Wer muss eigentlich die Rampe im Bus ausklappen?

Rollstuhlrampe Bus

Mal eben schnell in den Bus einsteigen ist für viele Fahrgäste gar nicht so leicht. Zwar sind alle unsere Busse sogenannte Niederflurbusse mit Kneeling-Funktion, also Busse, die zum Ein- und Aussteigen seitlich abgesenkt werden, aber vor allem für Rollstuhlfahrer geht es nur mit der ausgeklappten Rampe wirklich bequem in den Bus.

Wie gebe ich Bescheid, dass die Rollstuhlrampe ausgeklappt werden muss?

In jedem unserer Busse gibt es in der Mitte eine Rampe zum Ausklappen. Die ist vor allem für Rollstuhlfahrer gedacht, mit dem Rollator und Kinderwagen kommt man dank der mittlerweile recht hohen Bordsteine in der Regel auch ohne in den Bus.

Im Idealfall sehen unsere Fahrerinnen und Fahrer, dass jemand mit Rollstuhl in den Bus steigen will. Wenn es aber doch mal voller wird, solltet ihr immer den Knopf mit dem Rollstuhlfahrer-Symbol außen an der Tür drücken. So bekommt der Fahrer vorne das Signal, dass die Rampe ausgeklappt werden soll. Den Knopf gibt es übrigens genauso auch innen, sodass auch für das Aussteigen das Signal gegeben werden kann. Ein zusätzlicher Effekt: Wenn der Knopf gedrückt wurde, ist das automatische Türenschließen außer Kraft gesetzt.

Wer darf die Rampe ausklappen?

Die Verantwortung für die Rampe liegt bei unseren Fahrerinnen und Fahrern. Sie wissen, wie die Rampe sicher ausgeklappt wird und haben als zusätzliches Hilfsmittel zum Handgriff einen kleinen Haken. Denn so leicht sind die Rampen auch nicht.

Klar, im Alltag gibt es auch hilfsbereite Fahrgäste, die die Rampe ausklappen. Und ja, meist geht das schneller, als wenn der Busfahrer erst den Fahrgastwechsel überblickt, Fahrscheine verkauft, dann den Bus sichert und schließlich erst die Rampe aus- und wieder einklappt. Aber im Grundsatz sollte man auf den Busfahrer warten, denn es soll sich ja keiner dabei verletzen – und schmutzig ist die Rampe auch manches Mal, bei den vielen Menschen, die darüber laufen.

Wieso gibt es eigentlich keine elektrische Rampe?

Nun könnte man meinen, dass es ja eigentlich am einfachsten wäre, wenn elektrische Rampen in den Bussen eingebaut wären, die auf Knopfdruck automatisch ausfahren. Und tatsächlich gab es sogar mal Busse mit solchen Rampen. Die haben allerdings oft gesponnen oder gar nicht funktioniert. Das lag vor allem daran, dass sich im Türbereich (also dort, wo die Rampe eingebaut sein muss) viel Schmutz ansammelt. Gerade im Winter, bei Rollsplit und Streusalz, hat das die Mechanik daher oft in die Knie gezwungen. Und ohne Rampe können eben mobilitätseingeschränkte Fahrgäste nur schwer oder sogar gar nicht mehr in den Bus einsteigen. Also keine wirklich gute Lösung!
Seit 1996 kaufen wir deshalb überhaupt keine Busse mehr mit elektrischen Rampen. Stattdessen gibt es seitdem die Klapprampen, die man von heute kennt. Und die funktionieren im Grunde immer – egal bei welchem Wetter.



18 Kommentare zu “Wer muss eigentlich die Rampe im Bus ausklappen?

  1. Das mit den Elektronische Rampen ist der größte schrott den ich je gehört habe, ihr habt nur keine Ahnung von der Mechanik und sagt daher das diese nicht gut funktioniert, aber denkt man mal kurz 21 Jahre weiter was ja nunmal der fall ist, dann sollte man bei Verstand sein und sehen das sich die Mechanik um ein vielfaches verbessert hat hinzukommt das ihr doch sowieso immer mehr technikscheiß im bus habt, wieso nicht auch ne anständige mechanik für eine rampe?
    Nur weil ihr euch der Egoistischen nicht geduldigen gesellschaft anpassen wollt?Sorry seid mal inovativ, schafft was eigenes, scheißt auf die wartenden ganz ehrlich, für so einen dreck zahl ich jeden monat mehr als genug geld.
    Ihr habt Busfahrer die eigentlich verpflichtet sind die karten zu kontrollieren, 90% Winken nur durch, kann man sich also auch sparen vorne einzusteigen und auf das gute alte system zurück gehen muss man eben mehr kontrolleure einstellen und einsetzen hat früher auch geklappt…
    Es kotzt n bisschen an zu sehen das ihr zwar inovativ sein wollt aber dennoch iwie nur auf kohle aus seid und dann auch noch mit fadenscheinigen gründen wie energiepreisen oder bahnhofsbauarbeiten.
    Gefragt wurde auch niemand ob er nicht andere ideen hat ihr habt es einfach gemacht, bezieht eure kunden doch mal mit ein da sind sicher die ein oder anderen ideen bei die man gut verwerten kann..

