Wieso der G20-Gipfel auch Bus und Bahn betrifft

Ihr habt es mitbekommen, am 7. und 8. Juli treffen sich die Staatsführer der Welt zum G20-Gipfel hier bei uns in Hamburg. Zwei Tage lang hat das Treffen rund um die Hamburg Messe die Stadt fest im Griff. Damit der öffentliche Verkehr während dieser Zeit trotz Straßensperrungen und Sperrzonen halbwegs zuverlässig funktioniert, haben wir Verkehrsunternehmen im HVV uns ein Konzept überlegt, mit dem die Beeinträchtigungen für alle Fahrgäste (hoffentlich) so gering wie möglich gehalten werden können. 

Ein Verkehrskonzept für die Stadt

Fakt ist, wir wissen nicht, was genau passieren wird. Ein paar Dinge kann man aber immerhin kalkulieren. Schließlich wird es insbesondere auf den Straßen der Innenstadt einige Einschränkungen geben. Aber machen wir uns nichts vor, gute Planung reicht am Ende vielleicht nicht aus. Und genau deshalb versuchen wir, den Großteil unsere Fahrgäste mit den Schnellbahnen in und aus der City heraus zu fahren.

Schnellbahnen

Ganz klare Empfehlung an alle: lasst das Auto zuhause stehen! Nehmt stattdessen lieber die Schnellbahnen (unsere und auch alle anderen). Denn diese werden nach aktueller Planung ganz normal fahren. Wir setzen zusätzliche Züge ein und fahren in der Nacht von Donnerstag auf Freitag bis 2 Uhr. An einzelnen Haltestellen (Messehallen oder Sternschanze) kann es sein, dass die Zu- und Abgänge kurzfristig gesperrt werden müssen.

Busse

Grundsätzlich sollen an den beiden Tagen auch alle Busse fahren. Durch Straßensperrungen in der sogenannten Transferzone – also dem Bereich zwischen Flughafen und Innenstadt – sowie eben in der Innenstadt selbst kann es aber zu deutlichen Behinderungen kommen. Deshalb gilt für alle Bus-Fahrgäste: steigt, wenn möglich, auf U- und S-Bahnen um!
Damit unser Busbetrieb trotzdem möglichst stabil und zuverlässig läuft, werden Linien „gebrochen“, also vereinfacht gesprochen in ihre Einzelteile zerlegt. Damit wollen wir verhindern, dass sich eine Störung, z.B. in der Innenstadt, auf die gesamte restliche Linie überträgt.



Das bedeutet konkret:

Im Ring 1

Im Ring 1 – um die Veranstaltungsorte Messehallen, Rathausmarkt, Elbphilharmonie – wird es an den Gipfeltagen keinen regulären Busverkehr geben. Würden wir unsere Bus-Linien nämlich hier in der Innenstadt regulär anfangen und enden lassen, käme an den Außenästen im schlimmsten Fall gar kein Bus mehr an. Stattdessen fahren innerhalb des Ring 1 Shuttle-Busse im 10-Minuten-Takt. Am besten bewegt ihr euch aber in dieser Zeit auch hier mit U- und S-Bahnen. Hier ist das Netz von U- und S-Bahn so engmaschig, dass Ihr trotzdem gut überall hinkommt.

Transferzone

Außerhalb des Ring 1 beginnt die Transferzone. Hier fahren die Busse im besten Fall ganz normal. Sie fahren bis an den Rand des Ring 1 heran und lassen Euch hier auf die Schnellbahnen umsteigen. Oder aber eben anders herum vom Ring 1 weg auf ihrem normalen Linienweg. Während der Transfer-Fahrten kann es hier aber zeitweise zu Streckensperrungen kommen. Dann kann keiner der Busse fahren. Aus Sicherheitsgründen sind diese Strecken vorher nicht bekannt, sondern werden spontan festgelegt – für uns also nicht planbar. Wenn ihr es also schon vorher vermeiden könnt, steigt also auch hier schon früher in die Schnellbahnen um.

