Hafengeburtstag – same procedure as every year?

Am nächsten Wochenende feiert Hamburg das 826. Mal Hafengeburtstag. Holen wir von der HOCHBAHN als „alte Hasen“ also jedes Jahr unsere Planung aus der Schublade und spulen den Betrieb entsprechend ab?
Routine ja – Schublade nein! Auf der einen Seite greifen wir auf Erfahrungswerte zurück, auf der anderen Seite müssen wir individuelle Gegebenheiten berücksichtigen. So werden jedes Jahr aufs Neue extra U-Bahnen sowie Fahrerinnen und Fahrer zusammengestellt, organisiert und koordiniert, immer mit Blick darauf, was Hamburg an dem Wochenende noch zu bieten und entsprechend zusätzliche betriebliche Auswirkungen hat – das können Baustellen sein, die wir berücksichtigen müssen, oder Parallel-Events wie große Fußballspiele.
Und dieses Jahr war da ja noch was:

Aus aktuellem Anlass sei also betont: Alle U-Bahnen fahren! Gestreikt wird bei der GDL, weshalb es bei der S-Bahn Einschränkungen geben wird.
Hafengeburtstag heißt für die HOCHBAHN – auch ganz unabhängig vom Streik – mehr U-Bahn. Und damit Ausnahmeplanung für die Fahr- und Dienstpläne. An diesem Wochenende werden 640 Zugfahrer auf rund 5000 Fahrten im Einsatz sein und dafür sorgen, dass alle, die wollen, mit der HOCHBAHN zum Hafen kommen. Erst dadurch können wir den Betrieb auf allen vier U-Bahn-Linien überhaupt verstärken und in dichterem Takt fahren.

Konkret heißt das, dass auf der U3 zu Spitzenzeiten spätestens alle fünf Minuten eine U-Bahn pro Richtung den Hafen erreicht. Dieser Tagesbetrieb wird, anders als in normalen Wochenend-Nächten, bis 01.30 Uhr verlängert. Erst dann beginnt der reguläre Nachtbetrieb. Im gleichen Zeitraum fahren also mehr U-Bahnen als sonst. Das wird an diesem Wochenende besonders wichtig, weil durch den Streik der GDL noch mehr Fahrgäste mit der U-Bahn zum Hafen fahren werden. Leider kann man den ohnehin ausgeweiteten Takt nicht unendlich weit verdichten. Denn der Fahrgastwechsel während des Hafengeburtstags wird erfahrungsgemäß länger dauern als gewöhnlich. Irgendwann stünden sich die U-Bahnen also quasi gegenseitig im Weg.


Auf den Haltestellen – Personal für Information und Hilfe

Nicht nur im Fahrbetrieb, sondern vor allem auch auf den Haltestellen setzt die HOCHBAHN mehr Personal ein. Während des Hafengeburtstags werden etwa 30% mehr Kolleginnen und Kollegen von der HOCHBAHN-Wache im Dienste der Sicherheit unterwegs sein. Gemeinsam mit vielen freiwilligen Mitarbeitern aus allen Abteilungen der HOCHBAHN werden sie an den Haltestellen Landungsbrücken und Baumwall bereit stehen. Unterstützung bekommen wir in dieser Zeit übrigens auch von Kollegen anderer Verkehrsbetriebe aus Berlin, München, Stuttgart, Nürnberg, Düsseldorf und Wien.
Das sind zusammen ca. 150 Kolleginnen und Kollegen, die für Informationen zur Verfügung stehen, aber vor allem unsere U-Bahn-Fahrerinnen und -Fahrer unterstützen.

An jeder Tür steht eine Kollegin oder ein Kollege und signalisiert der Fahrerin oder dem Fahrer, dass der Fahrgastwechsel zu Ende ist.