    Ich sehe es nicht wirklich ein weiter Geld für so eine scheißleistung auszugeben und dann auch noch alle halbe jahr bis jahr die preise erhöhen und wofür? wow für neue Ubahnen bzw „neu“ ich lach mich tot, für euch vllt dieses system der bahn gibt es schon 10 jahre wenn nicht länger in Hannover woher ihr es ja auch letzenendes abgekupfert habt, und dennoch funktioniert es nicht wie ihr euch das erhofft tja erstmal denken dann kaufen.

    So genug der Kritik.. Denkt einfach mal darüber nach auch wenn es „negativ“ ist, ändern kann man dinge IMMER! Lasst alle mal zu wort kommen und dann handelt.!

    • Wir führen seit mittlerweile drei Jahren einen, wie ich finde, sehr konstruktiven und respektvollen Dialog hier im Hochbahn-Blog. Vor allem auch die kontroversen Diskussionen machen mir persönlich nicht nur Spaß, sondern bringen, so meine ich, einen echten Mehrwert für interessierte Leser. Auch wenn man mal unterschiedlicher Meinung ist oder sich partout nicht auf einen Konsens einigen kann, schätze ich es, dass dies i.d.R. in einem vernünftigen Ton passiert. Beleidigungen haben hier keinen Platz, schließlich steckt hinter jedem Text (mindestens) ein Mensch. Formulierungen wie „größter Schrott“, „Scheißleistung“ oder „kotzt mich an“ finde ich für einen Kommentar auf diesem Blog ehrlich gesagt ziemlich daneben.
      Dennoch ist es mir wichtig, zu ihrem Kommentar etwas zu schreiben. Es gibt sicherlich viele verschiedene elektrische Rampen. Wir können nur von denen sprechen, die wir im Einsatz hatten und die hatten eben eine hohe Ausfallquote. Sicherlich sind die nicht einfach so abgeschafft worden, Alternativen wurden angesehen und letztlich zugunsten des reibungslosen Einsatzes entschieden, die Klapprampen einzusetzen. Die funktionieren im Grunde immer. Natürlich stehen wir auch im Austausch mit anderen Verkehrsunternehmen und Fahrzeugherstellern. Aber auch hier haben wir bislang keine Lösung gesehen, die unseren Ansprüchen gerecht wird.

  2. Sehr geehrte Hochbahn
    Wie wär’s denn wenn ihr eure Fahrer auch darauf hinweist das es ihr Job ist die Rampe zu bedienen egal Wie viel Kunden Verkehr oder was für Wetter.
    Und wo wir gerade dabei sind was soll das Gerücht das jeder Bus nur einen Rollstuhl mitnehmen darf.
    Und wie wäre es Alternativ mit den Bussen der Bremer Kollegen wo der Rollstuhlfahrer vorne bei dem Fahrer einseinsteigen kann

    • Unsere Fahrerinnen und Fahrer sollen immer helfen, wo Hilfe gebraucht wird. Manchmal sind Fahrgäste einfach schneller. Für Rollstühle gibt es in allen unseren Linienbusse mindestens einen regulären Stellplatz. In den neueren Fahrzeugen sogar zwei. Darüberhinaus darf jeder Kollege/jede Kollegin entscheiden, ob ausreichend Platz für einen weiteren Rollstuhl ist. Voraussetzung: es ist genügend Platz, um diesen sicher abzustellen und Fluchtwege werden dadurch nicht versperrt.

  3. dann sollten vielleicht auch mal die Busfahrer darüber informiert werden, dass sie zuständig sind.

    Und was bedeutet in diesem Kontext „Verantwortung“? Wie sieht es versicherungstechnsich aus? Sowohl für den Busfahrer, den Rollstuhlfahrer und den Fahrgast der „geholfen“ hat, wenn etwas passiert.

    Also wenn ein Fahrgast die Rampe ausgeklappt hat um dem Rollstuhlfahrer was passiert (z.b. abrutscht o.ä.) ist dann der Rollstuhlfahrer „selbst schuld“ oder ist der Fahrgast schuld weil er möglicherweise die Rampe falsch ausgeklapptt hat oder an einer Stelle ausgeklappt hat, wo es nicht vorgesehen war oder ist die „Schuldfrage“ trotzdem beim Busfahrer weil er die hoheit über die Rampe hat und für den sicheren Einstieg sorgen muss?

