Von Bussen, die zu früh fahren

Wenn ein Bus zu spät ist, ist das wirklich nicht schön. Lange in der Kälte, der Dunkelheit oder bei schlechtem Wetter zu warten, findet wohl niemand wirklich toll. Was allerdings wohl noch ärgerlicher ist, sind zu früh fahrende Busse. Ja, auch das kommt vor, ist aber im Gegensatz zu verspäteten Bussen, bei denen man die Verspätung durch Staus, volle Straßen oder Unfälle noch verstehen kann, vermutlich nicht mehr ganz so leicht nachzuvollziehen.
Wie kann denn ein Bus schließlich zu früh sein? Es gibt doch Fahrpläne, an die sich der Busfahrer halten muss – oder etwa nicht?



Der Busfahrer und die Zeit – Wie weiß er denn, wann er pünktlich ist?

Noch vor einigen Jahren war für Busfahrerinnen und Busfahrer vor Schichtbeginn der „Uhrenabgleich“ vor Tourbeginn das Wichtigste. Heute muss die Armbanduhr nicht mehr zwingend überprüft werden, weil der Bus im Grunde von selbst weiß, wie spät es ist. Die genaue Uhrzeit wird dem Fahrer im Display seines Fahrscheindruckers angezeigt. Auch der genaue Fahrplan aller Fahrten seines Dienstes ist dort hinterlegt. Damit hat er nicht nur die Fahrzeiten der von ihm üblicherweise befahrenen Linien, sondern auch die Tarifinformationen immer griffbereit.
Gestartet wird in der Regel immer so, dass der Bus zur angegebenen Uhrzeit auch an der Haltestelle ist. Für die Starthaltestelle ist die Abfahrtszeit noch einfach zu kalkulieren, mitten im Verkehr wird es da schon schwieriger. Und sind wir mal ehrlich, wenn wir mit dem eigenen Auto oder Fahrrad fahren, können wir unsere minutengenaue Ankunft auch nicht vorhersagen. Einen Zeitpuffer, gerade bei wichtigen Terminen, baut wohl jeder zur Sicherheit ein.


Wie es zu verfrühten (Ab-)Fahrten kommen kann

Aber zurück zum Thema: Unsere Busse sind wie alle anderen Verkehrsteilnehmer Gast auf den Straßen Hamburgs. Bei aller Vorausschau und Erfahrung ist es tatsächlich nicht möglich, die verkehrliche Situation immer zu 100% zu kalkulieren. Was für den einen Tag gilt, nämlich volle Straßen, Staus und viele Fahrgäste, kann am nächsten Tag schon wieder ganz anders sein. Unsere Fahrzeiten sind folglich dem erfahrungsgemäßen Fahrgastaufkommen und auch der Tageszeit angepasst. Durch eine winzige Veränderung, wie zum Beispiel durch schlechtes Wetter, kann sich die Situation dann schlagartig verändern. Was sich aber nicht anpasst, ist der Fahrplan.
Trotz all der Kalkulation kommt es also auch vor, dass unsere Busse deutlich schneller durch den Verkehr kommen als geplant. Das kann durch leere Straßen, aber auch durch wenige Fahrgäste verursacht sein. Damit kommt der Bus einfach schneller von A nach B und je mehr Haltestellen er ohne Fahrgastwechsel „überfährt“, desto mehr summiert sich die „Verfrühung“. Genauso kann es aber sein, dass der vermeintlich zu frühe Bus ganz einfach der verspätete Vorherige ist. Der kommt dann natürlich außerplanmäßig und erweckt den Anschein, zu früh zu sein.
Vor allem aber, da sind wir ganz ehrlich, gibt es ganz einfach den Menschen hinter dem Steuer des Busses. Zwar gibt es in der Regel ausreichende Puffer- oder Wendezeiten, die es unseren Fahrerinnen und Fahrern ermöglichen, einen Happen zu essen oder auf die Toilette zu gehen, doch manchmal „frisst“ eine verspätete Fahrt diese Zeit so sehr auf, dass die Anschlussfahrt direkt aufgenommen wird. Da kann es also mal passieren, dass das Ende der Fahrt förmlich herbeigesehnt wird. Übrigens nicht nur vom Busfahrer oder der Busfahrerin – auf vielen Linien zeigt dann die Erfahrung schon, dass an Haltestellen vor der Endhaltestelle wohl niemand mehr einsteigen wird. Damit ist das zu frühe Fahren dann auch mal ein Abwägungsprozess, der eine nett gemeinte Beschleunigung für die sich noch an Bord befindlichen Fahrgäste sein kann.