Zu ihnen gehören z.B. auch die sogenannten „Winker“, die Ihnen auf den Haltestellen begegnen werden. Wegen des großen Andrangs fertigen die Kolleginnen und Kollegen in den Zügen die U-Bahnen nämlich nicht selbständig ab, sondern arbeiten mit Hilfe „von Außen“. Dafür stehen an den U-Bahn-Türen Kolleginnen und Kollegen mit einer Signal-Kelle. Diese zeigen sie hoch, sobald das Ein- und Aussteigen beendet ist, die Türen also frei sind und der Zug aus der Haltestelle fahren kann.

Am Hafengeburtstag fertigen unsere U-Bahnfahrerinnen und -fahrer die Züge nicht selbst, sondern mit Hilfe "von Außen" ab.Insbesondere nach den Programm-Highlights des Hafengeburtstags, wie zum Beispiel  dem großen Feuerwerk, wollen dann meist alle gleichzeitig nach Hause. In diesen Zeitfenstern werden unsere Kolleginnen und Kollegen den Zugang zu den Bahnsteigen bei Bedarf „dosieren“. Dafür lassen sie dann nach und nach nur so viele Fahrgäste auf die Bahnsteige, wie die nächste U-Bahn aufnehmen kann.


Besonderheiten – Sichtblenden, Durchfahrten und Einbahnregelung

Bei aller Vorbereitung sind wir auch auf die Unterstützung unserer Fahrgäste angewiesen. Denn nur wenn die Haltestellen zügig frei werden, können die U-Bahnen halten, um weitere Besucher ein- und aussteigen zu lassen. Dafür setzen wir, wie zum Beispiel auch beim großen Silvester-Feuerwerk, auf Sichtblenden, die an den Haltestellen am Hafen angebracht werden. Sie sollen verhindern, dass Fahrgäste stehen bleiben und somit die Haltestellen „verstopfen“. Schließlich wollen wir Durchfahrten der U-Bahnen vermeiden, die nötig werden, wenn Haltestellen zu voll sind.SichtblendenWie auch im letzten Jahr wird es an den Landungsbrücken und am Baumwall außerdem noch eine Einbahnregelung geben. Hierdurch können die Haltestellen nicht mehr von beiden Seiten betreten werden, sondern der Zugang erfolgt über die eine, der Abgang über die andere Seite der Haltestellen. Hinweisschilder und unser HOCHBAHN-Personal helfen vor Ort bei der Orientierung.


Für ein entspanntes Feiern hier zusammengefasst unsere Tipps für Ihre An- und Abreise:

  • Bringen Sie bitte mehr Zeit für die An- und Abreise mit. Es kann zu Spitzenzeiten sein, dass Sie nicht gleich den ersten Zug nehmen können.
  • Prüfen Sie, ob Sie alternativ zur stark frequentierten U3 mit der U1 (Haltestelle Meßberg) oder mit der U4 (Haltestelle Überseequartier) zum Hafen kommen können.
  • Bei der Ankunft am Hafen den Bahnsteig bitte zügig räumen, um Platz für die nächsten zu schaffen.
  • Bitte beachten Sie die Anweisungen des örtlichen Personals und die Einbahnregelungen.
  • Und zu guter Letzt: Freuen Sie sich auf das Event-Wochenende! Wir schaffen das, es kommt jeder mit!


2 Kommentare zu “Hafengeburtstag – same procedure as every year?

  1. moin hochbahn, habe das da mal so alles gelesen wegen den hafen geburtstag, fast das gleiche wie im letzten jahr, was mich nur nachdenklich macht ist , die winker fertigen die züge ab?? wie soll das gehen??

    gruß lodda

    • Die Winker helfen bei der Abfertigung der Züge. Gerade wenn es auf den Bahnsteigen voll wird, ist das eine große Hilfe für unsere ZugfahrerInnen. Dafür haben die Winker Signal-Kellen und stehen auf den Bahnsteigen verteilt. Wenn der Winker die Kelle dann hochhebt, signalisiert er, dass das Ein- und Aussteigen der Fahrgäste an seiner Tür beendet ist. So weiß der Zugfahrer, dass er weiterfahren kann.

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