Zwei Beispiele, die das verdeutlichen:

  • Beispiel Linie 4: Zentraler Umsteigepunkt ist die U-Bahn-Haltestelle Schlump. Hier geht’s in die Linien U2 und U3. Der 4er Bus endet hier von Eidelstedt und fährt dann zurück.
  • Beispiel Linie 5: Der erste Umsteigepunkt ist Niendorf Markt. Hier wenden die Busse und fahren nach Burgwedel zurück. Fahrgäste fahren ab hier entweder mit der U2 in die City oder wechseln den Bus und fahren weiter auf der Linie 5 in die Innenstadt. Zweiter Umsteigepunkt ist die U-Bahn-Haltestelle Hoheluftbrücke. Von hier aus fährt der Bus zurück zum Niendorf Markt. Soweit möglich wird die Linie aber auch bis Bezirksamt Eimsbüttel weiter geführt, damit die Fahrgäste diesen Bereich auch erreichen können.

Außerhalb der Transferzone

Außerhalb der Transferzone fahren unsere Busse wie gewohnt. Hier fahren sie auf dem Linienweg bis an die Transferzone heran und enden dort möglichst an U- oder S-Bahn-Haltestellen. Von dort fahren sie zum Ausgangspunkt zurück. Hier kann also ein erstes Mal in die Schnellbahnen umgestiegen werden, mit denen es weiter in die Innenstadt geht. Wer nicht in die Schnellbahn umsteigen will, kann hier an der Grenze auch mit einem anderen Bus zu seinem Ziel in der Transferzone fahren. Hier muss er dann aber eben mit Einschränkungen rechnen.

Es muss also einzig beim Wechsel von der einen in die andere Zone umgestiegen werden. Ja, nicht mehr so bequem wie sonst ohne Umsteigen, aber ihr kommt sehr wahrscheinlich besser an eurer Ziel in der City. Mit diesem Konzept können die Busse außerhalb der Innenstadt größtenteils problemlos fahren und stecken nicht in der Innenstadt fest. Zeitweise Störungen aus der City übertragen sich so nicht auf die gesamten Linienabschnitte darüber hinaus.

Wichtig noch für die Linien 6 und 111: Am 7. Juli 2017 werden diese nicht in die HafenCity sowie Speicherstadt fahren.

 


+++ Hier noch einmal die Pläne für alle Buslinien während des G20-Gipfels +++


Infos zum ÖPNV beim G20-Gipfel

Während des Gipfels haben wir alle mehr Personal im Einsatz. So können wir bei Einschränkungen schnell reagieren und nachsteuern, aber auch über alle Planungen und kurzfristige Änderungen informieren.

Ab 28. Juni findet ihr den geänderten Fahrplan in der HVV-App und online. Über die aktuelle Verkehrslage informieren die HVV-Hotline (19449), hvv.de und die Twitter- und Facebook-Plattformen aller Verkehrsunternehmen, der Behörden und der Polizei. Hashtag ist #G20HAM17

Twitter-Kanal HOCHBAHN
Twitter-Kanal S-Bahn
Twitter-Kanal VHH
Twitter-Kanal Polizei Hamburg
Twitter-Kanal BWVI
Facebook-Seite AKN



14 Kommentare zu “Wieso der G20-Gipfel auch Bus und Bahn betrifft

  1. Aber wenn schon in der Innenstadt Shuttlebusse eingesetzt werden, dann habe ich hier einen Vorschlag an die Zuständigen Planer für die Fahrzeuge:
    Es wäre deutlich effektiver wenn dafür möglichst alte Solobusse (oder alte Gelenkbusse) bzw. Fahrzeuge der Baureihe C1 eingesetzt werden.
    Die Idee dahinter:
    1. Es sind nur 2 Tage, da schaden ältere Fahrzeuge auch nicht dem Hochbahn-Image
    2. Bei dem, was alles an Protestaktionen und Gewalt angekündigt wurde, werden die Busse in diesem Trubel sehr wahrscheinlich NICHT ohne diverse Schäden davonkommen (Deshalb wäre es unschlau, die neuesten Fahrzeuge einzusetzen). Das führt auch schon zu Punkt
    3. Es ist kostengünstiger und wirtschaftlicher, ältere Fahrzeuge nach dem Gipfel zu reinigen und zu reparieren, als neuere bzw. die neusten Bauarten zu reparieren.