Was passiert, wenn er doch mal zu früh ist?

Zu frühes Fahren ist trotzdem, genau wie Verspätungen, ein Ärgernis, das so wenig wie möglich vorkommen soll. Für die reibungslose Verkehrsplanung und –überwachung unseres Busverkehrs haben wir in unserer Busleitstelle ein automatisches System, das anzeigt, ob ein Bus zu früh, zu spät, oder genau nach Fahrplan unterwegs ist. Ein pünktlicher Bus erscheint in einem grünen Kästchen, ein zu später in einem blauen und ein verfrühter Bus wird in rot angezeigt.

Monitor BZ-Bus

Die farbliche Unterscheidung ermöglicht es unseren Disponenten, die aktuelle Lage direkt zu überblicken und einzugreifen. Sie sind nämlich nicht nur für Rückfragen der Kolleginnen und Kollegen „auf Strecke“ zuständig, sondern können ihrerseits alle Fahrerinnen und Fahrer direkt über Funk ansprechen oder Ihnen digitale Hinweise schicken. Wenn also ein Fahrer zu früh ist, kann der Disponent ihm eine Meldung schicken, um ihn darauf aufmerksam zu machen.
Bei 14.000 Fahrten pro Tag kann aber auch nicht jede einzelne Busfahrt permanent beobachtet und „nachgesteuert“ werden. Wo aber nachgesteuert wird, läuft die Meldung über eine Art Kurznachricht, die vom Computer des Disponenten in der Leitstelle direkt auf den Fahrscheindrucker des Busfahrers gesendet wird. Dieser Hinweis („Fahrplan beachten“) muss dann vom Fahrer aktiv bestätigt werden, bevor er wieder Fahrscheine verkaufen kann. Oben rechts in der Ecke kann der Fahrer direkt nachverfolgen, wie viel zu früh (oder auch zu spät) er zum aktuellen Zeitpunkt ist.

Anzeige Fahrscheinautomat

Für den Fahrer gibt es nun zwei Möglichkeiten, seine Zeit „zu viel“ auszugleichen. Er kann versuchen seine Geschwindigkeit anzupassen oder an der nächsten Haltestelle länger stehen bleiben. Dabei darf aber eben auch der nachfolgende Verkehr nicht behindert werden. Wenn ein Bus also zu früh ist, kann er nicht einfach beliebig den Verkehr aufhalten, sondern muss erst eine geeignete Haltestelle erreichen, an der ein längerer Halt möglich ist.

Ps: Was unsere Leistelle bei Verspätungen tun kann und wie sich Zeitdruck eigentlich für unsere Busfahrerinnen und Busfahrer anfühlt, zeigen wir hier noch diesen Monat.



31 Kommentare zu “Von Bussen, die zu früh fahren

  1. Das ist ein toller Bericht.
    Wie sie schreiben läuft der Verkehr fast jeden Tag anders. Somit kann kein Bus immer „auf die Sehunde“ genau fahren. Mir fehlt daher die Information: „Wie groß ist das Zeitfenster das bei der Hochbahn als Pünktlich bezeichnet wird?“ Wie viel Vor- oder Nachlauf zeigt die blaue Markierung an? Bereits ein Ampelumlauf verursacht eine Verzögerung von 90 Sekunden.

