sitzplatz anspreche, war das noch nie ein Problem. Danke Hamburg

  19. Ganz wichtig!
    Leuten, die körperlich eingeschränkt sind (aufgrund von Erkrankungen, wegen des Alters, in der Schwangerschaft, auch KINDERN), einen Sitzplatz anbieten.

  20. Wie war das noch für Alte und Behinderte aufstehen und einen Sitzplatz anbieten? Ist glaube ich auch ein ungeschriebenes Gesetz.

  21. Ja, da gibt es durchaus noch welche.
    Zum Beispiel: an der Bushaltestelle fürs Einsteigen eine Schlange bilden (natürlich nicht die ganzen 10 Minuten, bis der Bus kommt, aber zumindest wenn er um die Ecke biegt). Wer zuerst an der Haltestelle war, steigt auch zuerst ein (mal
    von berechtigten Ausnahmen abgesehen – Rollstuhlfahrer beispielsweise). Das Vordrängeln an großen Haltestellen, an denen viele Leute einsteigen, nur um einen sicheren Sitzplatz zu kriegen, nervt.

    1. Das ist übrigens in England so üblich. An der Bushaltestelle wird sich immer angestellt, bis der Bus kommt. Und wenn er dann kommt, im Gänsemarsch einmaschieren. Übrigens: „by request“ bedeutet: Der Bus hält nur, wenn man ein Handzeichen gibt, sonst fährt er durch … Muss man auch erst mal drauf kommen, wenn man ganz allein an der Bushaltestelle steht und die Busse alle durchfahren … Am diszipliniertesten sind die Japaner (wohl alle Ostasiaten). Von denen können wir wirklich was lernen.

      1. Oder man macht es wie in den USA… es gibt einfach kein Wechselgeld beim Busfahrer – nur an den Automaten…

  22. Rucksäcke sind tatsächlich nicht am Rücken festgewachsen. Man kann sie in der vollen Bahn durchaus abnehmen und muss sie beim Umdrehen nicht seinen (kleineren) Mitreisenden durchs Gesicht ziehen…

    1. Besonders extrem ist das in den DT3, wenn sich Fahrgäste, die sich in den Türbereichen an die Sitzrückwände anlehnen, fast auf den Kopf des dort Sitzenden setzen. Oder eben den dicken Rucksack (was schleppen da manche eigentlich immer mit rum?) ins Genick drücken.
      Leider wurden eben auch in den ertüchtigten DT3N keine Plexiglaswände in diesen Bereichen eingezogen.

      PS: Da ja nun auch in den nicht zur Ertüchtigung vorgesehenen DT3 die Mülleimer ausgebaut werden (richtig so!): Wann werden endlich die noch viel mehr störenden und oft überlaufenden (da kleineren) Müllbehälter aus den DT4 der Serien 5 und 6 ausgebaut?

  23. Ich esse in Bahn und Bus keine stark riechenden Dinge, wie z.B. Asia Food.

    Ich respektiere die Privatsphäre anderer und telefoniere nicht wie zu Hause in der Badewanne.

    Ich lege meine Schuhe nicht auf dem Sitz ab.

    Ich beschalle nicht den ganzen Wagen mit meiner Musik.

    Ich stecke mein Smartphone beim Aus-und Umsteigen weg.

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