    Leider gehen diese Wichtigen Fragen nicht aus dem Beitrag hervor.

    • Beim Ausklappen der Rampe kann im Grunde nicht so viel falsch gemacht werden, die Bedienung ist recht leicht. Aber natürlich ist sie vom Gewicht nicht leicht, wenn sie jemandem auf den Fuß fällt. Hier sollte man schlichtweg Vorsicht walten lassen. Die Haftung liegt hier immer bei der HOCHBAHN (dem Unternehmen, nicht beim Fahrer). Wenn sie als hilfsbereiter Fahrgast helfen, sind sie nicht dafür verantwortlich, wenn etwas passiert. Es ist aber aus der Erfahrung im laufenden Betrieb sehr unwahrscheinlich, dass die Rampe an sich falsch ausgeklappt wird. Der Busfahrer ist dafür verantwortlich so zu halten, dass das Ausklappen überhaupt möglich ist. Für einen „Fahrfehler“ auf der Rampe haften Sie als Fahrgast dann ohnehin nicht. Hier muss im Einzelfall geklärt werden, was passiert ist.

  4. Wie schafft das dann die BSAG mit Ihren Rampen an der ersten Tür? Oder ist das nicht nur eine Frage der Störungen an der elektrischen Rampe sondern auch eine Preisfrage in der Anschaffung?

    • Das kann ich nicht beantworten. Wir können nur von den elektrischen Rampen sprechen, die es bei uns gab und die hatten eben eine hohe Ausfallquote. Sonst einfach mal bei den Kollegen der BSAG nachfragen, die können das sicher beantworten.

  5. ich warte am liebsten, bis der busfahrer kommt wegen der haftpflicht und er bringt mich sicher unter. falls da zu viel im weg stehen, räumt er den weg oder dirigiert um. und er fragt auch gleich , wo ich wieder raus möchte. manchmal denken sie drann , andermal nicht, also ich klingel meist und immer den beleuchteten klappenknopf.
    einetür ging mal nicht zu und die ganzen fahrgäste zogen um in den ersatzbus. es lag an der verdreckung der rampe, dadurch war der mechanismus deffekt.ja, eben schlecht geputzt. manchmal denke ich, wenn ich das immer sehe, die rampe wird links liegen gelassen, denn das ist esrst zu sehen, wenn die rampe aufgeklappt ist.
    ich fahre in lüneburg, und merke an den fragen der fahrer oft, daß sie keine ahnung haben, edeswegen wurde ich auch schon stehengelassen.

  6. Bei uns ist es kein Verlass auf Bussfahrer, die helfen garnicht oder nur unter muss. Manschewerden sogar Frech wen man um Hilfe Bittet, geben zur Antwort, es kostet 10€ Extra.Es ist Trarurig, aber Busse in Wetzlar sind nicht gerade Behinderten Freundlich, sowie die Stadt selbst

    • Das soll so nicht sein. Wie es in Wetzlar ist, kann ich nicht sagen, hier in Hamburg sollen die Kolleginnen und Kollegen aber stets unterstützen, wenn Hilfe gebraucht wird. Sollte dies mal nicht der Fall sein, helfen uns konkrete Hinweise an info@hochbahn.de .

  7. Sinnvoll wäre es, erst den Rollifahrer einsteigen zu lassen. Steigen zuerst die „Läufer“ ein muß man sich als Rollifahrer mühsam seinen Weg zum richtigen Platz erkämpfen.

    In anderen Ländern klappt das super so.

  8. Ach was, das machen wir pragmatisch, wenn da Bedarf an der Rampe ist und ich stehe daneben, dann klappe ich sie auch, da haben sich alle Busfahrer bisher bedankt, da gab’s nie Probleme.