    Aus Informationen, die ich vor einiger Zeit von der DB erhaltenhabe, werden dort Fahrten mit weniger als 5 Minuten Verspätung noch als Pünktlich betrachtet. Im Fernverkehr, mit größeren Umsteigezeiten, mag das noch akzeptabel sein. Im Stadtverkehr, der wesentlich enger getaktet ist, sollten kleinere Zeitfenster gelten.

    • Das ist ein wirklich komplexes Thema. Für statistische Auswertungen werden auch bei uns Verzögerungen von mehr als 5 Minuten als Verspätung gewertet. Im Vergleich mit dem Eisenbahnfernverkehr wirken auf unser Busnetz täglich noch mehr externe Einflüsse. Unsere Disponenten in der Leitstelle sehen die Fahrplanlage der Busse sogar auf 10 Sekunden genau, um zielgerichtet individuelle Maßnahmen ergreifen zu können, bevor die Verspätungen oder auch Verfrühungen zu groß werden.

  2. Hallo,

    Woran liegt es, dass ein Bus manchmal gar nicht fährt? Heute morgen stand ich um 8:10 borgweg und wollte mit dem 179 Richtung poppenbüttel. Der Bus stand auch bis 8:09 da aber als die Fahrgäste einsteigen wollten ist der Bus ohne zu halten weiter gefahren. Das ist bei einem Bus der nur alle 20 Minuten fährt wirklich ärgerlich. Nicht nur für mich sondern für alle ca 40 Fahrgäste die mit mir an der Haltestelle standen!

  3. Hier auf der Linie 173 Passiert das häufig das der Bus zu Früh ist , Gerade heute Morgen wieder bin an der Haltestelle 04:29 und sehe nur noch die Rücklichter der Bus sollte aber erst 4:33 Fahren somit habe ich 20 Minuten wieder warten müssen gerade Morgens wenn die Strassen Frei und der Bus nur alle 20 Minuten Kommt ist das Ärgerlich.

    • Ihren Ärger kann ich sehr gut verstehen. Mit den konkreten Angaben können Sie sich an unser Beschwerdemanagement wenden. Die Kollegen erreichen Sie unter: info@hochbahn.de. Dort kann man Ihren Hinweis direkt weitergeben und das prüfen lassen.

  4. Toller Artikel! Am besten finde ich, dass Ihr Eure Mitarbeiter nicht zu Robotern deklariert, sondern ganz klar sagt: Auch wir sind nicht perfekt.

    Und das sage ich als Fahrgast! 🙂

  5. Nicht unwichtig ist auch die Betrachtung der „subjektiven Verfrühung“. Das passiert, wenn sich der Fahrgast nach seiner inneren Uhr, seiner Armbanduhr oder (noch öfter) nach seinem Mobiltelefon richtet. Leider sind all diese Uhren nicht immer geeicht und entsprechen nicht immer so ganz der wirklichen Uhrzeit. Subjektiv ist der Bus dann zu früh gefahren.

    • Smartphones beziehen ihre Uhrzeit über das Internet von speziellen Zeitservern, welche die Uhrzeit wiederum von Atomuhren o.ä. beziehen und gehen damit äußerst genau. Die meisten Smartphones haben untereinander verglichen sogar nur extrem geringe Abweichungen. Sie sind deshalb als äußerst zuverlässig einzuordnen.

  6. Hallo,
    Wann gibt es denn die Möglichkeit Echtzeitdaten für den Kunden abzurufen? Per GPS sollte das im Jahr 2015 doch möglich sein… Danke!

    • Echtzeitdaten für die U-Bahn und S-Bahn gibt es seit dem letzten Jahr schon in der HVV-App. In Zukunft soll das auch auf den Busbereich ausgeweitet werden. Das ist ein sehr komplexes Thema, an dem der HVV aber schon dran ist.