    Ich würde mich sehr freuen wenn diese Idee umgesetzt wird und der erwartete Effekt eintritt. Wenn nicht, ist es trotzdem umso besser, denn dann gibt es nichts zu reparieren😉

    MfG

  2. Also das Konzept mit den gebrochenen Buslinien ist meiner Meinung schon das beste was man machen konnte. Was ich aber leider nirgenswo finden kann sind Info zu den Shuttlebuses – welche Linien warden den verkehren?

    Und wie sieht das bei den Schnellbahnen aus, wenn man auf die ausweichen soll, warden dann mehr/laengere Zuege gefahren?

    • Die Details zu den Bus-Linien finden Sie hier auf den entsprechenden Seiten auf hochbahn.de. Alle aktuellen Infos finden Sie an den beiden Tagen auch in der HVV-App oder auf hvv.de. Ich kann Ihnen nur sagen, dass wir bei der U-Bahn zusätzliche Züge einsetzen und insbesondere die Nacht von Donnerstag auf Freitag länger fahren. In den Tagen bitte auch gerne unseren Twitterkanal im Blick behalten. Dort werden wir alle eventuellen Störungen des Betriebs kommunizieren.

      • Das habe ich schon gesehen. Da steht aber nichts zu den Shuttle-Bussen in der City, d.h. den gestrichelten Linien im Bild ganz oben.

        Alles was dazu zu finden ist, ist das sie im 10-Minuten-Takt fahren (und das scheinbar auch nur bei Ihnen). Ich wuerde ja mal raten dass diese so ungefaehr den jetzigen Linien folgen (St.Pauli-Ring 1-Hbf, Bezirksamt Eimsbuettel-Rathaus-Hbf, usw.) Infos gibt es dazu halt aber scheinbar nicht…

      • In der Innenstadt rechnen wir mit den größten Störungen durch Demos etc. Wir versuchen trotzdem, mit den Shuttle-Bussen zu fahren. Die verkehren dann entlang der Linien in der Abbildung. Hierfür gibt es aber keinen festen Fahrplan. Wir empfehlen trotzdem ganz klar: nutzen Sie die Schnellbahnen (U-und S-Bahn). Das Netz in der Innenstadt ist so engmaschig, dass Sie eigentlich überall besser mit der Bahn hin kommen. Sollen es doch unbedingt die Busse sein, können Sie an den Tagen nur vor Ort schauen, wie die Situation ist. Sprechen Sie zur Not auch unsere Fahrer direkt an.

      • Überraschend, dass Sie in der City die meisten Behinderungen u.a. durch Demos erwarten. Die Innenstadt ist bekanntlich den ganzen Gipfel zu drei Vierteln und am 7. Juli mit Beginn des Feierabendverkehrs vollständig eine Demonstrationsverbotszone?

  3. Guten Tag.
    Ich wollte gern wissen wie es am 7.7. Gegen 18uhr aussehen wird auf der Linie U1 Richtung farmsen. Müssen wir da mit Verzögerungen rechnen?
    Kann man dann ganz normal wie gewohnt von der sbahn zur ubahn umsteigen?

    • Nach aktuellem Stand fahren die U- und S-Bahnen ganz normal. Bitte an dem Tag die aktuelle Lage im Auge behalten. Entweder über die HVV-App oder hvv.de

  4. Guten Tag, da man auf Mails ja keine Antwort bekommt, hoffe ich hier zu erfahren in wie weit ich nach der Arbeit immer zwischen 00:30 und 03:00 Uhr früh von Stephansplatz nach Op de Elg komme. Normal ja mit der U Bahn, wenn die nicht mehr fährt mit Bus bis Rathaus und dann mit dem nächsten bis nach Hause. Wie wird es von Dienstg bis Samstag sein? Danke

    • Die Abfahrtzeiten sind in der Fahrplanauskunft der HVV-App oder auf hvv.de hinterlegt. Bitte dort nachschauen. Die aktuelle Verkehrslage an den Tages des Gipfels können wir aber nicht vorher sehen. Unbedingt ein Auge auf alle Kanäle haben.

  5. Darf man den HVV in diesen Tagen umsonst benutzen?
    Ich bin eigentlich sonst nur per PKW in der Innenstadt

    • Und, Kerstin, Dein PKW fährt sonst immer schön gratis in die Stadt? Mannomann … Oder sollte diese Nachfrage ironisch gemeint sein? Ich hoffe es …

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