U4: Mit großen Schritten Richtung Elbbrücken

Bei allem Warten auf die U5 gerät die U4-Verlängerung zu den Elbbrücken leicht in den Hintergrund. Dabei wird da kontinuierlich mit großem Gerät schwer geschuftet. Nun stand Großes an: die nördliche Gleisbrücke der Haltestelle wurde eingeschoben. Mit 35 Metern Länge und 245 Tonnen Gewicht ein echter Koloss in Bewegung. Das haben wir zum Anlass genommen, mal wieder einen Blick auf den aktuellen Stand der Bauarbeiten an den Elbbrücken und in die Zukunft zu werfen.

U4_Streckenverlauf zu ElbbrückenBisher habe ich hier vor allem den Tunnel der U4-Verlängerung, der in offener Bauweise gebaut wurde, vorgestellt. Nun kommen wir mit dem Bau des Troges (2.) und dem Rohbau der Haltestelle den Elbbrücken immer näher.

Im TrogHier im Trog mit Blick Richtung Elbbrücken werden in Zukunft die Züge der U4 fahren. Faszinierend, dort direkt drin zu stehen, wo später der Trog noch etwa zwei Meter aufgefüllt wird. Später fahren die Züge dann in etwa auf Höhe der Kante.

Luftaufnahme 1

Hinter dem Trog (unten rechts im Bild) läuft schon der Rohbau der künftigen Haltestelle. Von Norden her wurde nun die Gleisbrücke mittels Hydraulikpressen in ihre endgültige Position über der Zweibrückenstraße geschoben. Auf den Stahlbrücken liegen später die Gleise und die Bahnsteige der neuen Haltestelle.

Brücke verschoben

Nach knapp vier Stunden war die Gleisbrücke komplett verschoben. Und auch jetzt wird sich nicht ausgeruht. Bis September 2016 laufen noch die Rohbauarbeiten an der Haltestelle. Im kommenden Frühjahr 2017 wird auch der Tunnel zwischen den Haltestellen HafenCity Universität und Elbbrücken im Rohbau fertig sein. Dann startet dort der Gleisbau.

Im März 2017 wartet dann das Sahnestück auf alle Hamburger. Dann startet nämlich der Bau der spektakulären Hallenkostruktion für die Haltestelle Elbbrücken.

So sieht es dann mal aus:


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6 Kommentare zu “U4: Mit großen Schritten Richtung Elbbrücken

  1. Wow echt spannender Artikel und danke für die schönen Bilder. Gibt diese auch in Größerer Auflösung (um mehr Details sehen zu können) ?

    • Für den Blog sind die Bilder entsprechend optimiert worden. Wir werfen aber gerne bei Gelegenheit einfach wieder einen Blick auf die Baustelle 😉

  2. Es gab über viele Jahre keine so umfassende Projektierung beim Ausbau des U-Bahn-Netzes. Die nächste Eröffnung wird dann Elbbrücken sein, wobei die neue Abstellanlage Hafencity Universität in den nächsten Monaten schon in Betrieb gehen soll.
    Neben der neuen Station Oldenfelde ca. 2019 geht es mit der Planung Richtung der U4 Richtung Horner Geest los: Inbetriebnahme ca. 2024. 2026/27 folgt der Anschluss Bramfelds. Die weiteren Abschnitte dieser neuen U5 sollen bis 2033 fertig gestellt sein. Darüber hinaus wurde im Rahmen der Olympia-Planung bzw. -Hoffnung ein Mobilitätskonzept erstellt, das u. a. den zweigleisigen Ausbau der Moorkampkurve bzw. erweiterte Abstellanlagen in Billstedt vorsieht. Ist das jetzt hinfällig geworden, da die Olympiade in Hamburg nun doch nicht stattfindet?

    • Wir planen eine neue U-Bahn-Werkstatt in Billstedt. Sie wird im Einschnitt östlich der Legienbrücke zwischen den U2/U4-Haltestellen Legienstaße und Billstedt liegen. Der Bau soll Anfang des kommenden Jahres beginnen. Derzeit wird das Planfeststellungsverfahren vorbereitet. Ende 2018 könnte die Betriebswerkstatt in Betrieb gehen.

  3. Sehr schöne Bilder der Baustelle aus Perspektiven, die mann normalerweise nicht hat. Danke!

  4. Über den Bau einer U-Bahn-Werkstatt in Billstedt wurde schon in einem anderen Thread des Hochbahn-Blogs geschrieben, so weit ich mich erinnern kann. Nun ist es konkret. Das ist wieder ein weiterer Schritt beim U-Bahn-Ausbau. Die für lange Zeit hinterlassene Lücke zwischen den Streckengleisen wird damit ihrem ursprünglichen Zweck zugeführt.
    Inwieweit nun andere Überlegungen im Rahmen des Mobilitätskonzepts der Olympia-Planungen umgesetzt werden, ist wohl noch nicht klar?
    Z. B. der zweigleisige Ausbau der Moorkampkurve?
    Diese Maßnahme würde einen Verstärkerbetrieb zwischen U2 und U3 ermöglichen. Dahinter steckt sicherlich die Überlegung, dass sich der Verkehr auf der U2 ab Jungfernstieg Richtung Billstedt durch die U4 bereits verdichtet und sich von daher ein verstärkter Betrieb über die Durchmesserstrecke nur schwerlich realisieren ließe. So könnte der Eimsbüttler Abschnitt zusätzlich über den Ring bedient werden. Die U3-Züge, die Schlump enden, würden dann weiterfahren. …

    Eindeutig ist auf jeden Fall, dass das Projekt, die U4 auf den Grasbrook weiterzuführen, vorerst nicht angegangen werden soll. So wird erst einmal ab 2018 an den Elbbrücken Schluß sein.

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