  7. Der Artikel erklärt ganz gut, wie eine Verfrühung entstehen kann, wobei das eigentlich auch offensichtlich ist und im Grunde nicht weiter erklärt werden müsste.

    Die einzige Begründung dafür aber, warum das nicht einfach an der nächsten Haltestelle abgebummelt wird, ist „der Fahrer muss vielleicht mal auf Toilette oder hat Hunger“.
    Das mag im Einzelfall zutreffen, erklärt aber keinesfalls Aussagen wie die obige „Warum fährt der 25 an der U-Burgstraße morgens andauernd eine Minute zu früh ab?“

    Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass der 24er morgens zwischen 7 und 8 ab Niendorf Nord Richtung Rahlstedt auch regelmäßig eine Minute zu früh abfährt. Dort hat er gerade mal erst 9 Haltestellen bzw. 12min hinter sich gebracht.

    Ich habe dort laut Fahrplan 3min Umsteigezeit. Da ich mit dem 21er der VHH leider meist 2min verspätet ankomme, verpasse ich den Anschluss daher regelmäßig. In vielen Fällen müsste der Fahrer des 24ers nur mal einen Blick in den Rückspiegel werfen, um den eintreffenden 21er mit umsteigewilligen Fahrgästen zu sehen.
    Heute war es ganz besonders übel: der 24er stand an der Haltestelle, ich treffe mit dem 21er ein, gehe nach vorne zum umsteigen und als ich etwa auf Höhe der Hinterachse bin, macht der die Tür zu und fährt los. Schneller laufen hätte ich nicht können, da ich im Menschenstrom war. Und auch bei dieser Aktion war der 24er keineswegs verspätet, sondern wieder mal eine Minute zu früh dran. Solche Sachen sind doch wirklich vermeidbar!

  8. In Ergänzung zu „Matze“
    Zwischen den Bussen der Hochbahn, des VHH/PVG und sicher auch der anderen Gesellschaften besteht jeweils die Möglichkeit den Fahrer zu bitten den Fahrer des anderen Busses per Funk zu bitten einen Moment zu warten. Wenn die Busse zu unterschiedlichen Gesellschaften gehören besteht diese Möglichkeit nicht. So wurde es mir von einem Fahrer gesagt warum er meine Bitte nicht an den Kollegen weiter leiten konnte.

    Frage: Ist geplant eine HVV weite Bus-zu-Bus Kommunikation zu ermöglichen?

    • Derzeit ist es tatsächlich so, dass es noch keinen „Bus-zu-Bus-Funk“ von unseren Bussen zu Bussen anderer Verkehrsunternehmen gibt. Um eine Anschluss zu sichern, können Sie aber dem Fahrer Bescheid geben. Dieser kann Ihren Anschlusswunsch dann an unsere Leitstelle weitergeben, die sich dann z.B. bei der VHH meldet. Am Thema Bus-Funk, mit dem auch der direkte Kontakt mit Bussen anderer Unternehmen möglich ist, sind wir dran.

  9. Was bedeutet das rot hinterlegte -0:50 im Display denn? Dass der Bus 50 Sekunden zu früh ist oder dass er 50 Sekunden zu spät ist?

  10. Hallo zusammen,

    ich als Busfahrer kann ebenfalls nur empfehlen, die Anschlüsse über den Busfahrer sichern zu lassen. Wichtig dabei ist, dass der Fahrgast dem Busfahrer RECHTZEITIG seinen Anschlusswunsch mitteilt. Gerade wenn zB die Hochbahn den Anschluss zu einem VHH-Umlauf sichern soll, kann es einige Minuten dauern, bis die Disponenten der beiden Unternehmen den Anschluss sichern können. Super wäre auch die genaue Zeit der geplanten Abfahrt und natürlich die Fahrtrichtung des zu erreichenden Busses. Wenn das gleich mit angegeben wird, braucht der Disponent den Umlauf nicht erst heraussuchen, sondern kann das dann gleich so weitergeben.
    Gerade an größeren Umsteigeanlagen können Anschlüsse verloren gehen, weil kein Fahrer zu jeder Zeit an jeder Anlage weiß, wann und wo Anschlüsse zusammenhängen. Manchmal sind es auch neue Fahrer, die noch wenig Erfahrung haben und dann kann es passieren, dass der Kollege in der Menschenmenge nicht mitbekommt, dass er noch Umsteiger aufnehmen soll.

