Wie ein paar Blätter für Ärger sorgen können

Der Herbst ist da und buntes Laub fällt von den Bäumen.
Ohne Zweifel, schön ist es ja.
Wussten Sie aber, dass Laub, das auf unsere U-Bahn-Schienen fällt, den Betrieb der U-Bahn regelrecht lahmlegen kann?
Das passiert immer genau dann, wenn das feuchte Laub auf den Schienen einen schmierigen Film hinterlässt, weil es von der Bahn plattgefahren wurde. Dann ist das Laub für die U-Bahnen fast so schlimm wie Schnee für Autofahrer.
Früher hat das zu Problemen beim Anfahren und Bremsen der U-Bahn geführt und vor allem dazu, dass die U-Bahn im Herbst oft zu spät kam.
Um diese Probleme zu vermeiden, haben sich die Kollegen aus dem U-Bahn-Bereich vor Jahren eine praktische Lösung einfallen lassen – den „Spritzzug“. Dieser wurde eigens dafür entwickelt, die Gleise vom Laub zu befreien.

Der Spritzzug arbeitet also im wahrsten Sinne des Wortes mit Hochdruck. Mit etwa 500 bar sprüht die Lok Wasser auf die Gleise und befreit sie so vom Schmierfilm. So schafft ein Zug mit ganz viel Wasser, dass der U-Bahn-Verkehr auch im Herbst ohne Probleme läuft.
Noch im Oktober geht der Zug auf die Strecke und dann zeigen wir Ihnen, wie er im Einsatz ganz genau aussieht.



7 Kommentare zu “Wie ein paar Blätter für Ärger sorgen können

  1. Pingback: Laub auf den Gleisen – ja und? | SBB Blog – Doktor Bahnsinn

  2. Mal aus Sicht der Ressourcenschonung im Sinne des Umweltschutzes gefragt: Wieviel Wasser verbraucht dieses Vorgehen und woher stammt dieses „ganz viel Wasser“? Ich weiß, man kann nicht alles willkürlich gegeneinander aufrechnen, und ein funktionierender Bahn-Verkehr schont die Umwelt mit Sicherheit mehr als der automobile Individualverkehr. Dennoch: Wird hier auf Grundwasser zurückgegriffen oder auf Ressourcen aus Regenwasserauffanganlagen o.ä.? Und/oder ist es für die Zukunft geplant, ähnliches zu tun? Mit besten Grüßen, Sam Samuel

    • Der Spritzzug verwendet Wasser aus dem normalen Leitungsnetz. Das hat ganz einfach den Grund, dass er pro Schicht rund 10.000 Liter Wasser zum Reinigen der Gleise benutzt und diese Menge an Wasser schlecht gelagert werden kann. Bei Regenwasser bestünde zudem die Gefahr, dass sich Algen bilden. Sie können sich vorstellen, dass diese auf den Gleisen einen ähnlichen Effekt hätten, wie der Schmierfilm der Blätter. Wir versuchen natürlich trotzdem so schonend wie möglich vorzugehen und verwenden das Wasser ohne zusätzliche Hilfsmittel, sodass es in der Erde versickern kann und so wieder problemlos zu Grundwasser wird.

    • Also wir sind hier nicht in Afrika!
      Wir haben hier in Deutschland viel mehr Wasser im Boden, als wir verbrauchen würden.

  3. Sehr geehrte Damen und Herren,
    ich habe ihnen ende der Kw 47 eine leichte wenn auch etwas humorvolle Beschwerde zu kommen lassen, abgesehen davon, dass ich noch auf die Antwort warte, ist es heute erneut an der U1 in Ohlsdorf Richtung Norderstedt zu Verspätungen von 6 Minuten gekommen. Weltklasse an der Aktion ist, es war gegen 08.30 Uhr, ergo 15 min. später als meine erste Beschwerde. Im Herbst sind es die Blätter, im Winter der Schnee, im Frühjahr der Sturm, im Sommer ? Die Hitze ?? Wohl kaum, aber im Sommer kam dies nicht selten vor. Ich bitte hiermit ernsthaft um eine akzeptabele Entschädigung meiner Fahrkosten, ich zahle 81,00€ im Monat .. der gegenwärtige Wert wäre es für mich 50€
    Wann soll ich ausser Haus gehen wenn ich im Schnitt 75 min. von Mundsburg bis zum Wilhelm-Stein-Weg brauche, bzw. mit dem 24er bis zum Lademannbogen, Der 24 kennt die Pünktlichkeit wesentlich besser als die Schlaftablette Namens U1

    Ich erwarte bis zum 19.11.2014 Ihre Antwort auf meine e Mails

    Hochachtungsvoll
    A, Nolting

    • Blätter, Schnee und Stürme können unseren Betrieb wirklich sehr doll beeinflussen. Ich ärgere mich selbst auch, wenn es dadurch zu Verspätungen kommt. Auf diese „höheren Gewalten“ haben wir leider keinen Einfluss. Sie können sich immer an die Kollegen vom Beschwerdemanagement wenden.
      Ich habe dort eben mal nachgefragt und Sie sollten eine Mail von uns haben.

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