Sofort zur Stelle – Der Unfall-Hilfsdienst

Platter Reifen, ein Motor, der nicht anspringt oder ein Unfall – wer ein Auto hat, kennt diese Situationen vielleicht auch. Auch im Alltag unserer Busse  kommt es häufig zu Situationen, die unvorhersehbar sind und in denen unsere Busfahrerinnen und -fahrer schnelle Unterstützung brauchen. Dafür gibt es den sogenannten UHD, den Unfall-Hilfsdienst.


Direkte Hilfe für Fahrerinnen und Fahrer

Die Betriebsaufseher vom Unfall-Hilfsdienst sind die praktischen Unterstützer unseres Busbetriebes. Alle Kollegen sind zuvor selbst mindestens zwei Jahre Bus gefahren und kennen somit das Busnetz und die Probleme, die beim Fahren auftreten können, aus eigener Erfahrung. Mit vier UHD-Wagen überwachen sie von Hamburgs Straßen aus den Betriebsablauf, können bei Störungen oder Verkehrsbehinderungen eingreifen und sind direkter Ansprechpartner für unsere Fahrerinnen und Fahrer.
Ob kleinere Reparaturen an den Bussen, Überprüfung von Haltestellen und Fahrplänen oder die Betreuung von Busfahrern, die einen Unfall hatten – die Kolleginnen und Kollegen vom UHD sind schnell zur Stelle.
Kleinere Reparaturen an den Fahrzeugen führen die Betriebsaufseher selbst durch und verhindern so, dass ein Bus wegen einer defekten Glühlampe komplett aus dem Verkehr gezogen werden muss und es zu Fahrtausfällen kommt.
Neben dieser „handwerklichen“ Unterstützung sind die Betriebsaufseher Erstbetreuer bei Unfällen. Sie kümmern sich um die Unfallaufnahme und sind Ansprechpartner für die betroffenen Kollegen. Um die Privatsphäre unserer Fahrerinnen und Fahrer zu schützen und ungestört mit ihnen sprechen zu können, gibt es in jedem UHD-Wagen einen gesonderten Bereich.


Helfer für Polizei und Feuerwehr

Bei Verkehrsunfällen, an denen ein Bus der HOCHBAHN direkt beteiligt gewesen ist, sind die Betriebsaufseher vom Unfall-Hilfsdienst nicht nur direkte Ansprechpartner für den Busfahrer/ die Busfahrerin, sondern auch für Polizei und Feuerwehr. Vor Ort können sie so koordinieren, welche Maßnahmen der Busbetrieb treffen muss, um den Verkehr so schnell wie möglich wieder zum Laufen zu kriegen und sichern z.B. auch die Videoaufzeichnungen aus dem Bus.
Auch bei Unfällen, an denen kein Bus direkt beteiligt war, können die Kollegen als Helfer einspringen. Denn auch in diesen Fällen können unsere Buslinien unmittelbar betroffen sein. Dann organisiert der UHD beispielsweise den Verkehr um die Unfallstelle so, dass die Auswirkungen für den Busbetrieb so gering wie möglich gehalten werden. Damit können sie vor Ort eine vollständige Sperrung und das damit einhergehende vollständige zum Erliegen kommen des Busverkehrs verhindern.


Das Auge der Leitstelle

Nicht nur vor Ort leisten die Kolleginnen und Kollegen direkte Hilfe oder unterstützen Polizei und Feuerwehr. Für unseren Betrieb haben sie eine besondere Bedeutung als „Auge der Leitstelle“.
Zwar hat die Leitstelle das Geschehen auf Hamburgs Straßen durch zahlreiche Kameras gut im Blick, doch das reicht bei Weitem nicht aus. In vielen Bereichen unserer Stadt gibt es auch gar keine Kameras zur Verkehrsbeobachtung. Hier sind also die UHD-Wagen die direkte Verbindung zwischen Straßengeschehen und Leitstelle. Beobachten sie hier einen Unfall, eine unvorhergesehene Sperrung oder Umleitung, die direkte Auswirkungen auf den Busverkehr haben, melden sie sich direkt bei der Leitstelle. Diese kann dann auf aktuelle Ereignisse sofort reagieren.



2 Kommentare zu “Sofort zur Stelle – Der Unfall-Hilfsdienst

  1. Mal nen paar Fragen… sehe ich das richtig? Das Fahrzeug besitzt eine BOS-Anlage für Wegesonderrechte? Warum denn das? Erfüllt die Hochbahn Staatliche hoheitliche Aufgaben bzw. dienen die auch der Lebensrettung? Also im Grunde ist meine Frage nur wieso die das haben und wie der Missbrauch dieses Sonderausstattung verhindert wird…

    • Wir haben mit unseren UHD-Wagen ein klassisches Wegerecht nach StVO wie jedes andere Blaulichtfahrzeug auch. Nicht zu verwechseln mit Sonderrechten.

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