  11. Ich erlebe es inzwischen alle zwei tage.
    Wenn keiner dort stehen würde und er einfach weiter fahren würde, würd och das verstehen! Aber da dort eh leute stehen kann er doch die 2 minuten bis zur planmäßigen abfahrt warten! Ih werde noch eine Beschwerde an den HVV senden, wenn sich das bald nicht ändert!

    • Ich kann Ihren Ärger total verstehen, vor allem, wenn es jeden zweiten Tag passiert. Unsere Fahrer sollen im Falle von Verfrühungen immer versuchen, bis zur Abfahrtszeit zu warten. Das geht leider nicht an jeder Haltestelle. Schicken Sie doch bitte mehr Informationen an die Kollegen aus dem Beschwerdemanagement dann können wir uns das ganz genau ansehen.

  12. Ich muss ehrlich sagen, ich bin mittlerweile auch sehr sehr genervt von den Fahrzeiten meines Busses.
    Ich fahre morgens gegen 9:29 (die offiziellen Zeiten wechseln gefühlt bei dieser Linie auch alle paar Monate) immer mit der 39 von der Haltestelle Hartzloh Richtung Wandsbek Markt.
    Allerdings passiert es seit Monaten, dass der Bus zu spät ist, selten sogar gar nicht fährt oder zu früh kommt.
    Einen pünktlichen Bus habe ich wirklich bisher sehr selten erlebt.

    Gerade heute Morgen habe ich mich mal wieder sehr geärgert. Ich war um 9:24 an der Haltestelle, laut App sollte der Bus um 9:29 kommen. Allerdings war der Bus auf der Anzeige gar nicht aufgeführt, sondern nur der darauffolgenden Bus um 9:43. Dementsprechend dürfte ich 20 Minuten an der Haltestelle rumstehen.
    Ich hatte mir ehrlich sogar mal die Mühe gegeben und von Frühling bis Sommer 2015 jede Abweichung von mehr als 5 Minuten zu notieren – die Liste war sehr sehr lang – und habe dem HVV eine Mail mit dieser Aufstellung gesendet. Bisher keine Antwort.
    Wenn man nicht so abhängig von diesem Verein wäre, wäre ich schon längst auf andere Möglichkeiten umgesprungen.

    • Für mich ist das leider schwer nachzuvollziehen. Für verspätete Busse am Morgen in der Rushhour können viele Faktoren zum Problem werden. Auch wir stehen dann leider mit im Stau. Zu früh oder gar nicht sollen unsere Busse aber nicht fahren. Das wollen wir gerne überprüfen. Könnten Sie die erwähnte Liste bitte noch einmal an info@hochbahn.de senden. Dann landet das direkt bei uns und wird an die Kollegen weitergeleitet, die da wirklich überprüfen und nachsteuern können.

  13. Warum warten die Busfahrer denn nicht an der nächstgelegenen Haltestelle, wenn sie zu früh sind und diese auch die Möglichkeit dazu haben?

    • Das sollen unserer Kolleginnen und Kollegen machen, wenn es denn geht. Das können sie natürlich nur dort, wo sie den nachfolgenden Verkehr nicht behindern.

  14. Heute habe ich beim HVV angerufen, weil der 25er Bus mehrfach an der Dorotheenstraße zu früh abgefahren ist. Die HVV-Mitarbeiterin hat mir am Telefon gesagt, dass die Busse eine „Karenzzeit von plus/minus zwei Minuten auf den Fahrplan hätten“. Die Busfahrer könnten also bis zu zwei Minuten vorher abfahren. Das kommt mir spanisch vor – stimmt das wirklich? Warum gibt es dann Fahrpläne und keine Fünf-Minuten Kästen, in denen vielleicht der Bus fährt?