  9. Das ist nicht immer ganz so einfach in der heutigen Zeit. In Bezug auf Versicherungsfragen, wäre mal nicht verkehrt, darüber Bescheid zu wissen. Sicher, ich denke mal, das der Fahrer auf jeden Fall die Verantwortung trägt, wie die Situation gemeistert wird. Warum nur ein Rollstuhl ? Weil in den meisten Bussen, leider nicht in jedem, nur eine Möglichkeit vorhanden ist, einen Rollstuhl ordnungsgemäß zu sichern. Denn das ist Pflicht im öffentlichen Verkehr. Ich fahre selber im Dienst mit Rollstuhl fahrenden Kunden. Jeder m u ß gesichert sein.! Ein Rollstuhl reagiert im Falle einer starken Bremsung, ganz anders wie z.B. ein Kinderwagen, man beobachte mal bitte, wie schon in einem solchen Fall ein stehender Mensch vor allem ältere reagieren ! Normalerweise sollte ein Rollstuhlbenutzer auf jeden Fall die Möglichkeit haben, zuerst den Bus zu erreichen, das ist ja leider schon heute ein Problem, wenn sich “ Läufer “ erst einmal schnelle in den Bus drücken, ohne wenn und aber !!!! geschweige denn evtl. auch einmal zu helfen. Ich fahre sehr viel mit dem Bus und könnte haarsträubende, unverständliche Situationen erzählen. Immer wieder schön zu sehen, wenn sich Mitfahrende Gäste spontan zur Hilfe anbieten , es hat noch niemandem geschadet, bringt Freude und der Bus kommt auch pünktlich zur Endhaltestelle. Mal mit zupacken, einfach mal aufstehen wenn ältere Menschen unsicher einen Platz suchen, so wie wir es gelernt haben, hat noch niemandem geschadet, erntet Freunde und allzeit eine angenehme Mitfahrt. Auch den jungen Müttern mit Kinderwagen, die sich noch in den Bus drängen um 2 Haltestellen wieder auszusteigen……frische Luft hat noch keinem Kind geschadet und der Kinderwagen fährt eigentlich von ganz alleine…….

    • In allen unseren Linienbussen ist ein regulärer Stellplatz für Rollstühle. Die neuesten Fahrzeuge (und die, die wir in Zukunft anschaffen) haben schon zwei Stellplätze. Die Zunahme erklärt sich ganz einfach auch damit, dass vermehrt Rollatoren und Rollstühle in den Bussen unterwegs sind und wir schlichtweg mehr Platz dafür brauchen. Wenn diese Stellplätze belegt sind, darf der Fahrer je nach Situation entscheiden, ob er noch mehr Rollstühle mitnimmt. Dies aber nur, wenn ein sicheres Abstellen in den Mehrzweckbereichen der Busse möglich ist. Die Rollstühle müssen auf jeden Fall sicher stehen und die Fluchtwege aus dem Bus dürfen nicht versperrt sein.
      Die gegenseitige Rücksichtnahme müssen wir voraussetzen und sie sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Ich kenne das selbst aus dem privaten Bereich – hier kann man nur mit bestem Beispiel voran gehen. Unsere Kolleginnen und Kollegen sind in jedem Fall für jede Hilfe da.

  10. Lächerlicher Artikel!

    Ist ja schön, dass ihr die Zuständigkeit erklärt, aber trotzdem steigt ein winziger Bruchteil eurer Angestellten überhaupt aus um die Klappe zu bedienen.

    Meist bis fast immer wird es den Insassen überlassen und teilweise werden diese dann auch noch angemeckert vom Busfahrer, der faul seinen Arsch platt sitzt.

    Kontrolliert doch mal anonym wie gut die Busfahrer dem nachkommen und seht selbst wie Behindertenfeindlich eure Angestellten wirklich sind.

    • Bei aller emotionaler Diskussion, ich finde Ihren Kommentar von der Sprache her grenzwertig. Den Beitrag lächerlich zu nennen, finde ich in Anbetracht des auch hier geführten Dialogs (einiges an Kommentaren unter dem Beitrag) falsch. Das Thema scheint sehr relevant zu sein und ja, auch zur Diskussion anzuregen (was wir übrigens auch wollen!). Ja, in der Praxis sind Fahrgäste oft schneller mit dem Ausklappen der Rampe. Auch verboten ist es natürlich nicht, wir weisen nur darauf hin, dass man dabei vorsichtig sein soll. Unsere BusfahrerInnen sitzen nicht „faul auf ihrem Arsch“, sondern machen jeden Tag einen echt harten Job auf den Straßen Hamburgs. Wenn Sie einmal konkret etwas auszusetzen haben, lassen Sie uns das wissen unter info@hochbahn.de. Das ist der Weg für konkrete Beschwerden, denn nur dann können wir helfen.

  11. Ich kenne das aus meiner Heimatstadt so, dass der Fahrer anhält und zuerst nur die hintere(n) Tür(en) öffnet und die Rampe ausklappt. Durch den Einstieg an der 1. Tür müssen die anderen Fahrgäste halt warten und der Rollifahrer muss sich nicht durch den Strom der einsteigenden Fahrgäste zwängen.

    Was die elektrischen Rampen angeht: die lassen sich bei den hohen Bordsteinen doch sowieso nicht ausfahren. Außerdem hat ein Verkehrsunternehmen mal berichtet, dass das Kneeling am hohen Bordstein bei Bussen mit elektrischer Rampe nur möglich ist, wenn der Fahrer eine größere Lücke lässt, da sonst die Rampe unter der 2. Tür auf dem Bordstein aufsetzt.
    Elektrische Rampen sind heute also ohnehin kein Thema mehr.

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