  15. Ja, zu früh fahrende Busse sind wirklich ärgerlich. Vor allem, wenn sie nur alle 20 Minuten fahren und wir — wie im Moment — Minusgrade haben, morgen sollen es gar 7 unter Null werden. Und auf dem Rückweg muss mein Mann rennen, damit er einen Bus bekommt, der laut Plan bequem zu erreichen wäre. Nein, das muss nicht sein, es ging auch früher, also ist es möglich. Den Hinweis auf die Mailadresse müssen Sie nicht wiederholen, vielen Dank, vermutlich ist es ein digitaler Papierkorb. Viel wirksamer wäre wahrscheinlich, wenn Sie die Kommentare durchzählen und gesammelt an jemanden schicken, der ernsthaft eine Verbesserung will, zum Beispiel die Presse.

    • Hallo, den Hinweis auf die Mailadresse geben wir, damit die Information direkt und auf schnellstem Wege bei den Kollegen landet, die sich wirklich darum kümmern können. Also nix mit digitalem Papierkorb 😉
      Ich leite die Kommentare hier auf dem Blog aber zusätzlich immer auch noch einmal an meine Kollegen weiter. Da mir hier aber (auch angesichts des Datenschutzes) elementare Angaben für die Nachvollziehbarkeit einer Beschwerde fehlen, sind die Kollegen von info@hochbahn.de einfach der bessere Ansprechpartner – zudem Sie dort auch eine konkrete Antwort auf Ihren Fall bekommen. Dies ist hier auf dem Blog nämlich nicht möglich. Und ja: Verfrühungen sind sehr ärgerlich, das sehen auch wir! Deshalb wollen wir diesen Fällen ja so genau wie möglich nachgehen. Das macht aber eben eine eigene Abteilung und kann nicht hier von der Redaktion des Hochbahn-Blogs gemacht werden.

  16. Wo und wie konkret kann man sich Anschlüsse sichern lassen? Die RB81 Richtung Ahrensburg/Bad Oldesloe hat oft Verspätung und der 476 Auestieg als Anschluss fährt nur alle 30 min. Mein Anruf beim HVV um den Anschluss zu sichern ergab nur, dass das nicht möglich sei.

    • Das kann ich Ihnen nicht beantworten, weil weder die Regio (Deutsche Bahn) noch der 476er Bus (VHH) von uns als HOCHBAHN betrieben werden. Für uns gilt: wo wir Anschlüsse sichern können, versuchen wir sie zu sichern. Ich weiß aber auch, dass das in der Abstimmung zwischen verschiedenen Verkehrsunternehmen schwierig werden kann. Vielleicht mal bei der VHH direkt versuchen? Das geht hier.

  17. Na gut, wobei es natürlich vor allem in den Randgebieten überhaupt nur Sinn macht, wenn die Anschlüsse nur sehr selten fahren. Im Stadtgebiet, wo der nächste Anschluss ohnehin 10-15 min. später fährt ist das ja eher sinnfrei.

    Also irgendwie kein hilfreicher Tipp, wenn nicht mal gesagt werden kann, wie es denn konkret gemacht werden soll mit dem Anschluss sichern.

    Schade.

    • Bei unseren Bussen geht es ganz einfach über die Fahrer/Fahrerinnen selbst. Wie es bei anderen Verkehrsunternehmen (also nicht U-Bahn oder HOCHBAHN-Bussen) aussieht, kann ich Ihnen leider nicht sagen. Fragen Sie dafür bitte bei der S-Bahn, DB oder VHH direkt nach. Die können Ihnen das Vorgehen für ihr eigenes Unternehmen bestens erklären.

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